Ana Beléns Lebensphilosophie: «Wir wissen ja, es sind nur kleine Momente, aber darin liegt Freude»
Es gibt Menschen, die mit einem Stern geboren werden, und dann gibt es Ana Belén, die seit Jahrzehnten aus eigener Kraft strahlt, ganz ohne Schnörkel. Die Madrilenin, die mittlerweile zum nationalen Kulturgut gehört, sorgt wieder einmal für Gesprächsstoff – nicht wegen eines neuen Musik- oder Filmprojekts (auch wenn das natürlich sein könnte), sondern wegen einer Überlegung, die so simpel wie tiefgründig ist und die halbe Schweiz berührt. In einer Welt, in der alles an Intensität gemessen wird, erhebt sie die Schönheit des Augenblicks.
«Es sind nur kleine Momente, aber Freude»: Das Mantra, das wir brauchten
Dieser Satz wirkte wie Balsam im hektischen Alltag. In einem kürzlichen Interview entschlüpfte Ana Belén eine Absichtserklärung, die bereits viral gegangen ist: «Wir wissen ja, es sind nur kleine Momente, aber darin liegt Freude.» Mit dieser Mischung aus Volksweisheit und Eleganz, die nur sie besitzt, fasste die Künstlerin eine Lebenseinstellung zusammen: Man muss nicht nach dauerhaftem Glück suchen, es reicht, diese kleinen Augenblicke einzufangen, die letztlich alles ausmachen. Wer sie kennt, sagt, sie sei nie eine Frau der großen Gesten gewesen, sondern eine von stiller Freude, die man in den müßigen Stunden mit den Seinen pflegt. Und das merkt man ihr an.
Spaziergang ins Rincón de Marina mit ihrem liebsten Komplizen
Denn diese «kleinen Momente» geniesst sie vor allem an der Seite von Víctor Manuel. Das Paar, das länger zusammen als getrennt ist und immer noch das Vorbild für eine gut gelebte Beziehung ist, wurde vor einigen Tagen an einem Ort gesichtet, der immer bekannter wird: dem Rincón de Marina. Dieser Ort, irgendwo zwischen intim und sehr charmant, ist zu ihrem bevorzugten Rückzugsort geworden, wenn sie unerkannt bleiben wollen. Vertraut, Händchen haltend, etwas trinkend, während die Welt um sie herum weiterzieht. Kein Filter, keine Show; sie sind einfach sie selbst. Ein Bild, das, so vertraut es ist, immer wieder berührt.
Das kleine Dorf in Aragonien, das diesen Osterurlaub die Promis erobert
Aber wenn es ein Reiseziel gibt, das diesen Osterurlaub der kulturellen Elite die Herzen stiehlt, dann ist es eine abgelegene Gemeinde in Aragonien. Dasselbe Dorf, in dem in den letzten Jahren Imanol Arias oder die stets vermisste Verónica Forqué spazieren gingen und das nun wieder bekannte Gesichter beherbergt, die dem Trubel entfliehen wollen. Ana Belén und Víctor Manuel wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, frische Luft zu atmen und durch die steinernen Gassen zu schlendern. Das Dorf, dessen Name in Gesprächen unter Slow-Tourism-Suchenden die Runde macht, bietet jene Mischung aus Mystik und Ruhe, die Künstler so anzieht. Dort wurden sie lächelnd gesichtet, wie sie sich unter die Einheimischen mischten und, natürlich, diese kleinen Momente genossen, die für sie die wahre Freude sind.
Ana Belén, Ana Belena, Ana Belen Tapia… nach welcher Ana Belén suchst du?
Allerdings: Wenn man bei Google zu suchen beginnt, erlebt man eine Überraschung: Hinter «Ana Belén» steckt mehr Leben (und mehr Namen). Einerseits gibt es die Variante Ana Belena, die manchmal durch Tippfehler oder aufgrund von Suchanfragen nach der Schauspielerin in anderen Ländern auftaucht. Aber es gibt auch andere Frauen mit eigener Identität, die gleich heissen und eine Erwähnung verdienen. Zum Beispiel Ana Belen Tapia Vallejo, eine Journalistin mit solider Laufbahn in den Lokalmedien; Ana Belen Mendez, die in der Welt der Liebesromane für Furore sorgt; oder Ana Belen Yela Duarte, eine vielversprechende Designerin, deren Kreationen allmählich Eingang in Modemagazine finden. Also, liebe Leserin, lieber Leser, wenn du nach unserer Ana Belén suchst, der von «Por qué te vas» oder «La puerta de Alcalá», achte darauf, «Sängerin» oder «Schauspielerin» hinzuzufügen, sonst landest du am Ende vielleicht versehentlich bei einem Roman von Frau Mendez.
Ein Vermächtnis, das Moden überdauert
Jenseits von Anekdoten und Verwechslungen bleibt Ana Belén ein Leuchtturm. Sie war es in der «Movida», sie war es im Theater, sie war es im Kino, und sie ist es auch jetzt, wo sie sich entschieden hat, das Leben mit der Philosophie der kleinen Momente zu nehmen. Denn letztlich, wie sie selbst so schön sagt, genau darum geht es. Und solange es jemanden gibt, der uns daran erinnert, dass Freude in einem Blick, einem Spaziergang durch Aragonien oder einem Glas im Rincón de Marina liegen kann, wird sie für uns alle die Ana Belén schlechthin bleiben.
- Kino: 'La pasión turca', 'El perro del hortelano' oder 'Deseo'.
- Musik: Titel wie 'España camisa blanca de mi esperanza' oder 'La puerta de Alcalá'.
- Theater: Ihre Interpretationen in 'Medea' oder 'Defensa de dama' machten sie auf den Bühnen unsterblich.
- Auszeichnungen: Goya de Honor, die Goldene Medaille für Verdienste um die Schönen Künste, und so weiter und so fort.
Also, ihr wisst Bescheid: Wenn das Leben mal zudrückt, denken wir an Ana Belén und suchen wir diese kleinen Momente. Denn, wie sie sagt, es sind nur kleine Momente, aber sie sind Freude. Und was für welche.