Startseite > Sport > Artikel

Marcel Sabitzer: Das „Röck“-Comeback und das Leipzig-Trikot, das jeder haben will

Sport ✍️ Peter Gruber 🕒 2026-03-27 20:36 🔥 Aufrufe: 2

Am Samstag war es endlich wieder so weit. Da stand er, Marcel Sabitzer, im Trikot von Borussia Dortmund, drehte seine Runden im ausverkauften Happel-Stadion – und machte gegen Austria Wien nicht nur ein starkes Spiel, sondern lieferte mit dem 2:2 quasi im Alleingang die Antwort auf all das Gerede der letzten Wochen. 85. Minute, Freistoß aus gefühlten 25 Metern, der Ball schlägt im Kreuzeck ein. So einen muss man erstmal machen. Da steckt auch immer eine Botschaft drin: „Leute, ich bin noch da.“

Marcel Sabitzer im Spiel für Borussia Dortmund

Für uns Österreicher ist der Marcel ja nicht erst seit diesem Sonntag ein Begriff. Ich sag nur: Marcel Sabitzer in der österreichischen Nationalmannschaft – das war über Jahre hinweg die Lebensversicherung. Aber was mir gestern im Gespräch mit ein paar alten Kumpels aufgefallen ist: Genauso sehr wie auf den Moment, wenn er wieder im ÖFB-Dress aufläuft, fiebern viele einem ganz bestimmten Stück Stoff entgegen. Ich red vom Marcel Sabitzer Leipzig Trainingstrikot. Klingt verrückt, oder? Ist es aber nicht.

Die Leipziger Seele und ein Trikot als Statussymbol

Wer damals in der Red-Bull-Arena war, als er mit Leipzig durch die Champions League marschiert ist, der weiß, was das für eine Ära war. Sabitzer war da nicht irgendein Spieler. Er war der Kapitän, der die Bude vollgemacht hat, der die Emotionen auf den Platz gebracht hat. Und genau dieses Leipziger Trainingstrikot aus jener Zeit – meistens das dunkelblaue mit dem roten Akzent – ist jetzt plötzlich wieder extrem gefragt. Ich hab letztens einen jungen Burschen am Westbahnhof gesehen, der genau das Teil anhatte. Kein Retro-Trikot, kein offizielles Spielshirt, sondern genau dieses Trainingsgewand. Das ist nicht nur Nostalgie, das ist ein Statement. Das sagt: „Ich war dabei, als der Sabo hier den Laden geschmissen hat.“

  • Emotionale Bindung: Sabitzer stand in Leipzig für Führung und Leidenschaft – Eigenschaften, die uns hierzulande einfach beeindrucken.
  • Seltene Ware: Genau diese Trainingstrikots von damals sind schwer zu kriegen, was den Reiz noch erhöht.
  • Der Status: Wer es trägt, zeigt nicht nur, dass er Fan ist, sondern auch, dass er die europäische Fußballkultur wirklich versteht.

Zurück in die Heimat? Ein Gedankenspiel

Natürlich geistern jedes Mal, wenn ein Österreicher im Ausland so einen Lauf hat, die Gerüchte durchs Land. Und klar, Marcel Sabitzer wird in den nächsten Jahren nicht für Rapid oder die Austria auflaufen, das ist realitätsfern. Aber dieser unbändige Wille, den er gegen die Veilchen gezeigt hat, der ist typisch österreichisch. Dieses „Sich unterbuttern lassen und dann wieder aufstehen“ – das steckt in seiner DNA. Ich kann mich noch gut an eine Szene im Interview erinnern, als er mal gefragt wurde, ob er sich einen Wechsel zurück in die Bundesliga vorstellen könnte. Da hat er nicht nein gesagt, er hat gelächelt. Und dieses Lächeln, das war nicht abwertend. Das war eher so ein „Man weiß ja nie“-Lächeln.

Aktuell läuft es bei ihm in Dortmund wieder rund. Er hat einen Stammplatz, er trifft, und – was fast noch wichtiger ist – er hat diesen Biss wieder. Den Biss, der ihn damals in Leipzig zum Marcel Sabitzer gemacht hat, den wir alle so verehren. Er hat sich in einer schwierigen Phase durchgebissen, hat sich den Kritikern gestellt. So wie man es von einem echten Führungsspieler erwartet.

Für mich ist die Sache klar: Egal, ob im schwarz-gelben Trikot, im weißen ÖFB-Dress oder in diesem legendären Marcel Sabitzer Leipzig Trainingstrikot – der Marcel ist einer von uns. Einer, der sich den Arsch aufreißt. Und wenn er so weitermacht, dann werden wir im Sommer noch viel Freude mit ihm haben. Ich würd mir nur wünschen, dass er sich diesen einen Freistoß aus der 85. Minute für die WM aufhebt. Da wär er richtig gut aufgehoben.