Chloe Ferry erwachsen: Die wahre Geschichte hinter den Schlagzeilen, missglückten OPs und Wayne Lineker
Wer in letzter Zeit einen Blick in die Klatschpresse geworfen hat, dem ist eine wiederkehrende Schlagzeile aufgefallen: Chloe Ferry ist erwachsen. Normalerweise ist so ein Spruch die Vorbotin dafür, dass ein Promi einem eine Hautpflege-Linie andrehen will, aber bei Chloe fühlt es sich anders an. Es hat Gewicht. Für alle, die ihren Aufstieg bei Geordie Shore verfolgt haben, war die Vorstellung, dass Chloe Ferry sich mal niederlässt, früher der Punkt, an dem der Witz kam. Jetzt? Das ist der Titel ihres neuen Lebenskapitels – und es lohnt sich tatsächlich, genauer hinzuschauen.
Der Grund für diesen Wandel ist nicht nur das Alter; es sind die Erfahrungen. Ungefilterte, manchmal brutale Erfahrungen. Einen Eindruck von dieser Reife gab es kürzlich bei ihrem Auftritt in der Netflix-Serie Inside. Auch wenn der Show ein Hexenkessel voller Egos war, hatte sie für Chloe eine tiefere Bedeutung. Sie sprach über den Verlust ihres Vaters – auf eine Art, die schmerzhaft echt wirkte. So wie Gespräche um zwei Uhr morgens in einem Pub-Garten in Newcastle klingen, nicht wie etwas, das man in einer Reality-Show erwartet. Sie suchte nicht nach Mitleid; sie sprach endlich das aus, was man sonst verschweigt. Die Tränen waren echt, und zum ersten Mal seit langer Zeit fiel die Maske.
Diese Bereitschaft, ihr "wahres Ich" zu zeigen, endet nicht vor der Kamera. Jahrelang stand Chloe für Glam-Teams und Poolpartys auf Ibiza, oft gesichtet im Umfeld von Partylöwen wie Wayne Lineker. Doch die Geschichte hat sich gedreht. Es ist eine deutliche Abkehr vom Chaos des Partygirls zu erkennen. Insider, die ihr nahestehen, erzählen von dem Wunsch, ihre Komfortzone als "die Laute" zu verlassen und etwas Nachhaltiges aufzubauen. Diese Reife zeigt sich auch in ihren Geschäften, insbesondere bei Chloe Ferry Cosmetics Limited. Es ist eine Sache, seinen Namen auf einen Lippenstift zu setzen; eine andere, ein Unternehmen zu leiten, bei dem man ständig im Rampenlicht steht.
Natürlich war der Weg nicht immer einfach. Das perfekte Instagram-Gitter verdeckt oft die Realität von Schönheitseingriffen, und Chloe war in dieser Hinsicht schonungslos ehrlich. Die aktuellen Schlagzeilen über eine notwendige Hauttransplantation nach einem missglückten Lidstraff sind ein deutlicher Hinweis auf die damit verbundenen Risiken. Es ist leicht, über den "Love Island"-Ästhetik oder die Kultur der kleinen Eingriffe zu spotten, aber zu sehen, wie sie diesen medizinischen Schock mit einer makabren Prise Humor meistert, wirkt, als würde sie die Kontrolle über ihre eigene Erzählung übernehmen. Sie tut nicht so, als wäre es nie passiert; sie zeigt die Nähte, die Heilung, das Durcheinander.
Dann ist da noch der Elefant im Raum: Chloe Ferry & Sam Gowland. Ihre On-Off-Beziehung war ein fester Bestandteil des Reality-TV, ein Wirbelwind aus großen Gesten und explosiven Streitereien. Auch wenn sie nun getrennte Wege gehen, hat diese Zeit sie geprägt. Sie hat gelernt, was sie nicht mehr tolerieren will. Heute geht es weniger dramatisch zu. Die Paparazzi-Fotos zeigen seltener lautstarke Auseinandersetzungen vor Clubs, sondern eher, wie sie ihr Imperium führt oder Zeit mit ihren engsten Freunden verbringt.
Wie sieht das "erwachsene" Chloe also aus?
- Business first: Sie verlagert ihren Fokus von Clubauftritten hin zum Aufbau des Vermächtnisses von Chloe Ferry Cosmetics Limited und behandelt es als ernsthaftes Unternehmen, nicht als Nebenverdienst.
- Verletzlichkeit zeigen: Ob beim Sprechen über Trauer in der Netflix-Serie oder beim Teilen der Realität der Genesung nach einer OP – sie tauscht das "perfekte" Image gegen etwas Authentischeres ein.
- Ausgewählter Kreis: Die wilden Partytage mit Wayne Lineker scheinen in den Hintergrund zu rücken, ersetzt durch einen kleineren, engeren Freundeskreis.
Man kann durchaus zynisch sein, wenn Reality-Stars sich selbst "finden". Meist ist das nur der Auftakt für einen Podcast-Deal oder die Lancierung einer Bekleidungslinie. Aber bei Chloe fühlt es sich weniger nach einem Rebranding an, sondern eher nach einem Überlebensinstinkt. Sie ist lange genug im Rampenlicht, um zu wissen, dass die Party nicht ewig dauert. Indem sie die Schichten – die Filler, das Drama, den Lärm – abstreift, tut sie etwas ziemlich Radikales: Sie lässt uns sie für die Person mögen, die sie wirklich ist. Und in der launischen Welt des britischen Showbusiness könnte das der klügste Schachzug sein, den sie je gemacht hat.