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Zoff um die SRF-„Landfrauenküche“: Darf's ein bisserl Diskriminierung sein?

Medien ✍️ Lukas Wagner 🕒 2026-03-08 10:08 🔥 Aufrufe: 4

Stellt's euch vor: Ihr schaltet gemütlich das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) ein, die Füße hoch, Feierabend. Ihr wollt eigentlich nur abschalten – und dann knallt's aus heiterem Himmel. Diesmal hat's die „Landfrauenküche“ erwischt, dieses Bullerbü-Feeling pur. Eine offizielle Beschwerde liegt auf dem Tisch, und der Vorwurf wiegt schwer: Die Sendung diskriminiere Männer. Ja, richtig gelesen. In Zeiten, in denen alle über Gendern und Gerechtigkeit reden, soll eine Kochshow mit Bäuerinnen jetzt das falsche Klischee bedienen?

SRF Landfrauenküche sorgt für Diskussionen

Ein bewährtes Rezept – nur plötzlich zu einseitig?

Die „Landfrauenküche“ ist ja eigentlich ein Renner. Frauen vom Land zeigen, was sie auf den Herd stellen, erzählen von ihren Höfen, ihren Familien, ihren ganz eigenen Geschichten. Es ist bodenständig, authentisch, so richtig schweizerisch halt. Und genau da hackt die Kritik ein: Wieso dürfen da nur Frauen mitkochen? Ein Einsender der Beschwerde wittert eine Verletzung des Gleichstellungsgesetzes und will die Sendung aus dem Programm klagen. Die Redaktion vom SRF hingegen winkt gelassen ab: Das Format lebe nun mal von der Perspektive der Bäuerinnen, das sei kein Ausschluss, sondern eine Spezialisierung. Männer kämen in anderen Formaten mehr als genug vor. Punkt, aus, Ende der Durchsage.

Vom Herd in die Welt: Was sonst noch läuft beim SRF

Während also hinter den Kulissen von Radio SRF 1 und Radio SRF 3 über Kochtöpfe und Paragrafen diskutiert wird, läuft der Laden anderswo gewohnt rund. SRF Meteo liefert wie immer verlässliche Prognosen – praktisch, wenn man in Österreich wissen will, ob's im Nachbarland bald schneit, bevor man die Ski einpackt. Und wer die ganze Aufregung um die „Landfrauenküche“ verpasst hat, kann die Folge ganz entspannt auf Play SRF nachholen. Streaming sei Dank.

Aber das Schweizer Radio und Fernsehen wäre nicht das SRF, wenn es nur um Kulinarik und Geschlechterdebatten ginge. Während hierzulande über die Sendung diskutiert wird, produzieren sie im Hauptstadtstudio auch die Nachrichten. Und da geht's dann plötzlich um ganz andere Kaliber: Donald Trump etwa, der mal wieder die Rüstungsindustrie auf Trab bringt und die Produktion hochfahren lässt. Solche internationalen Stories landen dann fein aufbereitet bei uns im Wohnzimmer – ob man will oder nicht. Von der Bauernstube bis ins Weiße Haus ist es manchmal nur ein Knopfdruck entfernt.

Was lernen wir daraus? Eine kleine Bestandsaufnahme

Vielleicht ist die ganze Aufregung ja ein gutes Zeichen. Sie zeigt, dass wir sensibel geworden sind, was Gleichberechtigung angeht. Ob die „Landfrauenküche“ wirklich Männer diskriminiert? Ich bin gespannt, wie die Beschwerde ausgeht. Bis dahin gilt: Einschalten, selbst eine Meinung bilden – und vielleicht einfach mal die SRF-Programmvielfalt geniessen. Vom Herd der Nation bis zum Wetterbericht ist ja für jeden was dabei.

  • SRF Meteo: Euer verlässlicher Blick aufs Wetter – auch wenn's mal stürmisch wird in der Debatte.
  • Radio SRF 1: Die Wohlfühlwelle für alle, die's klassisch mögen.
  • Radio SRF 3: Für die, die etwas mehr Dampf brauchen.
  • Play SRF: Die Rettungsinsel für alle Verpasser – inklusive „Landfrauenküche“-Folgen.

Bleibt nur eines zu sagen: Lasst euch nicht von der Diskussion den Appetit verderben. Die „Landfrauenküche“ bleibt, was sie ist – ein Stück Schweiz auf dem Teller. Und wenn's den Männern nicht schmeckt, gibt's ja zum Glück noch jede Menge andere SRF-Kanäle. Oder sie kochen einfach selbst – vielleicht entsteht ja bald die „Landmännerküche“. Man wird ja noch träumen dürfen.