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Dallas Goederts Zukunft in Philadelphia: Was uns die Mock Drafts 2026 verraten

Sport ✍️ John Davis 🕒 2026-03-15 21:41 🔥 Aufrufe: 2
Dallas Goedert fängt einen Pass für die Eagles

Eagles-Nation, kommen wir direkt zum Punkt: Die NFL-Offseason 2026 nimmt langsam Fahrt auf und ein Name, der allerorten die Runde macht – neben dem von Howie Roseman natürlich – ist Dallas Goedert. Ihr habt die Mock-Drafts gesehen, die Flüstertöne über das Salary Cap vernommen und fragt euch, ob die Nummer 88 im September immer noch die gegnerischen Defensivreihen im Midnight Green beackern wird. Glaubt mir, damit seid ihr nicht allein.

Rauchsignale aus den Mock Drafts: Kenyon Sadiq zu Philly?

Wer in diesen Tagen durch die neuesten Prognosen für die erste Runde scrollt, stösst unweigerlich auf Idahos Kenyon Sadiq, der oft an 23. Stelle bei den Eagles landet. Ich bin jetzt lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass Mock-Drafts oft mehr Fiktion als Realität sind. Aber wenn ein Tight End immer wieder bei einem Team auftaucht, das bereits einen Pro-Bowl-Kaliber auf dieser Position hat, dann sollte man hellhörig werden. Sadiq ist ein rohstoffartiger, aber explosiver Athlet – genau das Spielzeug, von dem Offensive-Koordinatoren träumen. Aber hier liegt der Hase im Pfeffer: Warum sollten die Eagles einen Erstrundenpick in eine Position investieren, die sie mit Dallas Goedert bereits prominent besetzt haben? Das ist die Millionen-Dollar-Frage, und die Antwort hat wohl weniger mit Sadiqs 40-Yard-Zeit zu tun, sondern viel mehr mit dem Salary Cap.

Die Cap-Zwickmühle: Können sich die Eagles beide leisten?

Am NovaCare Complex munkelt man, dass die Eagles finanziell auf einem schmalen Grat wandern. Bei den Spitzengehältern, die A.J. Brown (Top-5-Receiver-Gehalt) und der baldige Payday für Devonta Smith verschlingen, wird der finanzielle Spielraum langsam eng. Insider sind sich einig, dass Philadelphia es sich mit den aktuellen Cap-Zahlen schlicht nicht leisten kann, sowohl Brown als auch Dallas Goedert zu halten. Goedert, der dieses Jahr 31 wird, geht in die letzte Phase seines Vertrags. Seine Leistungen waren zwar herausragend – seit 2022 gehört er zu den besten acht Tight Ends gemessen an Yards pro Spiel – aber das Management muss abwägen, ob es klug ist, viel Geld in einen Tight End in seinen Dreissigern zu stecken. Besonders, wenn man einen jungen Quarterback im Rookie-Vertrag hat, den man mit Waffen umgeben muss.

  • Dominanz in der Red Zone: Goederts Grösse und Körperspannung machen ihn innerhalb der 20-Yard-Linie zum Albtraum für jede Defense – ein herber Verlust für die Offense.
  • Cap Hit 2026: Er schlägt mit knapp 12 Millionen Dollar zu Buche – eine Summe, die sich durch eine Umstrukturierung oder Vertragsverlängerung vielleicht etwas glätten liesse.
  • Draft-Kapital: Würde man sich tatsächlich für Sadiq entscheiden, wäre das ein Zeichen für langfristiges Denken – der designierte Thronfolger würde aufgebaut.

Goederts Platz in der Eagles-Geschichte

Machen wir uns nichts vor: Dallas Goedert ist seit seiner Ankunft als Zweitrundenpick 2018 ein Fels in der Brandung. Er hat Quarterback-Wechsel, neue Offensive-Koordinatoren überstanden und selbst mit Verletzungen gespielt, die andere längst ausser Gefecht gesetzt hätten. Erinnert ihr euch an die Playoff-Serie vor ein paar Jahren? Der Typ war schlicht nicht zu decken. Er hat sich das Recht verdient, in einem Atemzug mit den besten Tight Ends der Franchise-Geschichte genannt zu werden. Aber in der NFL zählen keine Sentimentalitäten, wenn es um die Kaderzusammenstellung geht – einzig das Cap zählt. Wenn Roseman die Chance wittert, sich auf der Position zu verjüngen und gleichzeitig Geld freizumachen, um jemanden wie Milton Williams langfristig zu binden oder einen Pass-Rusher zu holen, dann zögert er nicht. So tickt er einfach.

Wie geht's weiter? Drei mögliche Szenarien

Was bedeutet das also für Dallas Goedert? Ich sehe drei mögliche Wege – und sie hängen alle davon ab, wie die Karten in der Draft-Nacht fallen.

Szenario A: Man behält ihn und draftet ein Entwicklungsprojekt. Vielleicht holt man Sadiq oder einen anderen Tight End in einer mittleren Runde, lässt ihn ein Jahr hinter Goedert lernen und bewertet die Lage dann neu. Das würde die Offense für 2026 intakt lassen und gleichzeitig für die Zukunft planen.

Szenario B: Man tradet ihn während des Drafts. Sollte ein Team den Wunschkandidaten auf der Tight-End-Position verpassen, könnte Goederts Name in Trades-Gesprächen auftauchen. Er würde eine ordentliche Gegenleistung bringen – wahrscheinlich einen Zweit- oder Drittrundenpick – und viel Cap-Space frei machen. Teams wie die Chargers oder Bengals, die im Win-Now-Modus sind, könnten anrufen.

Szenario C: Umstrukturieren und weitermachen. Die Eagles könnten auf Goedert zukommen und um eine Gehaltskürzung oder Vertragsverlängerung bitten, die seinen Cap-Hit für 2026 senkt. Er war von Anfang an ein Teamplayer, also ist das nicht ausgeschlossen. Aber würde er weniger nehmen, wenn er weiss, dass er immer noch auf Top-Niveau spielen kann?

Fazit

Eines steht fest: Dallas Goedert ist noch lange nicht fertig. Ob er nun Pässe von Jalen Hurts oder jemand anderem fängt, er hat noch genügend Fussballjahre vor sich. Aber das Zusammentreffen eines stark besetzten Tight-End-Jahrgangs im Draft, der angespannten Cap-Situation in Philly und des 23. Picks sorgt dafür, dass sein Name so lange durch die Gerüchteküche geistern wird, bis der Commissioner die erste Nacht für beendet erklärt. Eagles-Fans, schnallt euch an – diese Offseason wird verdammt interessant.