'Entre tierras' kehrt zurück: Die zweite Staffel startet diesen Sonntag auf Atresplayer mit mehr Wind und Drama
Das Festival von Málaga war der perfekte Rahmen für die Schauspieler und das Team von 'Entre tierras', um ihre besten Gewänder auszuführen und uns zu verraten, worum es in der neuen Staffel geht. Und nein, erwartet kein Happy End mit Lavendel- und Mohnfeldern. Wenn eines bei der Präsentation klar wurde, dann dass 'Entre dos tierras' (wie wir Eingeweihten sie auch nennen) die Figuren an den Rand des Abgrunds bringen wird. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Málaga ergibt sich dem Nordwind
Über den roten Teppich des Festivals in Málaga schritten Megan Montaner und Rodolfo Sancho, die Zugpferde dieser Fiction, zusammen mit dem restlichen Cast. Dort ließen sie so manche Andeutung fallen, was uns erwartet. Und Vorsicht, das kommt mit einer Warnung an alle Seefahrer: Sie stellten klar, dass das Land, das wir so oft idealisieren, eine weitere Figur ist – und zwar eine verdammt harte. "Das Land ist ein sehr rauer Ort", ließ Megan mit diesem Blick von ihr verlauten, der einen sofort in Alarmbereitschaft versetzt. Sprich: Der Nordwind weht in dieser Geschichte ganz bestimmt niemandem in den Rücken.
Was mir an ihren Ausführungen am meisten aufgefallen ist, ist, wie sie es geschafft haben, die Essenz der ersten Staffel zu bewahren, aber die Messlatte höher zu legen. Die Serie, die bereits an diesem Sonntag auf Atresplayer anläuft, verspricht, das Publikum zu fesseln mit dieser Mischung aus Familiengeheimnissen, unmöglichen Liebschaften und dem Kampf, nicht von der Erde verschlungen zu werden, die einen geboren hat. Denn letztendlich geht es bei Entre tierras genau darum: Menschen, die gefangen sind zwischen dem, was sie wollen und dem, was sie sollen, zwischen Liebe und Groll, zwischen Gehen oder Bleiben und Verrotten.
Was erwartet uns in der neuen Staffel?
Wenn du zu denen gehörst, die nach dem Ende der ersten Staffel mehr wollten, mach dich gefasst. Die Schauspieler ließen in Málaga mehrere Hinweise fallen, und ich, die ich auf solche Details achte, habe meine ganz persönliche Liste dessen erstellt, was kommt:
- Mehr narrative Spannung: Die Konflikte, die scheinbar beigelegt waren, brechen mit neuer Wucht wieder auf. Was wie verbrannte Erde schien, entflammt erneut.
- Figuren am Limit: Wir werden unsere Protagonisten Entscheidungen treffen sehen, die moralisch fragwürdig sind. Niemand bleibt verschont.
- Die Landschaft als Henker: Die Härte der ländlichen Umgebung wird betont. Sie ist nicht nur eine hübsche Kulisse, sondern der Richter, der über die Figuren das Urteil fällt.
- Liebe und Hass zu gleichen Teilen: Die Beziehungen versprechen ein Schlachtfeld zu werden. Ihr wisst schon, dieses Sich-Lieben-und-nicht-zusammen-sein-Können, aber mit viel mehr Bösartigkeit.
Rodolfo Sancho, der weiß, wie man in die Haut komplexer Typen schlüpft, deutete an, dass Entre dos tierras in dieser Staffel düsterer, schonungsloser wird. Und das ergibt durchaus Sinn. Wenn man in einer Dürrelandschaft mit dem Feuer spielt, werden am Ende alle verbrannt sein. Das Gute ist: Wir werden vom Sofa aus die Flammen genießen.
Also dann – ihr wisst Bescheid. Diesen Sonntag, Pflichttermin auf Atresplayer. Ich habe bereits das Abendessen vorbereitet und das Handy in den Flugmodus versetzt, damit mich nichts und niemand unterbricht. Denn Serien wie Entre tierras, die nach feuchter Erde und Tragödie riechen, gibt's nicht alle Tage. Und schon gar nicht mit dieser grandiosen Besetzung.