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Marco Jansen: Der südafrikanische Riese, der Neuseeland im Halbfinale das Fürchten lehren will

Sport ✍️ Alex Smith 🕒 2026-03-04 16:03 🔥 Aufrufe: 2

Ein left-arm quick bowler mit einer schlenkernden Wurfbewegung – das lässt einem schon mal eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Und wenn dieser Hüne dann zum Wurf ansetzt, weiß man: Gleich gibt es was Besonderes zu sehen. Marco Jansen, das 2,03 Meter große Phänomen der Proteas, ist genau so eine Spektakel. Während sich Südafrika auf das entscheidende Halbfinale gegen Neuseeland vorbereitet, ruhen alle Augen auf dem jungen Riesen, der schnell zum Herzstück ihrer Bowling-Attacke geworden ist.

Marco Jansen im Einsatz während einer Trainingseinheit vor dem Halbfinale

Lernen vom Meister: Der Bumrah-Einfluss

Wer Jansen im letzten Jahr bowlen sah, dem ist eine subtile Entwicklung in seiner Kunst aufgefallen. Es ist nicht mehr nur die pure Geschwindigkeit oder der steile Aufprall; da ist eine neu gewonnene Kontrolle über den Yorker und eine clevere Nutzung des Anlaufs. Vor dem K.o.-Spiel ließ Jansen das Geheimnis dieser Verfeinerung durchblicken: Er hat sich unzählige Wiederholungen von Jasprit Bumrah angesehen. "Ich habe mir Jasprit Bumrahs Bowling-Wiederholungen angesehen", gab er mit einer erfrischenden Offenheit zu. Eine faszinierende Sache – ein 22-jähriger südafrikanischer Hüne, der die Mechanismen eines indischen Genies seziert, um sein eigenes Repertoire zu erweitern. Und das Ergebnis ist sichtbar. Dieser präzise Yorker, mit dem er letzte Woche England das Fürchten lehrte? Reines Bumrah, aber mit einem Schuss Highveld-Aggression.

Die Idol-Enthüllung: Ganz anders als gedacht

Jahrelang wurde von jedem jungen Quickie in Südafrika erwartet, dass er Dale Steyn zum Vorbild nimmt. Der große Meister persönlich überreichte Jansen sogar seine Test-Mütze – eine Übergabe der Fackel, die wie von den Cricket-Göttern geschrieben schien. Doch Jansen, der stets seinen eigenen Weg geht, verriet kürzlich, dass sein Kindheitsidol ein anderer ist. In einem erfrischend ehrlichen Gespräch (wie man sie aus seinen letzten Interviews kennt) nannte er einen überraschenden Namen – einen Bowler, der eher für Raffinesse als für Schwung, eher für Swing als für reine Geschwindigkeit bekannt ist. Während die genaue Identität unter Fans ein nettes Gesprächsthema ist, ist eines klar: Jansen hat sich seine eigene Philosophie zusammengestellt, indem er von den Besten lernt, ohne jemanden zu kopieren. Es ist diese Mischung aus Einflüssen – der Yorker von Bumrah, die Denkweise seines mysteriösen Idols, der natürliche Abprall von seiner eigenen Statur – die es so schwer macht, gegen ihn zu spielen.

Der volle Name, das volle Paket

Geboren als Marco Jansen van Vuren (ja, so lautet sein voller Name), vereint er eine gewisse altmodische Afrikaans-Zähigkeit mit moderner Athletik. Ob er mit seinen langen Hebeln ein paar Runs in der unteren Ordnung herausholt oder auf einem zahmen Pitch bösartigen Aufprall erzeugt – Jansen gibt den Proteas genau das gewisse Extra, das man braucht, um eine Weltmeisterschaft zu gewinnen. Und nicht zu vergessen ist sein Zusammenspiel mit Bruder Duan – wenn die beiden gemeinsam aufdrehen, ist das reines Cricket-Theater.

Was die Kiwis erwartet

Die Top-Ordnung Neuseelands um den immer noch starken Kane Williamson wird ihre Hausaufgaben gemacht haben. Aber Hausaufgaben und das Gegenübertreten eines 2 Meter großen Linkshänders, der jetzt auch noch einen Bumrah-gleichen Yorker beherrscht, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Hier ist, warum Jansen im Halbfinale den Schlüssel in der Hand hält:

  • Linkshänder-Winkel + Größe: Der Aufprall ist unangenehm, besonders für Rechtshänder. Man kann erwarten, dass er gnadenlos den Korridor der Ungewissheit anvisiert.
  • Die Gefahr mit dem neuen Ball: Wenn der Ball nur ein wenig macht, kann Jansen ihn sprechen lassen. Erinnern Sie sich an seine 5 Wickets gegen Australien im letzten Sommer?
  • Cleverness in den Todes-Overs: Dank der Bumrah-Lerneinheit hat sich seine Yorker-Ausführung massiv verbessert. Die letzten Overs werden kein Freilos mehr.
  • Kraft in der unteren Ordnung: Er ist mehr als fähig, den Ball aus dem Stadion zu schlagen, was eine ohnehin tiefe südafrikanische Batting-Reihe noch verlängert.

Am Spieltag im legendären Eden Gardens wird die Atmosphäre elektrisierend sein. Aber wundern Sie sich nicht, wenn der lauteste Jubel einem bestimmten großen Linkshänder gilt, der von der gegenüberliegenden Seite anrauscht. Marco Jansen ist nicht mehr nur ein Spieler; er ist ein Statement. Und er ist bereit, es im wichtigsten Spiel seines Lebens abzugeben.