Machtverschiebung im Bihar Vidhan Parishad: Wie die NDA ihren Griff verstärkt, während die Opposition zur Rechenschaft gezogen wird
Patna brodelt, und das aus gutem Grund. Die politische Stimmung rund um den Bihar Vidhan Parishad kochte in den letzten Monaten über, doch die Ergebnisse der jüngsten Rajya Sabha-Nachwahlen haben nun einen gewaltigen Schock durch die Reihen der Opposition geschickt. Wenn Sie das Drama im Bihar Legislative Council während der Haushaltssitzung vor einiger Zeit verfolgt haben, wissen Sie, wie ernst die Lage war. Aber was am 16. März geschah, hat die Spielregeln hier grundlegend neu geschrieben.
Halten wir uns an die Fakten. Die NDA hat nicht einfach nur gewonnen – sie hat alle fünf Rajya-Sitze im Alleingang erobert. Die Rede ist von Chief Minister Nitish Kumar, der sein Debüt im Oberhaus gab, zusammen mit BJP-Präsident Nitin Nabin, Bundesminister Ram Nath Thakur, RLM-Chef Upendra Kushwaha und BJPs Shivesh Kumar. Für die oppositionelle Mahagathbandhan war dies ein Albtraum. Sie behaupteten, die Zahlen auf ihrer Seite zu haben – 41 Abgeordnete in ihrer Tasche – doch als es darum ging, die Stimmzettel abzugeben, waren vier ihrer eigenen Leute einfach wie vom Erdboden verschluckt.
Das Chaos im Rat: Als die Ordnungskräfte eingreifen mussten
Um das Ausmass dieser Niederlage zu verstehen, müssen wir nur wenige Wochen zurückblenden, zum Tumult im Bihar Vidhan Parishad. Es war Mitte Februar, und das Haus glich eher einer Ringerarena als einer Parlamentskammer. Die Oppositionsführerin Rabri Devi forderte eine Entschuldigung von CM Nitish Kumar für Äusserungen, die er während eines hitzigen Wortwechsels über Recht und Ordnung gemacht hatte.
Der Vorsitzende, Awadhesh Narain Singh, verlor die Nerven. Nach wiederholten Verwarnungen ordnete er an, dass die Ordnungskräfte die protestierenden Mitglieder des Bihar Legislative Council physisch aus dem Saal entfernen. Wir sahen, wie RJD-MLCs wie Sunil Singh und sogar Rabri Devi selbst hinausbegleitet wurden. Die Regierungsbank tobte und beschuldigte die Opposition, die Haushaltssitzung absichtlich zu blockieren. An jenem Tag erlebten die Wände des Rates eine Feindseligkeit, die man selten sieht. Das schuf die perfekte Ausgangslage für den Wahlkampf, der folgte.
Zahlen lügen nicht: Wie die NDA den Sieg einfuhr
Zurück zu den jüngsten Wahlen: Die strategische Genialität der NDA war voll zur Schau gestellt. Während die Oppositionsführerin des Bihar Legislative Council und ihre Partei damit beschäftigt waren, ihre Abgeordneten in einem Hotel zu versammeln – um Abwerbungsversuche zu verhindern – spielte die NDA ein stilles, tödliches Zahlenspiel.
So sahen die Zahlen bei den Rajya Sabha-Wahlen aus:
- Stimmen, die für einen Sitz benötigt wurden: 41 Erstpräferenzstimmen.
- NDA-Stimmen in der Versammlung: 202 Abgeordnete (deutlich über der erforderlichen Anzahl).
- Anwesende Oppositionsstimmen: Nur 37 von angeblich 41 (Drei Kongress-Abgeordnete und ein RJD-Abgeordneter, Faisal Rahman, tauchten nicht auf).
- Der entscheidende Schachzug: Als der fünfte Sitz an Zweitpräferenzstimmen ging, besiegte Shivesh Kumar (NDA) AD Singh (RJD) aufgrund der überlegenen Zahlen.
Das war kein Glück. Während die Opposition damit beschäftigt war, Parolen im Gästehaus des Bihar Vidhan Parishad zu skandieren (wo sie ihre Schafe zusammenpferchten), sicherte die NDA sich Überläuferstimmen und stellte die Parteidisziplin sicher. Die Botschaft ist glasklar: In Bihar ist die NDA derzeit eine Festung, und die Opposition versucht, sie mit Plastiklöffeln zu stürmen.
Was das für Nitish und Tejashwi bedeutet
Für Nitish Kumar ist dieser Sieg ein Abschiedsgeschenk an die Versammlung und ein grossartiger Empfang in Delhi. Mit dem Gewinn eines Rajya-Sabha-Sitzes ist er nun ein nationaler Akteur, ohne die Bürde, das Bundesland Tag für Tag zu führen, auch wenn er vorerst CM bleibt. Das verschafft ihm Hebelwirkung und Raum.
Für Tejashwi Yadav und die RJD ist dies eine gewaltige Glaubwürdigkeitskrise. Wie erklärt man drei "verschwundene" Kongress-Abgeordnete und den eigenen Mann (Faisal Rahman), der die Abstimmung verpasst? Das zeugt von mangelnder Führung. Auf den Strassen von Patna ist bereits zu hören, dass der Bihar Legislative Council nun weniger Hindernisse von der Opposition erwarten wird, die demoralisiert und zersplittert ist.
Eines ist sicher: Die politische Landschaft des Bundeslandes hat sich entscheidend geneigt. Die alte Garde des Bihar Vidhan Parishad sitzt nun fest in der Tasche der NDA, und der Weg bis 2027 ist für die Grand Alliance steiler geworden.