Vilde Nilsen holt Silber bei den Paralympics – jetzt warten neue Ziele
Es war so nah, so unfassbar nah. Vilde Nilsen kämpfte wie eine Löwin durch die gesamte 10-km-Strecke bei den Paralympics, musste sich aber am Ende nur um wenige Sekunden geschlagen geben. Das Silber, das sie mit nach Hause nimmt, ist dennoch ein Beweis für die unglaubliche Stärke und den Willen, die in dieser 27-Jährigen aus Tromsø stecken.
Ein Sekundenkampf, der die ganze Nation bewegte
Als sich der Schneetreiben über das Gelände legte, war die Spannung greifbar. Vilde Nilsen startete in einem wahnsinnigen Tempo und hielt bis zur Ziellinie mit der Weltelite mit. Der Abstand zu Gold betrug nur wenige Sekunden – ein Rückstand, der schmerzt, aber auch einen noch grösseren Funken entfacht. Denn dies war Vilde Nilsens erste Medaille bei diesen Spielen, und sie kam nach einer Saison, in der sie unzählige Trainingsstunden sowohl zu Hause in Norwegen als auch bei Lehrgängen im Ausland absolviert hat.
Für diejenigen, die Vilde Athena Berg-Nilsen (sie trägt all ihre Vornamen mit Stolz) über die Jahre verfolgt haben, ist diese Leistung keine Überraschung. Sie hatte schon immer das gewisse Extra, diesen undefinierbaren «Killerinstinkt», der gute Athleten von Weltstars unterscheidet. Aber der Weg hierher war alles andere als einfach.
Von Freudentränen zu Silbertränen
Wir müssen zu den letzten Paralympics zurückgehen, als Vilde zum ersten Mal ganz oben auf dem Podest stand. Damals flossen die Tränen – nicht nur der Erleichterung, sondern auch aus einem enormen Stolz, das Ziel erreicht zu haben, auf das sie seit ihrer Kindheit hingearbeitet hatte. «So unglaublich grossartig», sagte die gerührte Vilde Alida Nilsen (sie hat mehrere Zwischennamen, aber was man lieb hat, hat viele Namen) damals zu der Pressedame, die sie in der Mixed Zone traf. Dieser Moment gilt noch immer als einer der stärksten in der Geschichte des norwegischen Paraskilanglaufs.
Jetzt, zwei Jahre später, gibt es neue Tränen – aber von einer anderen Art. Silber ist natürlich eine Meisterleistung, von der die meisten nur träumen können, aber für jemanden wie Vilde, die immer nach dem Höchsten strebt, fühlt es sich im Moment leer an. Gleichzeitig wissen wir, dass diese Enttäuschung in pure, brennende Motivation umgewandelt wird.
- Paralympics 2022: Gold über 15 km, Silber im Sprint.
- FIS Nordic World Ski Championships 2025: Zweimal Silber und einmal Bronze in Trondheim.
- Paralympics 2026: Silber über 10 km (vorläufig) – und mindestens noch eine Distanz steht aus.
Der Blick richtet sich auf die WM 2025 und die Zukunft
Für alle, die es wissen wollen: Vilde Nilsen @ FIS Nordic World Ski Championships 2025 war ein Kapitel für sich. Bei ihrem Heimspiel in Trondheim, mit Familie und Freunden auf der Tribüne, lieferte sie ab und holte zweimal Silber und einmal Bronze. Dort zeigte sie wirklich, dass sie dem Druck standhalten kann, dass sie im Sturm bestehen und trotzdem liefern kann. Und genau diese Erfahrung nimmt sie mit in den Rest der Paralympics – und in ihre weitere Karriere.
Jetzt warten neue Strecken, neue Chancen. Vilde Nilsen hat bereits bewiesen, dass sie eine unserer grössten Wintersportlerinnen ist, unabhängig von einer Behinderung. Und während sie da im Schnee steht, mit der Silbermedaille um den Hals und dem Blick auf den bevorstehenden Goldkampf gerichtet, ist es unmöglich, sich nicht mitreissen zu lassen. Denn das ist echte Siegermentalität – echter, norwegischer Kampfgeist.
Wir drücken dir weiterhin die Daumen, Vilde!