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E3 Saxo Classic 2026: Van der Poel lässt in Harelbeke alle hinter sich – triumphiert nach einer mitreißenden Solofahrt

Sport ✍️ Marco Vannini 🕒 2026-03-27 18:29 🔥 Aufrufe: 2

Leute, was für ein Spektakel! Wer die E3 Saxo Classic in diesem Jahr verpasst hat, dem entging einer dieser Nachmittage, die einen daran erinnern, warum wir diesen Sport lieben. Gerade sind wir vom Ziel in Harelbeke zurück und sind immer noch voller Adrenalin. Mathieu van der Poel hat das gemacht, was er am besten kann: warten, zuschlagen und alle anderen in die Röhre gucken lassen. Die Ausgabe 2026 wird nicht nur wegen des Sieges des niederländischen Phänomens in die Geschichte eingehen, sondern vor allem wegen der Art und Weise, wie er das Rennen auf den entscheidenden Kopfsteinpflaster-Passagen förmlich auseinandergenommen hat.

Mathieu van der Poel in Aktion bei der E3 Saxo Classic 2026

Der entscheidende Angriff am Taaienberg: Ein bekanntes, aber immer wieder magisches Drehbuch

Es war klar, dass das Rennen am Taaienberg explodieren würde. Das ist das ungeschriebene Gesetz in Westflandern. Das Feld war bereits von den Teams der Favoriten auf ein Minimum reduziert worden, aber es war Van der Poels Angriff, der den Unterschied ausmachte. Kein Sprint eines Kurzstrecklers, sondern ein trockener, fast schon brutaler Antritt. Hinter ihm war der Versuch, zu reagieren, titanisch. Florian Vermeersch versuchte, in sein Hinterrad zu springen und zeigte einmal mehr, dass er auf den Kopfsteinpflaster-Passagen eine absolute Bank ist, doch Van der Poels Reaktion war erbarmungslos. Der Belgier von Lotto gab alles, aber das Tempo, das der Weltmeister vorgab, war einfach von einem anderen Stern.

Die jungen Wilden: Hagenes, Dewulf und die Jagd nach dem ersten Verfolgerfeld

Während Van der Poel Kilometer um Kilometer im Alleingang Richtung Harelbeke spulte, ging es dahinter um die Podiumsplätze. Und genau dort habe ich interessante Ansätze für die Zukunft gesehen. Der Norweger Per Strand Hagenes hat bestätigt, dass er das größte Talent bei Visma-Lease a Bike ist. Er gab niemals auf, selbst als das Tempo in der Verfolgergruppe in schwindelerregende Höhen stieg. An seiner Seite ein weiterer Fahrer, der ein kluges Rennen fuhr: Stan Dewulf. Der Belgier von Decathlon AG2R La Mondiale bewegte sich wie ein alter Fuchs, war stets in den richtigen Ausreißergruppen vertreten und ließ sich nie aus der Ruhe bringen. Gemeinsam mit ihnen versuchte eine Handvoll Helfer, sich zu reorganisieren, aber der Vorsprung des Spitzenreiters war bereits uneinholbar.

Hier sind jene, die im Kampf um die Top-Platzierungen wirklich den Unterschied gemacht haben:

  • Per Strand Hagenes: Er hat seine Energie perfekt eingeteilt. Als alle anderen am Paterberg in Schwierigkeiten gerieten, hielt er einen gleichmäßigen Rhythmus. Für mich ist er der Favorit für das Podium bei einem der nächsten Klassiker.
  • Florian Vermeersch: Er versuchte im Alleingang, die Lücke zu Van der Poel auf dem Abschnitt zwischen Karnemelkbeekstraat und Varentstraat zu schließen. Es gelang ihm nicht, aber er setzte die anderen so sehr unter Druck, dass er im Endeffekt seinem eigenen Team in die Karten spielte. Ein Gigant.
  • Stan Dewulf: Stets präsent. Man sah ihn nie in Schwierigkeiten, er las das Rennen perfekt. Seine Erfahrung zählt bei diesen Rennen nach wie vor enorm viel.

Das Fazit von Harelbeke: Van der Poel eröffnet die Frühjahrsoffensive

Bei der Einfahrt in das Velodrom von Harelbeke herrschte bereits die Atmosphäre großer Tage. Die Zuschauer standen seit einer halben Stunde und schwenkten Fahnen, weil sie wussten, dass der Triumph von Mathieu van der Poel nur noch eine Formsache war. Der Vorsprung? Mehr als großzügig. Die niederländischen Fans feierten, als wäre bereits der Tag der Flandern-Rundfahrt. Mit diesem Sieg bei der E3 Saxo Classic 2026 hat Van der Poel nicht nur einen der begehrtesten Kopfsteinpflaster-Klassiker gewonnen, sondern auch ein äußerst deutliches Zeichen an die Konkurrenz im Hinblick auf das kommende Wochenende gesendet.

Wenn ein Fahrer so gewinnt, mit bereits auf den letzten 100 Metern erhobenen Armen und einem Vorsprung, der ihm niemand mehr nehmen kann, gibt es nicht viel mehr zu sagen. Das Rennen hat er gewonnen, aber der Radsport hat mit einer solchen Vorstellung ebenfalls gewonnen. Jetzt heißt es, den Fokus auf die Flandern-Rundfahrt zu richten. Sollte Van der Poel dort wieder diese Power abrufen, wird es für die anderen schwer, ihm auch nur folgen zu können. Wir genießen derweil diesen Nachmittag voller Radsport pur, mit dem Staub der Kopfsteinpflaster-Passagen noch in der Lunge und der Gewissheit, etwas Besonderes gesehen zu haben.