Ally McCoist lässt seinem VAR-Zorn freien Lauf: «Das ist eine absolute Farce» – und warum die talkSPORT-Legende damit mehr Recht hat denn je

Wenn es eine Stimme im britischen Fussball gibt, die den ganzen Marketing-Geschwafel durchschneidet und direkt auf den Punkt kommt, dann ist es die von Ally McCoist. Die Rangers-Legende und talkSPORT-Institution hat wieder zugeschlagen, und diesmal zielt sein Frust auf den gefürchteten VAR. Nach einem weiteren Wochenende voller Verwirrung in der Premier League liess Super Ally in der Frühstückssendung Dampf ab – und es war schlicht und ergreifend reines Gänsehaut-Feeling im Radio.
«Diesen Film haben wir schon gesehen» – McCoist verdammt die VAR-Willkür
Alles begann mit einer Penalty-Szene in einem Premier-League-Spiel – die Art von Situation, bei der Fans sich die Haare raufen. Ein Offizieller sieht ein klares Foul, ein anderer entscheidet nach minutenlangem Starren auf den Bildschirm auf Simulation. Für McCoist war das ein Flashback zu einem ähnlichen Vorfall mit seinem alten Klub, den Rangers, früher in der Saison. «Man sitzt da und denkt sich: Wie können die sich das anschauen und nicht darauf entscheiden?», wetterte er in der Sendung talkSPORT Breakfast with Ally McCoist & Gabby Agbonlahor. «Wir hatten vor ein paar Monaten im Ibrox genau die gleiche Situation. Der Rangers-Spieler wird abgeräumt, und sie winken weiter. Und jetzt hier unten, in der sogenannt besten Liga der Welt, machen sie denselben Fehler. Das ist eine absolute Farce und zerstört den Spielfluss.»
Was McCoists Analysen so fesselnd macht, ist, dass er nicht einfach nur meckert. Er bringt die Perspektive eines Mannes mit, der im Strafraum gestanden hat, der weiss, bei welchem Kontakt man tatsächlich umfällt. Und wenn er dann zusammen mit Typen wie Gabby loslegt, erhält man die perfekte Mischung aus altmodischem Stürmerinstinkt und moderner Frustration. Das ist der Grund, warum jeden Morgen tausende Zuhörer einschalten.
Das Traumteam: Wer sitzt neben Super Ally?
Ob er nun die Energie eines ehemaligen englischen Nationalspielers aufnimmt oder mit einem alten Kumpel aus seiner aktiven Zeit lacht – die Chemie auf dem Sofa von talkSPORT Breakfast ist unbestreitbar. Im Laufe der Jahre haben wir einige brillante Partnerschaften gesehen:
- Mit Gabby Agbonlahor: Die Dynamik ist fantastisch. Gabby spielt den Pantomime-Bösewicht, den Aufwiegler, während Ally der weise, alte Kopf ist, der ab und zu sein inneres Kind rauslässt. Ihre Chemie in der Sendung talkSPORT Breakfast with Ally McCoist & Gabby Agbonlahor ist pures Gold.
- Mit Andy Townsend: Ein klassisches Duo. Zwei Männer, die alles gesehen haben, die auf höchstem Niveau gemanagt, trainiert und gespielt haben. Wenn die Sendung talkSPORT Breakfast with Ally McCoist and Andy Townsend so richtig loslegt, ist es, als würde man mit zwei Kerlen in der Kneipe sitzen, die den Fussball wirklich lieben und jede Aktion sezieren.
- Mit Ray Parlour: Und hier geht der Spass so richtig los. Der Romford-Pelé und Super Ally zusammen? Das ist Chaos im besten Sinne des Wortes. In der Sendung talkSPORT Breakfast with Ally McCoist & Ray Parlour sind Anekdoten, Spässe und die Art von Radio garantiert, die einen zu spät zur Arbeit kommen lässt, weil man nicht abschalten kann.
- Mit Jeff Stelling: Das Traumteam für jeden Fussballfan beim Aufwachen. Wenn sich Jeff Stelling & Ally McCoist für talkSPORT Breakfast zusammentun, hat man das ultimative Moderator-Experten-Duo. Jeff gibt die Vorlage, Ally versenkt sie im Netz.
«Sie müssen sich zusammenreissen» – Die Rangers-Connection sitzt tief
Den «Gers»-Jungen kann man einfach nicht aus ihm rausbekommen. McCoists Frustration über den aktuellen Zustand der Schiedsrichterei ist nicht einfach nur Meckern; es ist zutiefst persönlich. Wie er in der Sendung betonte, ist es die fehlende Konstanz, die ihn so auf die Palme bringt. Er bezog sich auf jene Penalty-Entscheidung im Ibrox – diejenige, bei der die «Light Blues»-Anhängerschaft immer noch ungläubig den Kopf schüttelt – und zog einen direkten Vergleich zum jüngsten Vorfall im englischen Oberhaus. «Es ist der gleiche Fehler, der in zwei verschiedenen Ländern passiert, und niemand lernt dazu», sagte er. «Wenn die Premier League den VAR schon einsetzt, dann soll sie ihn auch richtig einsetzen. Lasst es nicht zur Lotterie werden. Und hier oben haben die Rangers-Fans jedes Recht, wütend zu sein, denn auch sie waren schon oft die Leidtragenden solcher Entscheidungen.»
Genau diese Bereitschaft, die Dinge so zu benennen, wie er sie sieht, egal um welche Liga oder welchen Verein es geht, macht Ally McCoist zu der Stimme, die wir gerade jetzt brauchen. In einer Ära mediengeschulter Monotonie ist er der Typ aus der Kneipe, der tatsächlich neun Meisterschaften und einen europäischen Pokal gewonnen hat und dir genau erklärt, warum dieser Schiri dringend einen Termin beim Optiker braucht. Möge er uns in den Frühstücksradios noch lange erhalten bleiben.