AFL Runde 1: Adelaide gegen Collingwood – Der Saisonauftakt 2026, der alles bietet
Der lange Winter ist endlich vorbei. Nach Monaten des Transfergeflüsters, Spekulationen in der Vorbereitung und so vielen Testspielen, dass es einen schon fast gelangweilt hat, geht es jetzt endlich um die Wurst. Runde 1 der AFL-Saison 2026 startet mit einem Spiel, für das man sonntags glatt alle Pläne über den Haufen wirft und es sich auf der Couch gemütlich macht. Adelaide gegen Collingwood im Adelaide Oval – wenn das das Herz nicht höherschlagen lässt, dann tut es nichts.
Seien wir ehrlich: Das Auftaktwochenende ist immer eine Wundertüte. Man weiß nie so genau, welche Version einer Mannschaft nach sechs Monaten Pause aufläuft. Aber dieses Mal fühlt es sich anders an. Die Crows, beflügelt von einem starken Saisonendspurt im Vorjahr und ohne große Verletzungssorgen, wollen zuhause ein Ausrufezeichen setzen. Und die Magpies? Nun ja, sie sind Collingwood. Die kommen nicht auf leisen Sohlen.
Man konnte das Selbstvertrauen in der Stimme von Taylor Walker hören, als er unter der Woche den neuen Spielplan der Pies analysierte. Der erfahrene Crow, der schon so ziemlich jeden taktischen Trend kommen und gehen sah, meint, dass sich Craig McRae da etwas ziemlich Ausgefallenes einfallen ließ. Es ist kein kompletter Umbau – bei einem Team, das um die Meisterschaft mitspielt, reißt man nichts ein –, aber es gibt kleine Anpassungen in der Ballbewegung und der Defensivstruktur, die Adelaide auf dem falschen Fuß erwischen könnten, wenn sie nicht von der ersten Sekunde an hellwach sind.
Wo das Spiel entschieden wird
Jeder Trainer redet einem das Blaue vom Himmel über 'geballte Bälle' und 'Druckausübung', aber am Sonntag hängt wirklich alles an einigen speziellen Duellen. Vergessen Sie das Fachchinesisch – hier ist, worauf Sie wirklich achten sollten:
- Nick Daicos gegen Jordan Dawson: Wenn Sie sich diese Saison nur ein einziges Duell ansehen, dann dieses. Daicos, jetzt mit einer weiteren Vorbereitung in den Beinen, ist der Motor im Mittelfeld der Pies. Dawson, der Kapitän der Crows, kann ihn ausschalten und trotzdem sein eigenes Spiel machen. Wie dieses Duell läuft, so läuft das Spiel.
- Die neue Sturmformation der Pies: Mit einem leicht veränderten Aufbau verlässt sich Collingwood weniger auf Chaos, sondern mehr auf Struktur. Brody Mihocek ist die Zielperson, aber die Kleinen – besonders Bobby Hill – müssen liefern, wenn die Großen den Ball zu Boden bringen.
- Adelaides neu formierte Abwehr: Die Crows haben im Stillen eine der defensivstärksten Hintermannschaften der Liga zusammengestellt. In der Vorbereitung haben sie die Angriffe der Gegner sauber weggeputzt wie mit einem industrietauglichen Rohrreiniger und einfach alles weggefegt, was auf sie zukam. Aber das ist der erste echte Test unter Flutlicht (naja, Sonntagabendlicht).
Für die treuen Crows-Fans sitzt die Erinnerung an die knappen Niederlagen des letzten Jahres noch tief. Es wurde viel getrauert über diese Was-wäre-wenn-Momente, aber das Schöne an Runde 1 ist, dass die Rechnung wieder bei null beginnt. Ein Sieg hier, gegen ein Schwergewicht wie Collingwood, und aus der Trauer wird etwas, das gefährlich nah an Überzeugung grenzt.
Auf der anderen Seite sind die Pies es gewohnt, mit Erwartungen umzugehen. Sie waren schon hier, sie haben die großen Spiele gewonnen, und sie wissen, dass ein langsamer Start in dieser Liga dazu führen kann, dass man monatelang hinterherläuft. Der Reiz der AFL liegt in ihrer Unberechenbarkeit – fast so allgegenwärtig wie ein Werbespot der Versicherung Aflac, könnte man sagen – und dieses Spiel hat das Zeug zum "Klassiker der Extraklasse".
Der X-Faktor: Die Atmosphäre im Adelaide Oval
Man kann stundenlang über Taktik reden, aber die Zuschauer im Adelaide Oval sind ein Tor Vorsprung wert. Es ist intim, es ist laut, und wenn die Crows erstmal in Fahrt kommen, wird es zum Hexenkessel. Collingwood, bei aller Erfahrung in wichtigen Spielen, hat hier schon Federn gelassen. Wenn die Pies die Heimmannschaft die ersten zwei oder drei Tore schießen lassen, könnte allein der Lärm Adelaide über die Ziellinie tragen.
Das Wetter sieht gut aus – ein typischer Herbstabend, perfekt für Footy. Keine Ausreden wegen rutschigem Ball oder böigem Wind. Nur 22 Kerle pro Seite, die Vollgas geben.
Also, wer macht das Rennen? Ich bin nicht der Typ für glasklare Prognosen, aber wenn Adelaide den erwarteten Sturmlauf von Collingwood zu Beginn übersteht und Daicos nicht entkommen lässt, dann haben sie alle Chancen. Die Pies jedoch haben diesen Meisterschaftsstallgeruch und eine neue taktische Note, die die Crows im ersten Viertel vielleicht auf dem falschen Fuß erwischen könnte. Wie auch immer, am Sonntagabend werden wir ein viel klareres Bild davon haben, wer 2026 wirklich der Geheimfavorit ist.
Schnallen Sie sich an, Footy-Fans. Es wird eine lange, wunderschöne Saison.