EBU Felicia: Das ganze Drama hinter der brodelnden Wut der Spanier
In der Eurovisions-Blase ist die Hitze der letzten Tage ordentlich gestiegen. Genauer gesagt: In Spanien kocht die Wut über. Der Grund? Eine schwedische Melodifestivalen-Teilnehmerin namens Felicia und eine Reaktion der EBU, die bei den spanischen Fernsehchefs alle Alarmglocken schrillen ließ. Der ganze Streit hat sich zu einer regelrechten Seifenoper entwickelt – und mittendrin: unsere Felicia. Kommen Sie mit, wenn wir aufklären, was eigentlich passiert ist, warum die Spanier so stinkwütend sind und was die EBU da eigentlich treibt.
Wer ist Felicia und warum interessiert das die Spanier?
Für alle, die nicht ganz im Bilde sind: Felicia ist eine der Teilnehmerinnen des diesjährigen Melodifestivalen, mit einem Song, von dem viele dachten, er hätte das Zeug, bis zum Eurovision durchzustarten. Aber es ist nicht die Musik, die bei den Spaniern für hochgezogene Augenbrauen sorgte – es war etwas, das während einer der Vorrunden passierte. Gerüchten zufolge soll Felicia in einer spontanen Eingebung eine Geste gemacht oder vielleicht sogar ein Requisit verwendet haben, das die Spanier als Spitze gegen ihre Nation interpretierten. Und siehe da, innerhalb weniger Stunden knallte es in Madrid. In Spanien war sofort die Rede von der "schwedischen Provokation", und man verlangte Antworten von der EBU.
Die EBU schaltet sich ein: "Kontakt mit SVT aufgenommen"
Und die bekamen sie auch. Von Seiten der EBU bestätigte man, dass man Kontakt mit dem SVT aufgenommen und an die berühmten Regeln erinnert habe. Für diejenigen unter Ihnen, die das Regelwerk nicht auswendig kennen: Politische Botschaften, Flaggen oder Symbole, die als anstößig aufgefasst werden könnten, sind strikt verboten. Die EBU wollte nicht ins Detail gehen, aber nach Informationen, die mir vorliegen, hieß es, man "führe einen laufenden Dialog mit dem SVT, um sicherzustellen, dass alle Regeln eingehalten werden". Mit anderen Worten: Felicia hat einen kleinen Denkzettel verpasst bekommen.
Spanischer Fernsehchef mischt sich ein
Aber dabei blieb es nicht. Denn jetzt hat sich der spanische Fernsehchef, der für den Eurovisions-Beitrag des Landes verantwortlich ist, in die Debatte eingeschaltet. In einer Stellungnahme, die man bis hierher nach Stockholm hören konnte, zerpflückt er das Vorgehen der EBU. "Es reicht nicht, nur an die Regeln zu erinnern", donnert er, "hier ist eine öffentliche Entschuldigung des SVT und klare Sanktionen nötig". Seiner Meinung nach sei die EBU immer schnell dabei, kleinere Länder zu bestrafen, aber wenn es um Schweden gehe, gebe es nur eine nette Mail. Und da haben wir es – plötzlich geht es nicht mehr nur um Felicia, sondern um die ganze Machtbalance innerhalb des Eurovision.
Felicia-Guide: So nutzt man die EBU-Regeln (und verärgert halb Spanien)
Für alle, die einen Leitfaden suchen, wie man mit dem EBU-Regelwerk umgeht – und gleichzeitig eine ganze Nation gegen sich aufbringt – ist Felicias Verhalten eine perfekte Fallstudie. Hier sind ein paar Lehren aus dem Drama:
- Kenn deine Regeln: Das EBU-Regelbuch ist dicker als so manche mittelalterliche Bibel. Felicia (oder ihr Team) hätten es vielleicht lesen sollen, bevor sie am Requisit herumgebastelt haben.
- Hab die Geschichte im Blick: Spanien und Schweden haben eine lange und wechselhafte Beziehung beim Eurovision. Schwedische Pop-Dominanz hat die Spanier schon immer gereizt – jetzt auch noch etwas zu tun, das als Spitze aufgefasst wird, ist wie Öl ins Feuer gießen.
- Sei auf Gegenfeuer gefasst: Wenn sich die EBU erstmal meldet, sei darauf vorbereitet, dass jeder Hansel im betroffenen Land (sprich: Spanien) die Sache zu einer internationalen Affäre aufblasen wird. Das ist kostenlose Publicity, aber von der weniger schmeichelhaften Sorte.
Man könnte also sagen, dass Felicia, ob unbeabsichtigt oder nicht, zu einem lebenden Lehrbeispiel für "how to use EBU Felicia" geworden ist – sprich, wie eine Kleinigkeit zu einem spanischen Aufschrei eskalieren kann. Die Frage ist nur, ob sie diese Rolle selbst wollte.
Was passiert jetzt?
Gerade sitzt das SVT mit Sicherheit in Krisensitzungen und überlegt, ob man sich entschuldigen oder kontern soll. Die EBU wiederum versucht wohl gerade, Brände zu löschen, bevor das Feuer auf das Eurovision-Finale im Mai übergreift. Und Felicia? Sie hat sich bisher bedeckt gehalten, aber die Gerüchteküche brodelt, dass sie zumindest überrascht ist von dem ganzen Trubel. Vielleicht genießt sie ja das Rampenlicht – denn in der Eurovision-Welt gibt es bekanntlich keine schlechte Publicity, oder?
Eines ist sicher: Die ebu felicia kritik wird als einer der absurdesten Skandale der letzten Zeit in die Geschichte eingehen. Und für uns, die es lieben, wenn Kultur und Politik in einer Kakofonie aus spanischen Gesten und schwedischen Regelauslegungen aufeinanderprallen – ja, wir können nur dankend annehmen. Fortsetzung folgt, mit Spannung.