Dakota Fanning in „All Her Fault“ kaum wiederzuerkennen – und ihre nächsten Schritte sind noch kühner
Seien wir mal ehrlich: Dakota Fanning ist schon so lange im Geschäft, dass man leicht vergisst, dass sie erst 32 ist. Aber mit dem neuen Psycho-Thriller All Her Fault, der einem direkt in die Magengrube fährt, hat die ehemalige Kinderstar gerade allen gezeigt, warum sie eine der furchtlosesten Schauspielerinnen ihrer Generation ist. Und mal ehrlich? Das ist erst die Ouvertüre.
Die Serie – die bereits heiße Diskussionen über das Finale ausgelöst hat – stellt Fanning in den Mittelpunkt: eine Mutter, deren perfektes Vorstadtleben auf die verstörendste Art und Weise aus den Fugen gerät. Eine Rolle, an der kleinere Talente scheitern würden, doch sie navigiert mit einer gelebten Intensität durch Paranoia und Wut, dass es einem unter die Haut geht. Wenn man sie nur aus War of the Worlds oder dem Twilight-Saga kennt, ist man auf dieses Ding nicht vorbereitet. Sie ist voll in Gone Girl-Gefilde abgetaucht – und ich liebe jede Sekunde davon.
Von „Hounddog“ zum Kultstatus
Fanning hat nie auf Nummer sicher gespielt. Schon 2007 ging sie ein Karriererisiko ein, das die meisten Kinderstars mit der Kneifzange nicht angefasst hätten: Hounddog. Das Independent-Drama mit einer drastischen Gewaltszene wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen verrissen – noch bevor es die meisten überhaupt gesehen hatten. Aber wissen Sie was? Zwei Jahrzehnte später wird diese Leistung endlich gewürdigt. Sie ist roh, unbequem und absolut furchtlos. Und sie gab die Blaupause für alles, was danach kam: Rollen wählen, die einem Angst machen, nicht solche, bei denen man gut aussieht.
Dieses furchtlose Erbe durchzieht All Her Fault. Und genau das macht ihre kommenden Projekte so unglaublich spannend.
Was kommt als Nächstes? Drei Projekte, die ihr kennen müsst
Hier ein kurzer Überblick, was Dakota Fanning nach diesem Thriller noch geplant hat:
- The Griffin Sisters‘ Greatest Hits – Ein Herzensprojekt, bei dem sie produziert und die Hauptrolle in einer musikgetriebenen Dramedy spielt: ein fiktives Geschwisterduo auf Tour zwischen Ruhm, Verrat und einer Reunion-Show. Wie A Star Is Born trifft Das Eltern-Trauma (die gute Version), aber mit deutlich mehr Biss.
- The Watchers: A Spine-chilling Gothic Horror Novel – Sie hat gerade für die Adaption dieses Bestsellers unterschrieben. Die Geschichte folgt einer Frau, die in einem abgelegenen irischen Wald gefangen ist – mit Kreaturen, die sich nur bewegen, wenn man blinzelt. Gothic, klaustrophobisch und herrlich schräg – das könnte ihre verstörendste Performance seit Hounddog werden.
- Eine unbetitelte Miniserie – Gerüchten zufolge ist sie an einem geheimen Projekt eines großen Streamers beteiligt, mit einer Besetzung, die euch die Kinnlade runterklappen lässt. Die Produktion startet später dieses Jahr.
Und vergesst nicht: All Her Fault ist nur das Aufwärmen. Das Hauptprogramm kommt noch.
Warum 2026 das Jahr von Dakota Fanning wird
Schauen wir mal: Wir haben gesehen, wie Kinderstars ausgebrannt sind. Wir haben gesehen, wie sie ins Rom-Com-Fach abwanderten oder ganz verschwanden. Aber Dakota Fanning hat etwas viel Seltenes geschafft: Sie ist nahtlos in eine Karriere als Charakterdarstellerin hineingewachsen, ohne ihr Star-Potenzial zu verlieren. All Her Fault beweist, dass sie einen verstrickten Thriller allein tragen kann. The Griffin Sisters‘ Greatest Hits wird ihr Spektrum zeigen. Und The Watchers? Genau so ein Herzensprojekt bringt Preisjuryins Schweiß.
Also ja: Schaut euch All Her Fault dieses Wochenende an. Aber tut es mit dem Wissen, dass ihr einer Schauspielerin zuseht, die gerade erst so richtig in Fahrt kommt.