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Gedenktag an das Ende des Winterkriegs 2026 – Hornets donnern am Himmel und die Nation hält inne

Inland ✍️ Juhani Mäkelä 🕒 2026-03-13 12:42 🔥 Aufrufe: 1
Gedenktag an das Ende des Winterkriegs 2026

Heute, am Freitag, dem 13. März 2026, steht Finnland still. Um 12 Uhr wird in vielen Städten innegehalten, aber in Tampere und Kajaani schaut man zum Himmel – dorthin, wo die Hornets tief fliegen und donnern, als Hommage an jene, die vor 86 Jahren diese Eishölle erlebten. Der Gedenktag an das Ende des Winterkriegs war schon immer heilig, aber dieses Jahr fühlte er sich besonders an. Als die Hornets über das Stadtzentrum hinwegrollten, spürte ich auf meiner Haut dasselbe Kribbeln, das mein Großvater beschrieb, als 1940 die Stille an der Front einkehrte.

Das Donnern der Hornets berührt – in Tampere und Kajaani strömen die Menschen zusammen, um zu sehen

Schon gestern kursierte das Gerücht, dass etwas geplant sei, aber als die Maschinen kamen, überraschte es doch. In Tampere füllte sich die Hämeenkatu bereits vor Mittag. Der Verkehr stand still, und die Menschen lehnten sich aneinander – manche hatten Tränen in den Augen. Als die Flugzeuge am Horizont erschienen und tief auf die Innenstadt zusteuerten, war das Geräusch nicht nur in den Ohren, es war in der Brust zu spüren. So manche ältere Dame murmelte leise: "Dass wir uns erinnern." In Kajaani wiederholte sich das Bild: Die Maschinen flogen zwei Überflüge, und die Gruppe der Nachkommen von Veteranen vor dem Rathaus klatschte – nicht laut, sondern respektvoll.

Der Geist des Winterkriegs lebt – heute war er sicht- und hörbar

Dieser Tag ist nicht nur Geschichte. Er ist eine lebendige Erinnerung daran, was der Finnische Winterkrieg 1939–1940 forderte und gab. Dieses Jahr wurde der Gedenktag außergewöhnlich warmherzig begangen, auch wenn es vielerorts über zehn Grad minus hatte. In Helsinki wurde der Kranz des Präsidenten am Friedhof Hietaniemi niedergelegt, und die Ritter des Mannerheim-Kreuzes erfuhren stille Ehrerbietung. Aber für mich war der größte Moment zu sehen, wie Familien mit Kindern in Tampere zum Himmel zeigten – diese kleinen Hände, die winkten, wussten nichts vom Krieg, aber sie spürten, dass dies ein wichtiger Moment ist.

  • Tampere: Überflüge kurz vor elf Uhr, schätzungsweise ein paar tausend Menschen versammelten sich.
  • Kajaani: Die Maschinen kamen zweimal, das erste Mal kurz nach zwölf.
  • Helsinki: Das offizielle Programm in Hietaniemi versammelte Hunderte, die innehalten.
  • Rovaniemi: Kerzen wurden auch am Ufer des Tornionjoki entzündet, als Erinnerung an Vergangenes.

Und wenn ich heute Abend eine Kerze ans Fenster stelle, denke ich an jene jungen Männer, die im Winter 1940 ihr Leben an den Fronten von Kollaa, Suomussalmi und Taipale ließen. Der Winterkrieg ist für uns nicht nur Winterkrieg – er ist Identität. Er ist eine Erinnerung daran, dass wir, wenn die Kälte beißt und der Feind übermächtig ist, niemals aufgeben. Heute haben die Hornets das lautstark zum Ausdruck gebracht, und wir alle haben es gehört.

Die Feierlichkeiten zum Gedenktag setzen sich am Abend fort, wenn in vielen Haushalten altes Filmmaterial angeschaut und in Tagebüchern gelesen wird. Und falls du nach neun Uhr draußen bist, horch genau hin – irgendwo in Finnland könntest du noch ein letztes Donnern hören, die abschließende Ehrung zum Tagesausklang.