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"Nicht schwul genug": Der kuriose Launch des Mittelalter-Spiels 1348 Ex Voto

Gaming ✍️ Lachlan Mitchell 🕒 2026-03-16 03:12 🔥 Aufrufe: 1
Screenshot aus dem Mittelalter-Spiel 1348 Ex Voto

Wenn du dich diese Woche auch nur annähernd in Gaming-Kreisen aufgehalten hast, bist du um das Gerede über 1348 Ex Voto nicht herumgekommen. Dieser Mittelalter-Ausflug, der zur Zeit der Pest spielt, versprach ein düsteres narratives Erlebnis. Stattdessen liefert er einen der bizarrsten Shitstorms der letzten Jahre – die Steam-Rezensionen gleichen einem einzigen Zirkus. Die Spieler sind nicht nur enttäuscht; sie sind wütend, und das aus Gründen, bei denen man zweimal hinschaut.

Die Beschwerden der Spielerbasis gehen in alle Richtungen, lassen sich aber im Großen und Ganzen auf einige Kernprobleme herunterbrechen:

  • Ein Kampfsystem, das sich klobig anfühlt: Ein Spieler beschrieb es als "wie Kämpfen mit einem nassen Lappen".
  • Eine Handlung, die trockener ist als ein Berliner Winter: Für ein Spiel, das während einer Pandemie spielt, die halb Europa ausgelöscht hat, ist es merkwürdig frei von jeglicher echter Spannung oder emotionalem Tiefgang.
  • Der eigentliche Knackpunkt: Es ist "nicht schwul genug". Ein überraschender Teil der Kritik entlädt sich am Spiel, weil es die von vielen wahrgenommenen LGBTQ+-Themen nicht einlöst.

Dieser letzte Punkt ist der Ort, an es richtig seltsam wird. Es wird gemunkelt, dass das Spiel ursprünglich stark auf queere Narrative setzte – es wird wild spekuliert, dass dies geschah, um Fördergelder oder Steuervergünstigungen abzugreifen. Aber das Endprodukt? Fehlanzeige. Ein Rezensent brachte es perfekt auf den Punkt: "Mir wurden mittelalterliche Schwule versprochen, und alles, was ich bekam, war diese lausige Pest." Ein anderer postete einfach: "Wo bleibt denn die verdammte Homosexualität?" und wurde damit einer der Top-Kommentare. Es ist ein seltener Fall, dass ein Spiel nicht wegen zu viel "Wokeness" mit negativen Reviews überhäuft wird, sondern weil es nicht woke genug ist. Die Ironie ist zum Greifen.

Die Kritiken der Fachpresse fallen ebenso vernichtend aus. Sie weisen auf ein zusammenhangloses Gameplay und ein Setting hin, das völlig verschwendet wirkt. Der allgemeine Konsens ist, dass 1348 Ex Voto ein Paradebeispiel dafür ist, wie ein Spiel es allen recht machen will und am Ende niemandem. Schade, denn die Grundlagen für ein gutes Spiel sind vorhanden. Mit einem strafferen Drehbuch und einem weniger hakeligem Kampfsystem hätte es ein Kultklassiker werden können. So ist es zu einer warnenden Geschichte geworden.

Wird eine Golden Edition oder Limited Edition den Tag retten? Schon seltsam Dinge sind passiert, aber die Entwickler haben erst einmal eine Menge zu erklären. Für den Moment: Wenn du auf der Suche nach einem Mittelalter-Spiel bist, das seine Versprechen auch hält, würde ich einen großen Bogen darum machen. Aber wenn dir nach einem Lacher zumute ist und du eine der verblüffendsten Gaming-Kontroversen 2026 live mitverfolgen willst, schnapp dir ein kühles Blondes und stürz dich in die Steam-Rezensionen. Die Kommentarspalten sind eine absolute Goldgrube.