Streit um die SRF-Sendung „Landfrauenküche“: Ist das etwa Diskriminierung?
Stellt euch vor: Ihr schaltet gemütlich das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) ein, Füße hoch, Feierabend. Ihr wollt eigentlich nur abschalten – und dann knallt's aus heiterem Himmel. Diesmal hat es die „Landfrauenküche“ erwischt, dieses pure Bullerbü-Gefühl. Eine offizielle Beschwerde liegt auf dem Tisch, und der Vorwurf wiegt schwer: Die Sendung diskriminiere Männer. Ja, richtig gelesen. In Zeiten, in denen alle über Gendern und Gerechtigkeit reden, soll eine Kochshow mit Bäuerinnen jetzt also das falsche Klischee bedienen?
Ein bewährtes Rezept – nur plötzlich zu einseitig?
Die „Landfrauenküche“ ist ja eigentlich ein Renner. Frauen vom Land zeigen, was sie auf den Herd stellen, erzählen von ihren Höfen, ihren Familien, ihren ganz eigenen Geschichten. Es ist bodenständig, authentisch, so richtig schweizerisch eben. Und genau da setzt die Kritik an: Warum dürfen da nur Frauen mitkochen? Ein Einsender der Beschwerde wittert einen Verstoß gegen das Gleichstellungsgesetz und will die Sendung einklagen. Die Redaktion vom SRF hingegen winkt gelassen ab: Das Format lebe nun mal von der Perspektive der Bäuerinnen, das sei kein Ausschluss, sondern eine Spezialisierung. Männer kämen in anderen Formaten mehr als genug vor. Punkt, aus, Ende der Durchsage.
Vom Herd in die Welt: Was sonst noch läuft beim SRF
Während also hinter den Kulissen von Radio SRF 1 und Radio SRF 3 über Kochtöpfe und Paragrafen diskutiert wird, läuft der Laden anderswo gewohnt rund. SRF Meteo liefert wie immer verlässliche Prognosen – praktisch, wenn man in Deutschland wissen will, ob's im Nachbarland bald schneit, bevor man die Ski einpackt. Und wer die ganze Aufregung um die „Landfrauenküche“ verpasst hat, kann die Folge ganz entspannt auf Play SRF nachholen. Dank Streaming.
Aber das Schweizer Radio und Fernsehen wäre nicht das SRF, wenn es nur um Kulinarik und Geschlechterdebatten ginge. Während hierzulande über die Sendung diskutiert wird, produzieren sie im Hauptstadtstudio auch die Nachrichten. Und da geht's dann plötzlich um ganz andere Kaliber: Donald Trump etwa, der mal wieder die Rüstungsindustrie auf Trab bringt und die Produktion hochfahren lässt. Solche internationalen Stories landen dann fein aufbereitet bei uns im Wohnzimmer – ob man will oder nicht. Vom Bauernhof bis ins Weiße Haus ist es manchmal nur ein Knopfdruck entfernt.
Was lernen wir daraus? Eine kleine Bestandsaufnahme
Vielleicht ist die ganze Aufregung ja ein gutes Zeichen. Sie zeigt, dass wir sensibel geworden sind, was Gleichberechtigung angeht. Ob die „Landfrauenküche“ wirklich Männer diskriminiert? Ich bin gespannt, wie die Beschwerde ausgeht. Bis dahin gilt: Einschalten, sich selbst eine Meinung bilden – und vielleicht einfach mal die SRF-Programmvielfalt genießen. Vom Herd der Nation bis zum Wetterbericht ist für jeden was dabei.
- SRF Meteo: Euer verlässlicher Blick aufs Wetter – auch wenn's mal stürmisch wird in der Debatte.
- Radio SRF 1: Der Wohlfühl-Sender für alle, die's klassisch mögen.
- Radio SRF 3: Für die, die etwas mehr Dampf brauchen.
- Play SRF: Die Rettungsinsel für alle, die was verpasst haben – inklusive „Landfrauenküche“-Folgen.
Bleibt nur eines zu sagen: Lasst euch von der Diskussion nicht den Appetit verderben. Die „Landfrauenküche“ bleibt, was sie ist – ein Stück Schweiz auf dem Teller. Und wenn's den Männern nicht schmeckt, gibt's ja zum Glück noch jede Menge andere SRF-Kanäle. Oder sie kochen einfach selbst – vielleicht entsteht ja bald die „Landwirte-Küche“. Träumen darf man ja wohl noch.