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Ismail Atalan im Review: So tickt der WAC-Trainer im Abstiegskampf 2026

Sport ✍️ Klaus Hofer 🕒 2026-04-06 18:33 🔥 Aufrufe: 1
Ismail Atalan im Portrait

Wenn am Samstag im Tivoli der Ball rollt, geht es für den WAC um alles – und für einen Mann steht noch mehr auf dem Spiel: Ismail Atalan. Die Luft in Wolfsberg ist dünn, verdammt dünn. Nach gefühlten Ewigkeiten ohne Dreier und einem Punktepolster, das Richtung Tabellenkeller immer kleiner wird, fragen sich alle: Wie soll das noch gutgehen? Ich sag's euch, wie es ist: Atalan steht vor dem Endspiel seiner jungen Karriere in Kärnten.

Ein Review der bitteren Wahrheit

Reden wir Klartext. Wer sich die nackten Zahlen ansieht, dem wird schlecht. Seit Ismail Atalan beim Cupsieger das Ruder übernommen hat, läuft es alles andere als rund. Nur ein einziger Sieg aus den letzten Pflichtspielen – das ist eine Bilanz, die normalerweise sofort die Trainerentlassung zur Folge hätte. Es hat gehakt, wo es nur haken kann: dumme Platzverweise, VAR-Entscheidungen, die auf die Nerven gehen, und ein Angriffsspiel, das einfach nicht zündet.

Präsident Dietmar Riegler hat sich zuletzt bedeckt gehalten, festnageln ließ er sich nicht. Klar, kennt man aus der Lavanttal-Arena: Die Bosse schauen ganz genau hin. Nach dem mageren 1:1 gegen Altach war das Beben fast da, aber die Mannschaft hat zumindest Moral gezeigt. Riegler sagte danach sinngemäß: Der Draht zur Mannschaft ist noch da.

Ein Leitfaden: Wie findet Atalan die Kurve?

Gut möglich, dass Atalan noch ein paar Trümpfe im Ärmel hat. Wer genau hinsieht, merkt, dass das Team noch nicht komplett abgeschrieben hat. Aber wie nutzt man diesen Funken? Hier mein Leitfaden, wie der Trainer den Turnaround schafft:

  • Die Psyche ist King: Das Selbstvertrauen ist im Keller. Atalan muss jetzt der reine Motivator sein. Keine komplizierte Taktik, sondern klare Ansagen: "Wir hauen alles rein, Jungs!"
  • Ngankam von Beginn an: Die Leihe aus Frankfurt hat Biss. Wenn er fit ist, gehört er in die Startelf. Er ist dieser Stürmer-Typ, der den Ball vor dem Tor nicht mit Samthandschuhen anfasst, sondern reinhaut.
  • Stabilität statt Risiko: Die Fans wollen spektakulären Fußball sehen, aber jetzt zählt nur Beton an die Wand. Zu Null spielen, dann fällt irgendwann das Tor.

Die große Frage: Fliegt er oder bleibt er?

Für Außenstehende ist das wie eine schwarze Serie. Der Verein hat ja bewiesen, dass er solche Phasen übersteht – man denkt an die großen Zeiten mit früheren Trainern. Aber Atalan hat den schwersten Job der Liga. Die Gerüchteküche brodelt, die "Wie setze ich Ismail Atalan richtig ein?"-Diskussionen laufen heiß in jeder Redaktion.

Verglichen mit seiner Zeit in Kapfenberg, wo er als Talenteschmied gefeiert wurde, ist der Druck hier eine andere Hausnummer. In Wolfsberg zählt nicht die Entwicklung von Teenagern, sondern der Punkt für den Klassenerhalt. Wenn es nach der Länderspielpause nicht sofort klingelt, wird es brutal eng. Die Spiele gegen die direkte Konkurrenz werden jetzt zu echten Endspielen – eines davon steigt ja schon am 4. April gegen die WSG Tirol.

Atalan muss liefern. Die Fans haben Verständnis, aber Geduld ist im Abstiegskampf ein Luxusgut. Wenn er die Mannschaft jetzt nochmal wachrüttelt, kann er der Held der Saison werden. Wenn nicht, war's das mit dem Bundesliga-Abenteuer in Kärnten. Ich drück ihm die Daumen – aber der Fußball ist gnadenlos.