Stephen Colbert und «Der Herr der Ringe»: Jetzt wird der größte Tolkien-Nerd der Late-Night-Welt zur Realität
Wir wissen es schon lange. Der Mann, der bei der Late Show hinter dem Pult sitzt und mit einem Lächeln ganz Manhattan erhellen kann, hat eine verborgene Leidenschaft, die tiefer geht als jede politische Satire. Stephen Colbert ist nämlich einer der größten Der Herr der Ringe-Fans der Welt. Jetzt zeigt sich, dass er nicht nur über Mittelerde sprechen wird – er soll tatsächlich ein Teil davon werden.
Alles begann als ein Flüstern in Hollywood, doch in den letzten Tagen ist es explodiert. Colberts Beteiligung an dem neuen Filmprojekt, das vorläufig unter dem Titel «The Hunt for Gollum» läuft, aber nun unter dem Namen «Shadow of the Past» eine noch größere Erweiterung erfahren hat, ist bestätigt. Und das ist nicht nur ein kleiner Cameo-Auftritt, bei dem er kurz ins Kamera winkt. Insider behaupten, er habe eine bedeutende Rolle, was Tolkien-Nerds auf der ganzen Welt vor Staunen kaum verbergen lässt.
Von der «Late Show» nach Rohan
Für uns, die wir The Late Show with Stephen Colbert verfolgen, ist diese Liebe zu J.R.R. Tolkien nun keine wirkliche Überraschung. Er hat seine Show schon oft genutzt, um tief in die Tolkien-Überlieferungen einzutauchen – sehr zum Entsetzen seiner Gäste und zur Freude des Publikums. Er kann versteckte Passagen aus dem «Silmarillion» aus dem Stegreif zitieren und hat sogar schon Original-Requisiten vom Filmset mit ins Studio gebracht.
Aber das hier ist etwas anderes. Vom leidenschaftlichen Fan zum tatsächlichen Teil der von Tolkien erschaffenen Welt zu werden, ist der Traum, der für viele wahr wird – und für Colbert ist es eine natürliche Erweiterung seiner Persönlichkeit. Es ist, als würde der ultimative Tolkien-Experte endlich seine wohlverdiente Anerkennung auf der großen Leinwand erhalten.
Das Chaos hinter den Kulissen
Während wir gespannt darauf warten, wie sich das im Kino gestalten wird, gab es im Colbert-Universum noch viel mehr zu entdecken. Zur gleichen Zeit, in der die Film-Neuigkeiten durchgesickert sind, gab es auch Neuigkeiten über ein ganz anderes Projekt: das Kinderbuch Time of the Child. Das ist vielleicht nicht das Erste, was man mit dem scharfsinnigen Satiriker verbindet, aber wer seine Entwicklung verfolgt hat, weiß, dass er auch eine sanftere Seite hat. Das Buch soll angeblich von Familie und Zeit handeln und gibt uns einen seltenen Einblick in den privateren Stephen Colbert.
Und dann haben wir da noch Blythe Roberson. Für jene, die es nicht wissen: Roberson war jahrelang eine der schärfsten Federn hinter der Late Show. Sie hat nun ihr eigenes Buch veröffentlicht, und es ist immer interessant zu sehen, wie die ehemaligen Mitarbeiter von Colbert ihre Flügel ausbreiten. Ihr humorvoller, oft skurriler Blick auf die Welt ist wie ein Erbe der Show – aber mit einer ganz eigenen, absurden Note. Es ist, als würde sich das Colbert-Universum auch außerhalb des Bildschirms ständig erweitern.
Warum das mehr als nur eine Filmrolle bedeutet
Für uns Popkultur-Liebhaber ist das ein perfekter Sturm. Da haben wir einen der einflussreichsten Fernsehmoderatoren Amerikas, der in eines der ikonischsten Film-Universen eintaucht. Aber es hört nicht dabei auf. Die ganze Situation erinnert mich daran, wie sehr Tooning Out the News dazu beigetragen hat, die Grenzen zwischen ernster Satire und reiner Unterhaltung aufzulösen. Colbert war schon immer ein Meister darin, diese beiden Bereiche auszubalancieren, und diese Filmrolle fühlt sich wie ein natürlicher, fast unvermeidlicher nächster Schritt an.
Um es auf den Punkt zu bringen:
- Stephen Colbert – vom Late-Night-Pult in die Rolle, in Mittelerde zu kämpfen (oder sich aus schwierigen Situationen herauszureden).
- Das Tolkien-Universum – bekommt einen seiner bekanntesten lebenden Fans in einer offiziellen Rolle.
- Kreative Kontrolle – mit Projekten wie dem Kinderbuch und der Filmmitwirkung zeigt Colbert, dass er weit mehr als nur ein Fernsehgesicht ist.
Wir wissen noch nicht, ob er einen Elben, einen Menschen aus Rohan oder vielleicht sogar einen Hobbit spielen wird. Aber ich wette, er hat bereits alle geheimen Drehbuchentwürfe gelesen und die drei Fehler gefunden, die sonst niemand bemerkt hat. Was auch immer passiert, dies wird ein Ereignis, das zwei der hingebungsvollsten Fangemeinden der Welt vereint: jene, die Late Night lieben, und jene, die den Herrn der Ringe lieben. Und ich sage nur: Prost darauf!