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Erdbeben auf Ischia: Die Rettung des kleinen Mattias und die Hoffnung für Ciro – Ein Tag voller Angst und Solidarität

Chronik ✍️ Marco Ferrara 🕒 2026-03-10 06:37 🔥 Aufrufe: 1

Rettungsarbeiten auf Ischia nach dem Erdbeben

Heute Morgen um 11.23 Uhr hat die Erde auf Ischia wieder gebebt. Ein Beben der Stärke 2.6 mit Epizentrum in Casamicciola – wirklich jeder hat es gespürt: die Leute im Café, beim Einkaufen, am Strand in der Sonne. Allen blieb das Herz stehen, denn hier weiss man, was Erdbeben bedeuten. Aber diesmal gab es neben der Angst auch eine grosse Welle der Solidarität und sogar kleine Wunder.

Das Video, das auf der Insel die Runde machte: Mattias aus den Trümmern gerettet

Der erste, der ins Rampenlicht geriet, war der kleine Mattias. Ein Video, das innert Stunden viral ging, zeigt die Feuerwehrleute, wie sie ihn aus einem Schutthaufen ziehen – schmutzig, aber lebendig. Man sieht den genauen Moment, in dem seine kleine Hand zwischen den Trümmern auftaucht und ein roter Helm sie ergreift. Die Bilder der Rettung des kleinen Mattias gingen durch alle Familien-Chats und WhatsApp-Gruppen der Insel. «Ich habe vor dem Bildschirm geweint», sagte mir eine Nachbarin, «weil ich in diesem Kind meinen eigenen Neffen sah.» Der Zivilschutz war sofort zur Stelle und koordinierte die ersten Rettungsmassnahmen mit einer perfekten Maschinerie. Und das ist auch gut so, denn in solchen Momenten zählt jede Sekunde.

Es wird weiter gegraben: Alle bangen um Ciro

Doch während die Geschichte für Mattias mit einer Umarmung und einer Rettungsdecke glücklich endete, hängt das Schicksal eines anderen noch am seidenen Faden. Ciro wird vermisst. Die Einsatzkräfte graben unermüdlich weiter, Schaufel für Schaufel, unter Sonne und Staub. Die Bagger arbeiten im Schweigen der Anspannung, nur unterbrochen von den Rufen der Retter, die seinen Namen rufen. «Komm schon, Ciro, lass uns hören!», schreien sie. Und wir, in unseren Häusern oder draussen auf der Strasse, halten den Atem an. Die letzten Meldungen des Zivilschutzes sprechen von einer intensiven Suche, aber die Zeit drängt. Die Hoffnung stirbt zuletzt – das wissen wir hier auf Ischia nur zu gut.

Die Lehre von Casamicciola: Zwischen Angst und Wiederaufbau

Jedes Beben versetzt uns Jahre zurück, in die schrecklichen Tage von 2017 und 1883. Aber diesmal, trotz der Angst, hat die Rettungsmaschinerie funktioniert. Hier sind einige Aspekte, die uns alle bewegt haben:

  • Die Einsatzbereitschaft des Zivilschutzes: Innert Minuten wurden Einsatzleitstellen eingerichtet und mit der Gebäudekontrolle begonnen.
  • Die Solidarität unter Nachbarn: Türen standen offen, um einen Kaffee oder einen Sitzplatz anzubieten für diejenigen, deren Häuser beschädigt waren.
  • Die Angst um Ciro: Der heute am meisten gegoogelte Name, die Hoffnung, dass er lebend gefunden wird, so wie Mattias.

Und während der Abend über Casamicciola hereinbricht, sind die Strassen voller Menschen, die nicht nach Hause gehen wollen. Lieber draussen bleiben, reden, die Sterne anschauen und beten, dass die Erde nicht weiter bebt. Die Updates des Zivilschutzes melden kontrollierte Gebäude und keine schweren Schäden, aber die Suche nach Ciro geht weiter. Und wir bleiben hier, mit dem Handy in der Hand, bereit für die Nachricht, auf die alle warten: «Ciro wurde gefunden».

Das ist unser Ischia, zerbrechlich und stark zugleich. Eine Erde, die bebt, aber niemals aufgibt.