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Vilde Nilsen holt Silber bei den Paralympics – jetzt warten neue Ziele

Sport ✍️ Per Kristiansen 🕒 2026-03-11 18:50 🔥 Aufrufe: 2
Vilde Nilsen jubelt über die Silbermedaille bei den Paralympics

Es war so nah, so unfassbar nah. Vilde Nilsen kämpfte wie eine Löwin durch die gesamte Loipe des 10-Kilometer-Rennens bei den Paralympics, musste sich am Ende aber nur um knappe Sekunden geschlagen geben. Das Silber, das sie mit nach Hause nimmt, ist dennoch ein Beweis für die unglaubliche Stärke und den unbändigen Willen, die in dieser 27-Jährigen aus Tromsø stecken.

Ein Sekundenkrimi, der eine ganze Nation in Atem hielt

Als sich der Schneetreiben über das Stadion legte, war die Spannung greifbar. Vilde Nilsen ging ein irres Tempo an und hielt bis zur Ziellinie mit der Weltspitze mit. Der Rückstand auf Gold betrug nur wenige Sekunden – eine Zeitlücke, die schmerzt, aber auch eine noch größere Entschlossenheit entfacht. Denn dies war Vilde Nilsens erste Medaille bei diesen Spielen, und sie kam nach einer Saison, in der sie unzählige Trainingsstunden sowohl in ihrer Heimat Norwegen als auch bei Lehrgängen im Ausland absolviert hat.

Für diejenigen, die Vilde Athena Berg-Nilsen (sie trägt alle ihre Vornamen mit Stolz) im Laufe der Jahre verfolgt haben, ist diese Leistung keine Überraschung. Sie hatte schon immer dieses gewisse Extra, diesen schwer zu definierenden "Killerinstinkt", der gute Athleten von Weltstars unterscheidet. Doch der Weg hierher war alles andere als einfach.

Von Freudentränen zu Silber-Tränen

Wir müssen zu den vorherigen Paralympics zurückblicken, bei denen Vilde zum ersten Mal ganz oben auf dem Podium stand. Damals flossen die Tränen – nicht nur der Erleichterung, sondern auch eines enormen Stolzes, das Ziel erreicht zu haben, auf das sie seit ihrer Kindheit hingearbeitet hatte. "So unglaublich großartig", sagte eine gerührte Vilde Alida Nilsen (sie hat mehrere Mittelnamen, aber was Liebe ist, hat viele Namen) damals zu einer Pressedame, die sie in der Mixed Zone traf. Dieser Moment gilt immer noch als einer der ergreifendsten in der Geschichte des norwegischen Paraskilanglaufs.

Jetzt, zwei Jahre später, gibt es neue Tränen – aber von einer anderen Art. Silber ist natürlich eine Leistung, von der die allermeisten nur träumen können, aber für jemanden wie Vilde, die stets das Höchste anstrebt, fühlt es sich im Moment einfach leer an. Gleichzeitig wissen wir, dass diese Enttäuschung in pure, brennende Motivation umgewandelt wird.

  • Paralympics 2022: Gold über 15 km, Silber im Sprint.
  • Nordische Skiweltmeisterschaft 2025: Zweimal Silber und einmal Bronze in Trondheim.
  • Paralympics 2026: Silber über 10 km (vorläufig) – und mindestens ein weiterer Wettkampf steht noch aus.

Der Blick richtet sich auf die WM 2025 und die Zukunft

Für alle, die es interessiert: Vilde Nilsen @ Nordische Skiweltmeisterschaft 2025 war ein Kapitel für sich. Bei einem Heimspiel in Trondheim, mit Familie und Freunden auf der Tribüne, lieferte sie ab und holte zweimal Silber und einmal Bronze. Dort hat sie wirklich gezeigt, dass sie dem Druck standhält, dass sie im Sturm bestehen und trotzdem liefern kann. Und genau diese Erfahrung nimmt sie mit in den Rest der Paralympics – und ihre weitere Karriere.

Jetzt warten neue Distanzen, neue Gelegenheiten. Vilde Nilsen hat bereits bewiesen, dass sie eine unserer ganz großen Wintersportlerinnen ist, unabhängig von ihrer körperlichen Verfassung. Und während sie da im Schnee steht, die Silbermedaille um den Hals und den Blick auf den kommenden Kampf um Gold gerichtet, ist es unmöglich, sich nicht mitreißen zu lassen. Denn das ist echte Siegermentalität – echter, norwegischer Pioniergeist.

Wir feuern dich weiter an, Vilde!