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Influencer Javier Arias, alias 'Stunt', mit Waffenarsenal in seiner Wohnung festgenommen: Die Luxusverlosungen, die ein dunkles Geheimverbargen

Nachrichten ✍️ Javier Moreno 🕒 2026-03-13 13:05 🔥 Aufrufe: 1
Javier Arias Stunt, in Antioquia festgenommener Influencer

Schön blöd aus der Wäsche geschaut haben dürften die Follower von Javier Arias, in den sozialen Medien besser bekannt als 'Stunt', als sein Name diese Woche aus einem Grund in allen Schlagzeilen auftauchte, der so gar nichts mit Luxusautos und Millionenverlosungen zu tun hatte. Der Influencer, der viral gegangen war, weil er einen Cybertruck bis in die Gemeinde Necoclí in Antioquia gefahren hatte, wurde von den kolumbianischen Behörden festgenommen, nachdem seine Wohnung durchsucht worden war. Was sie dort fanden, hatte rein gar nichts mit den Preisen seiner Verlosungen zu tun: ein regelrechtes Waffen- und Munitionsarsenal. In den Fluren der Staatsanwaltschaft munkelt man bereits, dass dieser Fall ein viel größeres Netzwerk ans Licht bringen könnte, als es den Anschein hat.

Von Traumverlosungen hinter Gittern

Bis vor ein paar Tagen galt Javier Arias noch als das Paradebeispiel eines Influencers, der es geschafft hatte, mit seinen berühmten Luxusverlosungen ein Vermögen zu machen. In seinen Instagram-Lives präsentierte er hochwertige Autos, dicke Bündel Geldscheine und ein Traumleben, das tausende Teilnehmer anzog, die bereit waren, für eine Losnummer zu zahlen, in der Hoffnung, ein Fahrzeug im Wert von mehreren Hundert Millionen Pesos zu gewinnen. Sein Meisterstück war die Ankündigung der Verlosung eines Cybertrucks, den er dann an den Stränden von Necoclí präsentierte – an einem Ort, an dem so ein Gefährt noch nie zuvor gesehen worden war. Dieser Coup brachte ihm noch mehr Ruhm und vor allem noch mehr Follower ein.

Aber genau das Leben, das er auf dem Bildschirm zeigte, wird ihm jetzt zum Verhängnis. Nach tagelangen Ermittlungen, von denen interne Quellen berichten, stürmte die Polizei von Antioquia sein Anwesen und machte einen Fund, den sich nicht einmal seine treuesten Fans hätten vorstellen können. Weit weg von Scheinwerfern und Kameras verbarg sich in Arias' Zuhause ein kleines Waffenlager. Gerüchten aus höheren Polizeikreisen zufolge hatte man ihn schon länger im Visier, aber der Fund übertraf alle Erwartungen.

Was fand man in seinem Haus?

Das Ergebnis der Razzia ließ keine Zweifel offen, wie eingeweihte Kreise bestätigen. Die Beamten beschlagnahmten ein wahres Arsenal, das Folgendes umfasste:

  • Schwere Waffen, darunter Pistolen und Gewehre, die eigentlich den Streitkräften vorbehalten sind – das hat alle Alarmglocken schrillen lassen.
  • Hunderte von Munitionsstücken verschiedener Kaliber, einsatzbereit – was darauf hindeutet, dass es sich nicht um eine harmlose Sammlung handelte.
  • Mehrere Magazine und taktisches Zubehör für die Waffen, teilweise aus dem Ausland stammend.
  • Dokumente und Material, das nun Teil der Ermittlungen ist, um die Herkunft der Waffen und mögliche Verbindungen zu illegalen Gruppen zu klären.

Die Nachricht ist in der Influencer-Szene wie eine Bombe eingeschlagen. Alle schauen jetzt ganz genau auf den Fall Arias. In den sozialen Netzwerken überschlagen sich die Kommentare: Manche sprechen von einem ungewollten Deep Dive in sein Privatleben, andere scherzen, der einzige Leitfaden, dem er hätte folgen sollen, wäre gewesen, wie man nicht hinter Gittern landet. Die Frage, die sich viele stellen: Wie ist das Image eines Influencers zu retten, der Luxus bewarb und nun mit Waffenhandel in Verbindung gebracht wird? Die Antwort darauf schreibt derzeit die Justiz.

Das Verlosungsgeschäft unter Verdacht

Was wie ein Bombengeschäft aussah – Lose für High-End-Autos verkaufen – steht nun im Fokus der Ermittlungen. Die Behörden prüfen, ob hinter den Verlosungen von Javier Arias möglicherweise ein Netzwerk zur Geldwäsche oder schlimmer noch, zur Finanzierung illegaler Gruppen steckt. Allein die Tatsache, dass ein Influencer mit einer derartigen Reichweite es schaffte, einen Cybertruck in eine Gegend wie Necoclí zu bewegen, wo die Präsenz bewaffneter Gruppen kein Geheimnis ist, hat sämtliche Alarmglocken schrillen lassen. Eine Führungskraft der Sicherheitskräfte in Antioquia ließ durchblicken, "das sei nur die Spitze des Eisbergs".

Vorerst bleibt Arias in Untersuchungshaft, bis über seine rechtliche Situation entschieden wird. Auf seinen Social-Media-Kanälen, auf denen er sonst für seine Verlosungen warb, herrscht Funkstille. In der Zwischenzeit fragen sich seine Anhänger – und auch seine Kritzer – unentwegt: War wirklich alles so echt, wie es schien, oder hatte der gezeigte Luxus seinen Preis, den er nun vielleicht hinter Gittern bezahlen muss?

Klar ist, dass die Geschichte von Javier Arias 'Stunt' zu einer Fallstudie über die Gefahren geworden ist, alles zu glauben, was man auf dem Bildschirm sieht. Und sie ist auch eine Warnung an alle: In der Welt der Influencer ist nicht alles Gold, was glänzt, und manchmal ist die gefährlichste Waffe nicht die, die in der Schublade versteckt ist, sondern die, die schamlos in den sozialen Medien zur Schau gestellt wird.