Amy Sayer: Die Matilda, die verlorene Zeit aufholen will
Erinnern Sie sich an diesen herrlichen Winter 2019, als ganz Australien gebannt vor dem Bildschirm saß, um die Matildas spielen zu sehen? Als Sam Kerrs Chip gegen Jamaika und das Elfmeterdrama gegen Brasilien uns alle auf die Stuhlkante trieb? Nun, während wir uns Hals über Kopf in die Tillies verliebten, war eine von uns tausende Kilometer entfernt und schlug still und leise ihren eigenen Weg ein. Diese Spielerin ist Amy Sayer, und jetzt ist sie wieder im Lande, fest entschlossen, Teil des nächsten Kapitels zu sein.
Sayer reiste in die USA ab, gerade als das Matildas-Phänomen hier explodierte. Ein Stipendium an der Stanford-Universität bedeutete, dass sie die W-League gegen College-Fußball eintauschte; sie tauschte das Rampenlicht gegen lange, zermürbende Einheiten auf dem Trainingsplatz und die Disziplin des akademischen Lebens. Und ehrlich gesagt, es hat sich ausgezahlt. Sie kam nicht nur als zweifache NCAA-Meisterin aus Kalifornien zurück, sondern als eine komplettere, abgehärtetere Fußballerin.
Jetzt wieder im grün-goldenen Trikot, holt die 24-Jährige jeden verpassten Moment auf. Man sieht es in der Art, wie sie gegnerische Flügelspielerinnen jagt, in der Sicherheit ihrer Pässe und in dem breiten Grinsen in ihrem Gesicht, jedes Mal wenn sie das Trikot überstreift. „Ich habe aus der Ferne zugesehen, wie sich Australien in dieses Team verliebt hat“, sagte sie kürzlich. „Jetzt will ich Teil der Mannschaft sein, die ihnen noch mehr Grund zum Jubeln gibt.“ Und genau das tut sie.
Amys Weg dreht sich aber nicht nur um das, was auf dem Platz passiert. Nachdem sie den Druck des Spitzensports und des anspruchsvollen Studiums in Stanford gemeistert hat – wo sie der Cardinal (Anm.: Spitzname der Stanford-Sportteams) zu einem NCAA-Titel verhalf – ist sie zu einer lautstarken Fürsprecherin für psychisches Wohlbefinden geworden. Abseits des Feldes engagiert sie sich stark für Anliegen wie die Unterstützung der psychischen Gesundheit von Personal an Ihrer Schule, im Verständnis dafür, dass ein gesundes Umfeld neben dem Platz genauso entscheidend ist wie die Taktik darauf. Es ist diese Mischung aus Kampfgeist und Einfühlungsvermögen, die sie zu einer so fesselnden Persönlichkeit macht.
Schauen wir uns an, was Amy Sayer zu einer der interessantesten Spielerinnen im aktuellen Kader macht:
- Früher Start: Mit nur 15 Jahren gab sie ihr Debüt für Canberra United in der W-League und zeigte von Anfang an ihr außergewöhnliches Talent.
- College-Ruhm: Gewann mit dem Stanford Cardinal zwei aufeinanderfolgende NCAA-Meisterschaften und spielte gegen und mit einigen der besten Nachwuchstalente der Welt.
- Internationales Comeback: 2022 eroberte sie sich endgültig einen Platz im A-Kader der Matildas und hat seitdem nicht mehr zurückgeschaut – sie bringt Stabilität und Spielkultur ins Mittelfeld.
- Wirkung abseits des Platzes: Setzt sich aktiv für Initiativen zur psychischen Gesundheit ein, mit besonderem Fokus auf die Unterstützung von Personal und Schülern im Bildungsumfeld.
Jetzt, wo sich die Matildas auf die nächste Weltmeisterschaft im eigenen Land vorbereiten, sind alle Augen auf Amy Sayer gerichtet. Sie ist nicht länger diejenige, die aus der Ferne zusieht. Sie ist mittendrin, gibt in jedem Zweikampf, jedem Lauf, jedem Moment alles. Und ehrlich? Das wird auch langsam Zeit. Dies ist eine Spielerin, die im Schmelztiegel des amerikanischen College-Fußballs gehärtet wurde und jetzt bereit ist, die internationale Bühne zu erhellen. Merken Sie sich ihren Namen, denn das ist erst der Anfang.