Nächtlicher Wohnhausbrand in Zhonghe, Neu-Taipeh: Dichter Rauch, 95 Einsatzkräfte – Anwohner fliehen: „Es breitete sich aus wie ein Lauffeuer“
In der Nacht zum heutigen Freitag (21.) wurde die Stille rund um die Jingping-Straße im Bezirk Zhonghe von Neu-Taipeh durch das durchdringende Heulen der Feuerwehrsirenen jäh zerrissen. In einem älteren Wohnhaus brachen plötzlich Flammen aus. Da in dem Gebäude eine Vielzahl von Gegenständen gelagert war, breitete sich das Feuer explosionsartig aus, dichter Rauch schlug gen Himmel. Zahlreiche Bewohner wurden aus dem Schlaf gerissen und flüchteten im Nachthemd ins Freie. Nach den zahlreichen Notrufen alarmierte die Feuerwehr von Neu-Taipeh unverzüglich einen Großaufgebot von 48 Löschfahrzeugen und 95 Einsatzkräften, die sich sofort auf den Weg zum Einsatzort machten, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Flammen breiten sich aus wie ein „Lauffeuer“: Anwohner: „Es hätte beinahe mein Haus erwischt“
„Die Flammen haben sich regelrecht ausgebreitet. Ich sah, wie es im Fenster nebenan anfing zu qualmen, und nach wenigen Minuten stand die gesamte Fassade in Flammen – wie ein Lauffeuer, das sich ausbreitet. Es war wirklich unglaublich erschreckend!“ berichtet Herr Chen, der gegenüber dem Brandort wohnt, immer noch sichtlich mitgenommen. Da der Brandherd sich in den unteren Etagen des Altbaus befand und die Gebäudestruktur durch viele Unterteilungen komplex ist, breitete sich das Feuer rasch auf die umliegenden Wohnungen und die oberen Stockwerke aus. Anfangs gab es Hinweise auf eingeschlossene Bewohner. Die Einsatzkräfte verlegten mehrere Löschleitungen zur Brandbekämpfung und setzten zudem zweiteilige Schiebleitern ein, um sich unter riskanten Bedingungen Stockwerk für Stockwerk in das Gebäude vorzutasten – eine äußerst angespannte Situation.
Den Informationen zufolge wohnen in diesem Gebäude viele ältere Menschen und Mieter. Der Großbrand mitten in der Nacht versetzte viele von ihnen daher in große Angst. Der Rettungsdienst der Feuerwehr teilte mit, dass bei Eintreffen der Einsatzkräfte bereits Flammen aus dem Balkon schlugen, begleitet von dichtem Rauch – die Lage war äußerst kritisch. Dank des sofortigen und umfassenden Einsatzes konnte das Feuer jedoch innerhalb von etwas mehr als einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Es gab keine Verletzten oder Todesopfer. Die genaue Brandursache und der Sachschaden müssen jedoch noch von den Brandermittlern geklärt werden.
Risiken in älteren Wohnhäusern: Feuerwehr appelliert an Bevölkerung, drei Punkte zur Lebensrettung zu beachten
Der Brand in Zhonghe rückt einmal mehr die Problematik der öffentlichen Sicherheit in älteren Wohnhäusern in den Fokus. Ein erfahrener Feuerwehrmann erklärte im Gespräch, dass solche Gebäude oft überalterte Elektrik und Bewohner, die Fluchtwege mit ihren Habseligkeiten zustellen, aufweisen. Komme es dann zu einem Brand, könne sich das Feuer nicht nur besonders schnell ausbreiten, sondern auch die Rettungsarbeit erheblich erschweren.
Um zu verhindern, dass es zu solchen Tragödien kommt, hat die Feuerwehr einige wichtige Punkte für den vorbeugenden Brandschutz im eigenen Zuhause zusammengestellt und appelliert an die Bevölkerung, die eigenen vier Wände zu überprüfen:
- Keine Brandlast durch Lagerung: Treppenhäuser und Balkone sollten keinesfalls mit Kartons, alten Möbeln oder anderen brennbaren Gegenständen zugestellt werden, da sie eine Brandausbreitung begünstigen können.
- Elektroleitungen und Steckdosen kontrollieren: Bei älteren Häusern ist die Verkabelung oft nicht mehr auf dem neuesten Stand. Regelmäßige Überprüfungen sind wichtig. Vermeiden Sie es, eine Steckdose durch die Verwendung von Verlängerungskabeln zu überlasten.
- Rauchmelder installieren: Viele Wohnhäuser sind nicht mit Rauchmeldern ausgestattet. Diese Geräte sind jedoch entscheidend für eine frühzeitige Warnung und verschaffen wertvolle Zeit für die Flucht im Ernstfall. Die Regierung bietet hierfür auch Förderprogramme an, die von der Bevölkerung genutzt werden können.
Ein verheerender Brand in der Nacht hat nicht nur den Zusammenhalt in der Nachbarschaft gestärkt, sondern auch die Alarmglocken in Bezug auf die Wohnsicherheit schrillen lassen. Als der Morgen anbrach, blickten die Bewohner auf die geschwärzten Fassaden und die überall stehenden Pfützen – das Entsetzen saß tief. Das Ereignis zeigt einmal mehr: Beim Thema Brandschutz gilt es, vorbereitet zu sein. Wer im Alltag Vorsorge trifft, kann im Ernstfall sich selbst und seine Familie schützen.