Wettervorhersage: Herbst 2026 startet mit Hitze – wann der erste Kälteeinbruch kommt
Wer gleich in der ersten Herbstwoche auf erfrischende Kühle gehofft hat, muss sich noch ein wenig gedulden. Der Herbst 2026 hat am Freitag, den 20. März, offiziell begonnen, doch die Wettervorhersage für die kommenden Tage verspricht viel Hitze – ein Szenario, das sich kaum mit dem deckt, was man früher gewohnt war.
Zumindest zeigen es die aktuellsten Wetterkarten. Die Jahreszeit des fallenden Laubs beginnt mit überdurchschnittlichen Temperaturen in weiten Teilen des Landes. Erinnern Sie sich an die berühmte "Friagem", jene Kältewelle, die sich schon am Ende des Sommers ankündigte? Nun, sie hat sich vorerst zurückgezogen. Wer zum Beispiel im Südosten oder im Mittelwesten lebt, muss weiterhin mit Tagen rechnen, an denen das Thermometer mühelos über 30°C klettert – als wollte der Sommer einfach nicht weichen.
Anhaltende Hitze und unregelmäßige Regenfälle
Das Auffälligste an diesem Saisonwechsel ist die Unbeständigkeit. Die Wetter- und Klimavorhersage deutet darauf hin, dass die Niederschläge sehr ungleich verteilt sein werden. Während es im Süden und in Teilen von São Paulo in den ersten Wochen noch recht beständig regnen kann, bleibt es im Landesinneren des Nordostens und im Norden von Minas Gerais trocken. Das ist besorgniserregend, denn ein wirklich "normales" Regenmuster hat man hier schon länger nicht mehr gesehen.
Um es zu verdeutlichen: Wenn man die Vorhersagemodelle auf den Plattformen durchspielt, die wir zur Verfolgung von Wind und Luftdruck nutzen, zeigen die Szenarien ein anhaltendes atmosphärisches Blockademuster. Praktisch bedeutet das, dass eine warme Luftmasse stationär bleibt und das Eindringen jener Kaltfronten verhindert, die normalerweise den Herbst gleich zu Beginn spürbar machen.
Und die Kälte, wann kommt sie wirklich?
Die große Frage, die alle umtreibt: Wo bleibt die Kälte? Ich habe die Vorhersagemodelle verfolgt, und der Zeitpunkt zeichnet sich ab. Der erste intensive Kälteeinbruch des Herbstes – jener, der uns den dicken Mantel aus dem Schrank holen und abends gerne eine Tasse heißen Kaffee trinken lässt – wird in der ersten Aprilwoche erwartet. Genauer gesagt zwischen dem 6. und 9. des Monats.
Dann soll eine Polarluftmasse die Temperaturen im Süden des Landes stürzen und im Südosten einen enormen Temperaturschock verursachen. Aber erwartet Sie keinen allmählichen Wandel. Es sieht vielmehr so aus, dass es innerhalb weniger Stunden von fast 35°C direkt auf 15°C heruntergeht. Diese Art von abruptem Wechsel ist zwar typisch für den brasilianischen Herbst, aber in diesem Jahr könnte es besonders heftig ausfallen.
- Süden (RS, SC, PR): Besondere Vorsicht! Der Monatswechsel beginnt bereits mit einem Temperaturrückgang. Machen Sie Decken und wärmere Mäntel für die erste Aprilwoche bereit. In den Hochlandregionen kann es Bodenfrost geben.
- Südosten (SP, RJ, MG, ES): Die Vorhersage sieht vor, dass die Hitze die letzten Märztage dominiert. Die Kälte dürfte erst um den 7. oder 8. April mit voller Wucht einsetzen, begleitet von eisigem Wind.
- Mittelwesten und Nordosten: Der Wandel wird hier weniger stark ausfallen, aber die Nächte werden kühler, besonders in höheren Lagen wie der Chapada Diamantina und der Region um Brasília.
Wenn ich in all den Jahren der Beobachtung von Wetter und Klima eines gelernt habe, dann dass der brasilianische Herbst zu einer Überraschungskiste geworden ist. Nichts ist mehr wie vor zehn Jahren. Man muss die ständigen Aktualisierungen im Auge behalten, denn dieses Hin und Her von warmen und kalten Luftmassen überrascht uns immer wieder.
Daher mein Tipp: Genießen Sie das letzte Märzwochenende mit der verbleibenden Hitze, denn bald wird der kräftige Kälteeinbruch an die Tür klopfen. Und wenn er klopft, dann nicht nur, um kurz Hallo zu sagen, sondern um zu bleiben. Von gemütlichem Wetter kann da vorerst keine Rede sein – die Liebe gilt dann wohl eher der kuscheligen Decke.