Dan Brown, Ritter der Künste und der Literatur: Frankreich zeichnet den Meister des esoterischen Thrillers aus

Es ist offiziell: Der amerikanische Schriftsteller Dan Brown, der Vater des Weltphänomens Sakrileg, wurde soeben zum Ritter des Ordens der Künste und der Literatur ernannt. Eine Auszeichnung, die für diesen Meister des Rätselhaften nur konsequent ist, dessen Werk eine geradezu körperliche Verbindung zu Frankreich, seinen Monumenten und Symbolen pflegt. Doch hinter den Auszeichnungen und den Millionen verkauften Büchern verbirgt sich eine intime, fast romanhafte Beziehung des Mannes zum Hexagon, wie Frankreich hier oft genannt wird.
Der Louvre: Romanhandlung und Schauplatz eines kuriosen Einbruchs
Dan Brown muss man wirklich keinem mehr vorstellen. Seit der Veröffentlichung von Sakrileg im Jahr 2003 haben ihn seine Geschichten, die Kunst, Religion und Geheimgesellschaften miteinander verweben, zum unangefochtenen Meister des esoterischen Thrillers gemacht. Die Pyramide des Louvre, die Kathedrale von Chartres oder auch die Kirche Saint-Sulpice wurden dank seiner Feder zu Pflichtstationen für Heerscharen von Lesern auf der Suche nach Rätseln. Doch manchmal holt die Realität die Fiktion auf weitaus brutalere Weise ein. In einem kürzlichen Interview vertraute der Autor ein Ereignis an, das ihn tief getroffen hat: der Einbruch im Louvre. « Ich fühlte mich verletzt, war wütend », ließ er verlauten, als er von dem Einbruch und dem Diebstahl von Kunstwerken sprach. Ein Gefühl, das umso ironischer ist, als sein Buch das Museum ja gewissermaßen zur Pop-Ikone gemacht hat. Als ob das verlorene Symbol plötzlich eine ganz andere Dimension angenommen hätte.
Vom Verlorenen Symbol zu den verzwickten Spielen des Meisters
Schon vor dieser offiziellen Auszeichnung hatte Frankreich Dan Brown geadelt. Vor einigen Jahren war er bereits für diese Ehrung im Gespräch, und heute ist es nun so weit. Um diese Ehre zu feiern, gibt es nichts Besseres, als in sein Universum einzutauchen. Hier sind einige seiner Hauptwerke, die die literarische Welt erschüttert haben:
- Sakrileg: das Phänomen, das Rätsel um den Louvre und den Gral.
- Illuminati: der Aufstieg des Papstes und die Illuminaten in Rom.
- Das verlorene Symbol: Robert Langdons Rückkehr nach Washington, ins Herz der Freimaurerei.
- Inferno: ein Tauchgang in Dantes Hölle und die Geheimnisse von Florenz.
- Origin: eine Ermittlung, die die Grenzen von Wissenschaft und Religion neu auslotet.
Man könnte sein Gesamtwerk fast als Twisted Games bezeichnen, so sehr hat der Autor Freude daran, falsche Fährten und erschütternde Enthüllungen miteinander zu verweben. Selbst sein Nachname, der von Suchmaschinen manchmal fälschlich als Dan Browne geschrieben wird, ist zu einem Markenzeichen geworden. Ein Name, der für Millionen von Lesern nunmehr für Spannung und Intelligenz steht.
Ein Ritter der etwas anderen Art
Während die Verleihungszeremonie bevorsteht, kann man nicht umhin, beim Gedanken an den nächsten Roman von Dan Brown zu schmunzeln. Was wäre, wenn Robert Langdon, sein berühmter Symbologie-Professor, ebenfalls von der französischen Republik ausgezeichnet würde? Eine komische Szene, die bei ihm sicher schnell zu einer atemlosen Ermittlung werden würde, mit Verfolgungsjagd durch die Gänge des Kulturministeriums und geheimen Codes, die in der Leinwand der Mona Lisa versteckt sind. Bis dahin erweist Frankreich einem außergewöhnlichen Geschichtenerzähler die Ehre, dessen Feder es verstanden hat, die Neugier der ganzen Welt auf unser kulturelles Erbe zu wecken.