Giverny: Dieses Wochenende abtauchen in Monets Gärten und die Highlights im Musée des impressionnismes
Es gibt Orte, die uns mit den ersten Sonnenstrahlen daran erinnern, warum wir die Normandie so lieben. Giverny ist einer davon. Dieses kleine Dorf im Pays d’Eure kenne ich wie meine Westentasche, und ich kann euch sagen: Jetzt, genau in dem Moment, in dem die Obstbäume in voller Blütenpracht stehen, ist die beste Zeit, um hier vorbeizuschauen. Das Anwesen und die Gärten von Claude Monet haben für die Saison wieder geöffnet, und in diesem Jahr ist der Besuch gleich doppelt lohnenswert.
Monet, wie ihr ihn noch nie im Musée des impressionnismes gesehen habt
Das Musée des impressionnismes Giverny, nur einen Steinwurf von Monets Anwesen entfernt, hat gerade eine Ausstellung eröffnet, die für Gesprächsstoff sorgen wird. Wir alle kennen den Meister der Seerosen, aber diesmal hatten sie eine geniale Idee: Sie lassen uns in die Zeit seiner ersten Jahre in der Eure zurückreisen, als er das Licht hier entdeckte – kurz bevor er mit den großen Serien begann, die wir heute kennen. Insider verraten mir, dass die Inszenierung meisterhaft gelungen ist. Hier werden Werke gezeigt, die man in der Region sonst selten zu Gesicht bekommt, und das in einem Ausstellungskonzept, das euch direkt in das Gefühl versetzt, durch sein Atelierfenster zu blicken. Wer glaubt, schon alles über die Geschichte des Impressionismus zu wissen, wird hier eines Besseren belehrt.
Der Garten des Künstlers – ein Schauspiel, das jeden Frühling neu erblüht
Der Höhepunkt des Besuchs ist natürlich das Anwesen selbst. Le Jardin de l’artiste à Giverny ist mehr als nur ein Garten – es ist ein lebendiges Kunstwerk. Und zurzeit erlebt man hier das große Erwachen. Tulpen sprießen in voller Pracht, die Glyzinien beginnen, sich wie ein Wasserfall über die berühmte japanische Brücke zu ergießen, und die blühenden Apfelbäume verleihen dem Ganzen eine fast unwirkliche, idyllische Atmosphäre. Monets Haus mit seinem Atelier und der ikonischen gelben Küche ist natürlich auch zugänglich. Mein Tipp: Kommt früh am Morgen. Dann habt ihr das perfekte Licht für Fotos und könnt vor allem den Vogelgesang genießen, bevor der Trubel der Besuchergruppen beginnt.
Damit euer Ausflug perfekt wird, solltet ihr drei Dinge beachten:
- Die magische Zeit: Plant euren Besuch in den Gärten am besten zwischen 9:30 und 10:30 Uhr ein. Die Massen strömen meist nach 11 Uhr herein – besonders am Osterwochenende.
- Die Shopping-Strategie: Nur wenige Kilometer entfernt ist das Center McArthurGlen Paris-Giverny der ideale Ort für eine Mittagspause oder eine Shoppingrunde am Ende eurer Tour, vor allem wenn das Wetter etwas unbeständig ist.
- Der perfekte Abschluss: Beendet den Tag im Musée des impressionnismes. Das Licht ist dort am späten Nachmittag wunderschön, und es ist die ideale Gelegenheit, bei einem Glas Wein auf der Terrasse zu verweilen, bevor es wieder nach Hause geht.
Warum dieses Wochenende der perfekte Zeitpunkt ist
In den Osterferien gibt es in Frankreich viele Möglichkeiten für besondere Ausflüge, aber Giverny ist eine Institution, die sich jedes Jahr neu erfindet. Die Region rechnet dieses Wochenende mit einem großen Ansturm – zu Recht: Das Wetter soll mild werden, und die ersten Mohnblumen zeigen zaghaft ihre Köpfe in den Feldern rund um das Dorf. Das ist die perfekte Kulisse für einen Spaziergang zwischen Kunstgeschichte und den einfachen Freuden der normannischen Landschaft. Wenn ihr also noch zögert, euch auf den Weg zu machen, dann sagt mir euch ganz offen: Der rote Teppich ist ausgerollt, die Gärten sind in voller Pracht, und die Ausstellungen sind von einer Qualität, die man selten sieht. Jetzt müsst ihr nur noch in den Zug steigen oder ins Auto setzen.