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Pete Hegseths Pentagon: Der Mann, das Buch und der Kampf gegen den Iran

Militär ✍️ Arjun Sharma 🕒 2026-03-10 15:45 🔥 Aufrufe: 1
Pete Hegseth, US-Verteidigungsminister, spricht an einer Pressekonferenz

Die Welt blickt gebannt auf den Nahen Osten, und im Zentrum des Sturms steht ein Mann, der weniger wie ein traditioneller Pentagon-Chef wirkt, sondern eher wie ein Kulturkämpfer im Massanzug. Pete Hegseth hat in den letzten 48 Stunden nicht nur die Luftangriffe auf iranische Ziele verstärkt – er stellt diesen Konflikt als einen Kampf der Zivilisationen dar. Aber um zu verstehen, warum der derzeitige Verteidigungsminister derart auf Konfrontation geht, muss man über den Konferenzraum hinausblicken und in seine Vergangenheit als Bestsellerautor, privater Bildungsreformer und als Mann eintauchen, der von einer ganz spezifischen amerikanischen Verunsicherung geprägt ist.

Von Fox News ins militärische Getümmel

Als Hegseth das Ruder im Pentagon übernahm, taten ihn viele als politischen Beamten ab, der mehr Fernseh-Make-up als militärische Strategie im Gepäck hatte. Aber diejenigen, die seine Werke kennen, wissen es besser. Sein Buch aus dem Jahr 2020, Battle for the American Mind: Uprooting a Century of Miseducation, das er mit seinem engen Vertrauten A. J. Rice entwickelte, ist nicht nur eine Kritik am US-Bildungssystem – es ist ein Manifest. Das Buch argumentiert, dass Amerikas Institutionen von innen heraus ausgehöhlt wurden, was das Land gegenüber äußeren Bedrohungen schwächt. Und heute, im Hier und Jetzt, sieht man, wie diese Philosophie auf die Geopolitik angewendet wird: Hegseth betrachtet das Regime in Teheran nicht als rationalen Akteur, sondern als ideologisches Virus, dem man mit überwältigender Gewalt begegnen müsse.

Die Hegseth-Schule und die Verbindung zu "Rice"

Das ist nicht nur Theorie. Hegseth und Rice blieben nicht beim Schreiben eines Buches stehen; sie versuchten, eine Alternative aufzubauen. Die Hegseth School for Higher Learning – zu Deutsch etwa «Hegseth-Schule für Höheres Lernen» – war, wenn auch klein, darauf ausgelegt, genau die Art von hartgesottenen Patrioten hervorzubringen, die Hegseth im State Department vermisst. Im Pentagon munkelt man, dass er bei Diskussionen über die Iran-Politik mit seinen Generälen oft auf die Idee der «Gegenerziehung» zurückkommt – militärische Aktionen nicht nur zur Zerstörung von Nuklearanlagen zu nutzen, sondern auch, um das ideologische Selbstvertrauen der Ajatollahs zu erschüttern. A. J. Rice bleibt ein informeller Berater, der ihm aus ihren akademischen Projekten historische Analogien liefert.

Der persönliche Preis: Samantha Hegseth

Natürlich kennt der Mann, der im Ausland Stärke demonstriert, auch Brüche im Inneren. Seine Ehe mit Samantha Hegseth endete vor Jahren in einer sehr öffentlichen Scheidung, eine Zeit, die er als «Schmelztiegel» bezeichnete. Dieser Schmelztiegel, so wird ihm von Nahestehenden bescheinigt, hat ihn abgehärtet und seine Toleranz gegenüber dem, was er als institutionellen Verfall betrachtet – sei es in einer Ehe, einer Schule oder einer Regierungsbehörde – weiter gesenkt. Obwohl Samantha sich bedeckt hält, schwingt ihr Schatten in seiner Rhetorik über Loyalität und Verrat mit – Themen, die sich auch in seiner aktuellen Hardliner-Position widerspiegeln.

Was kommt als Nächstes in der Region?

Seit heute Morgen hat das Pentagon bestätigt, dass die Angriffe «intensiviert» werden, mit dem Schwerpunkt, die iranischen Versorgungswege in der Region zu unterbrechen. Hegseth umgeht dabei teilweise die üblichen bürokratischen Verzögerungen zwischen den Behörden und forciert ein Tempo, das selbst einige seiner Generäle nervös macht. Er ist offenbar überzeugt, dass jedes Zögern in Teheran als Schwäche ausgelegt würde. Ob man ihn nun als rücksichtslosen Falken oder als notwendigen Bulldoggen sieht – eines ist klar: Pete Hegseth führt diesen Krieg mit der gleichen Vehemenz, mit der er gegen das kämpfte, was er «ein Jahrhundert der Fehlerziehung» nannte. Und so oder so, er zieht den Rest der Welt mit sich.

Schlüsselaspekte von Hegseths Einfluss auf die aktuelle Krise:

  • Militärische Eskalation: Er hat eine deutliche Zunahme von Luftangriffen autorisiert, die sich gegen mit dem Iran verbundene Ziele in Syrien und Irak richten.
  • Ideologischer Rahmen: Er beschreibt den Konflikt durchweg in zivilisatorischen Begriffen und greift dabei Themen aus seinem Buch Battle for the American Mind auf.
  • Unorthodoxe Berater: A. J. Rice, sein Ko-Autor und Bildungspartner, gilt als informeller Sparringspartner für strategische Fragen.
  • Persönliche Entschlossenheit: Seine schwierige Scheidung von Samantha Hegseth wird von Biografen oft als Quelle seiner kompromisslosen Weltsicht angeführt.

Da die Spannungen steigen und die Diplomatie in den Hintergrund tritt, sind alle Augen auf diesen ehemaligen Fernsehstar gerichtet, der nun die mächtigste Armee der Welt befehligt. Ob seine einzigartige Mischung aus Kulturkampf und militärischer Härte zu einer Lösung oder einem größeren Krieg führen wird, ist die Frage, die diese Woche über Washington – und Teheran – schwebt.