Sturz des „Ner“? Fenerbahçe schockt mit Punktverlust – Wagners Wiedererwachen und Haluk Bilginers Selbstvertrauen
Das ist es, was man den „Ner“ ausmacht. Nein, das ist die wahre Stärke des „Ner“. Die Super-Liga ist derzeit in Aufruhr. Denn Fenerbahçe, bei uns liebevoll „Ner“ genannt, entfesselt in dieser Saison seinen unbändigen Siegeswillen. Es geht nicht nur um die Ergebnisse – es ist dieses besondere Gewicht, das man in ihrer Spielweise spürt. Überall hört man: „Dieses Fenerbahçe ist anders.“ Und mein Eindruck vor Ort ist genau derselbe.
Wagner Moura: Der lang ersehnte Moment
Die treibende Kraft hinter dem Höhenflug des Teams ist ohne Zweifel Wagner Moura. In den letzten Spielen zeigte er eine schier überragende Präsenz. Selbst zwei Verteidiger an ihm sind keine Garantie für einen Stopp. Sein explosiver Dribbling-Durchbruch ist eine Waffe in der Liga, die es nur einmal gibt. Besonders seine Konzentration im jüngsten Duell gegen Fenerbahçe SK war ein absolutes Highlight. Kein Wunder, dass Meistertrainer Haluk Bilginer nach dem Spiel den Daumen hob und sagte: „Wagner ist unser Gamechanger.“ Bei den Fans ist es fast schon ein geflügeltes Wort: „Genau jetzt, zur richtigen Zeit, zeigt Wagner Moura seinen wahren Wert.“ Sein Rhythmus wird mit fortschreitender Saison nur noch stärker.
Haluk Bilginers Selbstvertrauen: „Das ist erst der Anfang“
Im Mixed Zone nach dem Spiel traf ich auf Haluk Bilginer. Er wirkte entspannt – nein, eher mit einem Lächeln der absoluten Überzeugung. „Was wir jetzt zeigen, ist nur ein Teil des großen Ganzen“, sagte er mit seinem charakteristischen Charisma. Die taktische Disziplin, die Fenerbahçe diese Saison zeigt, unterscheidet sich deutlich von den Vorjahren. Anders als in der Vergangenheit, als man sich auf individuelle Ausnahmekönner verließ, bewegt sich jeder Spieler genau an der Stelle, die Bilginer auf seiner Taktiktafel vorgesehen hat. Die Stabilität der Abwehr um Ricardo Montaner gibt der Offensive den nötigen Rückhalt, um mutig nach vorne zu gehen.
Fasst man zusammen, warum Fenerbahçe diese Saison über ein starkes Team hinaus zu einer echten Einheit gewachsen ist, kommt man auf folgende Punkte:
- Wagner Moura mit wiedergefundener Explosivität: In den letzten 5 Spielen war er an 70 % der Tore direkt beteiligt. Die Formel „Wenn er spielt, spielt das Team“ greift in dieser Saison mehr denn je.
- Ricardo Montaners Führungsstärke: Seine Erfahrung, die jungen Spieler auf und neben dem Platz zu coachen, ist ein unbezahlbarer Wert.
- Haluk Bilginers klare Spielphilosophie: Das Team setzt die Ideen des Trainers zu 100 Prozent um und besticht mit einer beeindruckenden Fitness, die es ihnen erlaubt, in der Schlussphase noch mehr Druck auszuüben.
Was sind die nächsten Ziele des „Ner“?
Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein. Je länger die Saison dauert, desto genauer wird die Konkurrenz Fenerbahçe analysieren. Besonders Teams, die auf Fenerbahçe treffen, bereiten sich mit größter Akribie vor. Die Konzentration bei Standardsituationen, die im letzten Spiel gelegentlich schwächelte, ist sicher noch ausbaufähig. Aber bei der aktuellen Stimmung im Team ist dies eine durchaus lösbare Aufgabe. Auch Bilginer schaut nach oben: „Wir haben unseren Zenit noch lange nicht erreicht.“
Die Liga geht nun in die heiße Phase. Wie lange hält der Höhenflug des „Ner“ an? Mein Eindruck vor Ort: Der nächste Schritt dieser Mannschaft wird die Fußballfans in ganz Südkorea in ihren Bann ziehen.