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Disney 2026: Neuer CEO, wilde KI-Pläne für Disney+ und Preisanpassungen in den Parks

Unterhaltung ✍️ Jens Hoffmann 🕒 2026-03-19 21:08 🔥 Aufrufe: 3
Disneys Aktionärsversammlung 2026 Präsentation

Die diesjährige Aktionärsversammlung der The Walt Disney Company war bis auf den letzten Platz gefüllt, und es ging ausnahmsweise nicht nur um Zahlen. Es war eine Machtübernahme. Zum ersten Mal stand Josh D'Amaro als neuer CEO des Konzerns auf der Bühne und machte keinen Hehl daraus, wo die Zukunft liegt. Wenn Sie dachten, bei Disney drehe sich alles um Streaming-Kriege und Superheldenfilme, dann denken Sie nochmals darüber nach. Das Imperium wird nämlich ganz klar von den Vergnügungsparks aus regiert – und jetzt dürfen diese auch den Kurs an der digitalen Front bestimmen.

Abschied von der Iger-Riege? Der Park-Chef übernimmt das Ruder

Es ist offiziell: Nach monatelangen Spekulationen hat Bob Iger die Schlüssel an den 58-jährigen D'Amaro übergeben, der bis vor kurzem noch an der Spitze von Disney Parks, Experiences and Products stand. Das ist ein enormes Kompliment für den Geschäftsbereich, der 2025 über 360 Milliarden Kronen umsetzte und für mehr als die Hälfte des gesamten Betriebsergebnisses des Konzerns verantwortlich zeichnete. Für mich ist das ein klares Signal: Es sind die Erlebnisse in der realen Welt, die den Karren in Zukunft aus dem Dreck ziehen sollen. D'Amaro selbst hat einmal gesagt, "die Parks treiben das Imperium an", und jetzt bekommt er die Chance, das im ganz grossen Stil zu beweisen.

Disney+ bekommt ein gewaltiges Facelift: Jetzt mit KI-Videos und nutzergenerierten Inhalten

Aber lassen Sie sich nicht täuschen. Auch wenn D'Amaro aus der Park-Sparte kommt, hat er den Blick fest auf die digitale Zukunft gerichtet. Während des Treffens wurden nämlich einige der kühnsten Pläne für den Streamingdienst Disney+ seit langem präsentiert. Zusammen mit Spitzenchef Bob Iger (der jetzt "nur" noch Vorstandsmitglied und Berater ist) enthüllten sie eine Strategie, die die Konkurrenz ins Schwitzen bringen dürfte.

Machen Sie sich auf eine völlig neue Art von Disney+ gefasst. Die Plattform soll nämlich bald KI-generierte Videos beherbergen, die von den Nutzern selbst erstellt wurden. Ja, Sie haben richtig gelesen. Disney will uns anderen erlauben, mit ihren Ikonen zu spielen. Stellen Sie sich vor, Sie könnten selbst einen kurzen Film kreieren, in dem Darth Vader mit Olaf aus "Die Eiskönigin" tanzt, und diesen direkt auf dem Dienst teilen. Das ist ein gewaltiger Schritt für ein Unternehmen, das ansonsten Weltmeister im Schützen seines Urheberrechts ist. In Zusammenarbeit mit KI-Unternehmen und mit der grossen Investition in Epic Games (ja, den Leuten hinter Fortnite) im Hintergrund ist klar, dass sie die nächste Generation von Nutzern für sich gewinnen wollen. Es geht nicht länger nur darum, Inhalte anzusehen, sondern darum, sie zu erschaffen.

Die Parks in Kalifornien und Florida: Was kostet das Ticket 2026?

Während das Streaming neues Spielzeug bekommt, tut sich auf dem Boden mindestens genauso viel. Wenn Sie vorhaben, den Disneyland Park in Kalifornien oder das Walt Disney World Resort in Florida zu besuchen, gibt es einige ganz konkrete Dinge, die Sie wissen sollten. Die Preise sind wie üblich etwas gestiegen, besonders in der Hochsaison. Aber das ist nicht nur eine schlechte Nachricht. Tatsächlich haben sie die Strategie geändert, so dass es sich lohnen kann, ausserhalb der Schulferien zu reisen.

  • Disneyland (Kalifornien): Ein Einzelticket kostet in den absolut beliebtesten Zeiten jetzt 224 Dollar. Der Preis kann aber an einem Tag in der Nebensaison auf bis zu 104 Dollar sinken. Behalten Sie den Kalender im Auge!
  • Walt Disney World (Florida): Hier liegt der Spitzenpreis für das Magic Kingdom in der Hochsaison bei 209 Dollar, aber Sie können den Park an den richtigen Tagen immer noch für etwa 119 Dollar erleben.
  • Neue Attraktionen: Es ändern sich nicht nur die Preise. In Galaxy's Edge in Disneyland können Sie ab April Luke Skywalker, Leia und Darth Vader treffen – es bahnt sich etwas Neues an. Und in Florida wird der wilde Rock 'n' Roller Coaster im Sommer mit den Muppets neu lanciert.

Das ist klassische Disney-Dynamik: Sie erhöhen den Preis an den stark frequentierten Tagen, um die Besucher besser zu verteilen, und sie investieren massiv in neue Attraktionen, um die Magie am Leben zu erhalten. Mit dem neuen Chef aus der Park-Sparte können Sie getrost davon ausgehen, dass das physische Produkt im Fokus bleibt.

Was bedeutet das alles?

Wir stehen an einer Weggabelung. Die alte Garde unter Iger machte Disney zu einem Streaming-Giganten. Die neue Garde unter D'Amaro soll es zu einem Erlebnis-Giganten machen. Ob es nun darum geht, das Walt Disney World Resort zu besuchen und in einem neuen, futuristischen Hotel zu übernachten, oder darum, zu Hause in der Schweiz zu sitzen und Ihren eigenen KI-generierten Kurzfilm mit Disney-Figuren zu erstellen – die Art und Weise, wie wir mit dem Universum der Maus interagieren, verändert sich radikal. Es wird spannend zu verfolgen, ob der "Park-Experte" auch auf dem Spielplatz im Silicon Valley mitspielen kann. Meine Prognose? Das kann er ganz bestimmt – denn er weiss besser als jeder andere, was die Gäste wirklich wollen.