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Karin Viard: Mutter und Vertraute – Humor und intime Geständnisse auf dem roten Teppich der César 2025

Unterhaltung ✍️ Camille Dubois 🕒 2026-04-05 23:34 🔥 Aufrufe: 2
Karin Viard und ihre Tochter Marguerite

Sie hat die Jahrzehnte durchquert, ohne jemals ihre unverblümte Art zu verlieren – diese direkte Sprache, die wir an ihr so lieben. Karin Viard war am 28. Februar 2025 zurück auf dem roten Teppich der César, und sie ging die Stufen der Olympia nicht allein. An ihrer Seite: eine dezente, aber auffällige Präsenz – ihre älteste Tochter Marguerite, 26 Jahre alt, im schwarzen Schlitzkleid mit offenen Haaren, aufeinander abgestimmt wie ein Augenzwinkern, das ihre wiedergefundene Verbundenheit zeigt.

Eine Mutter-Tochter-Beziehung, die Stürme erlebt hat

Was einem heute auffällt, wenn man die beiden Frauen sieht, ist die Offensichtlichkeit: Sie haben Spaß miteinander. Dabei beschrieb Karin Viard ihre Beziehung vor nicht allzu langer Zeit noch als « einen Beziehungsalbtraum ». Ja, richtig gelesen. Das war im Februar 2024 in einer Fernsehsendung. Die Schauspielerin, die gerade Madame de Sévigné gedreht hatte, vertraute ohne Filter an: « Es waren viele Jahre, die extrem schwer waren, sehr toxisch. Und ich habe dazu beigetragen, ohne es zu merken, ohne zu wissen, was ich tun sollte, dabei voller gutem Willen. »

Das Verrückte ist, dass sie genau durch das Drehbuch von Isabelle Brocards Film vor zehn Jahren vollends erkannte, welcher Spiegel ihr da zwischen der Marquise des 17. Jahrhunderts und ihrem eigenen Leben vorgehalten wurde. « Ich dachte mir: Das ist mein Thema », erzählte sie. Zehn Jahre später ist der Krieg vorbei. Der Frieden hat die Sanftmut einer späten Versöhnung.

« Wenn du den 25. Geburtstag deiner Tochter feierst und die Einzige bist, die tanzt »

Wer noch zweifelt, braucht nur einen Blick auf Karin Viards Instagram-Account zu werfen. Im November 2024 feierte sie den 25. Geburtstag ihrer jüngeren Tochter Simone. Und was sieht man da? Eine Mutter im schwarzen Kleid von Courrèges, buchstäblich allein auf der Tanzfläche, die sich wie ein Teenager in den Hüften wiegt. Die Bildunterschrift, vernichtend: « Wenn du den 25. Geburtstag deiner Tochter feierst und die Einzige bist, die tanzt. » Sogar Alex Lutz reagierte mit einem lachenden Emoji.

Diese Fähigkeit, über sich selbst zu lachen, ihre kleinen einsamen Momente mit vernichtendem Humor zur Schau zu stellen – das ist vielleicht das Markenzeichen Viard. Eine Mutter, die nie Angst hatte, mit ihren Töchtern über Sex zu sprechen (« Es gibt keine Tabus »), die sie erzogen hat mit dem Gedanken, « freie und unabhängige Frauen » zu sein, und die heute « rudern muss, um sie zu sehen ».

  • Marguerite (1998): Ausbildung in Maskenbildnerei an der Schule D-Mai Paris, arbeitete hinter dem Pinsel für ihre Mutter am Set von Les Apparences.
  • Simone (2000): Absolventin der École supérieure d’art et de design in Reims, erste Filmauftritte in Polisse und Le Bal des actrices.

Die « 2D-Pappmaske »: Wenn Karin Viard sich selbst nicht zu ernst nimmt

Und dann gibt es dieses lustige Bild, das im Netz kursiert: die berühmte « 2D-Pappmaske Karin Viard ». Man weiß nicht genau, wer diesen Scherz gestartet hat, aber die Schauspielerin, weit davon entfernt, sich zu ärgern, scheint diese alberne Verfremdung ihres eigenen Gesichts angenommen zu haben. Denn Karin Viard ist auch das: eine Schauspielerin, die im Handumdrehen vom intimen Drama (Les Chatouilles, César 2019) zur völligen Selbstironie wechseln kann. Diese lächerliche Maske ist ein kleines Symbol für diese Frau, die sich weigert, abzuheben – selbst nach drei Césars und dreizehn Nominierungen.

Heute, wo sie mit Manuel Herrero (Hochzeit im Juni 2022) durchs Leben schwebt, scheint Karin Viard dieses fragile Gleichgewicht zwischen Gluckenmutter und freier Frau gefunden zu haben. Und wenn sie uns weiterhin so unverblümt ihre « langen, gewalttätigen Jahre » offenbart, dann vielleicht, um eine einfache Wahrheit zu betonen: Man erzieht seine Kinder nicht ohne Narben, aber man kann später immer noch darüber lachen. Allein auf einer Tanzfläche – oder unter den Scheinwerfern der César.