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Hsin-Ying Hsu siegt unter Tränen: Überraschung bei der KMT-Vorwahl im Landkreis Hsinchu – Song Chuyus Vize kämpft erneut um den Landratsposten

Politik ✍️ 編輯部 🕒 2026-03-28 13:30 🔥 Aufrufe: 2

Die Anhänger der Kuomintang im Landkreis Hsinchu haben in den letzten Tagen eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt! Am 28. März wurden schließlich die Ergebnisse der KMT-Vorwahl verkündet. Nach einem dreitägigen Kopf-an-Kopf-Rennen, das sowohl Telefonumfragen als auch die finale Parteimitglieder-Abstimmung umfasste, setzte sich Legislativrätin Hsin-Ying Hsu gegen Vize-Landrat Chen Jian-Xian durch. Mit 50,634 % zu 49,366 % – einem winzigen Vorsprung von nur 1,268 Prozentpunkten – konnte sie sich knapp durchsetzen und wird die KMT bei der anstehenden Landratswahl Ende des Jahres vertreten.

Hsin-Ying Hsu gewinnt Vorwahl

Wende dank 70/30-Regel: Umfragewerte gleichen Rückstand bei Parteimitgliedern aus

Die Vorwahl der KMT folgte der 70/30-Regel – 30 % der Stimmen kamen von den Parteimitgliedern, 70 % aus Telefonumfragen. Der Prozess war hart umkämpft. Bei der Parteimitglieder-Abstimmung am 28. März zeigte Chen Jian-Xian seine starke Basisorganisation und sicherte sich 2870 Stimmen, was einem Anteil von 56,775 % entspricht. Damit lag er 685 Stimmen vor Hsu, die 2185 Stimmen (43,225 %) erhielt. Gerade als viele dachten, Chen hätte das Rennen bereits für sich entschieden, sorgten die entscheidenden Umfrageergebnisse für eine plötzliche Wende. In den drei durchgeführten Telefonumfragen lag Hsu durchgehend vorne, was nach der gewichteten Berechnung zu einem Gesamtanteil von 50,634 % führte und ihr den überraschenden Sieg bescherte.

Als das Ergebnis bekanntgegeben wurde, kämpfte Hsin-Ying Hsu auf der Bühne sichtlich mit den Tränen, blinzelte mehrmals, bis sie schließlich ein Taschentuch zückte. Mit erstickter Stimme sagte sie, sie habe in den letzten Tagen nur an fünf Worte gedacht: "Demut und Dankbarkeit". Sie dankte allen Bürgern, die sie in den Telefonumfragen unterstützt hatten, sowie den Parteimitgliedern, die zur Wahl gegangen waren. Auch ihrem Kontrahenten Chen Jian-Xian zollte sie Respekt und betonte, dass die Vorwahl nun vorbei sei und das gemeinsame Ziel die Zukunft des Landkreises Hsinchu sei.

"Der parteiinterne Wettbewerb ist nicht der wahre Sieg" – Hsu visiert die Hauptwahl an

Nachdem sie sich etwas gefasst hatte, zeigte Hsin-Ying Hsu die Erfahrung ihrer langen politischen Karriere. Sie rief ihre Anhänger dazu auf, den heutigen Sieg nur einen Abend lang zu feiern, denn ab morgen gehe der Kampf weiter – die eigentliche Prüfung habe erst begonnen. Die bevorstehende Wahl bezeichnete sie als "Endgegner" und verwies auf ihre Gegnerin von der DPP, die ihrer Meinung nach auf die Ressourcen von Partei, Regierung, Internet-Truppen, Justiz und Medien zurückgreifen könne. Diese Worte spiegelten nicht nur ihre nüchterne Einschätzung der Lage wider, sondern lenkten auch die Aufmerksamkeit der KMT-Anhänger schnell von den parteiinternen Grabenkämpfen hin zu einem gemeinsamen Zusammenhalt nach außen.

Für die Bürger im Landkreis Hsinchu ist Hsin-Ying Hsu kein unbeschriebenes Blatt. Mit einem Doktortitel im Bauingenieurwesen von der National Chiao Tung University und als erste weibliche Doktorin für Satellitenvermessung in Taiwan hat sie eine bemerkenswerte politische Karriere hingelegt. 2012 wurde sie mit den meisten Stimmen landesweit in den Legislativrat gewählt. 2015 verließ sie die KMT, um die Minkuotang (MKT) zu gründen, und kandidierte 2016 als Vize-Präsidentschaftskandidatin an der Seite von James Soong. Obwohl dieser Wahlkampf nicht erfolgreich war, machte sie sich damit landesweit einen Namen. 2022 kehrte sie über die "Gemeinsame-Boot-Initiative" zur KMT zurück und 2024 zog sie erneut in den Legislativrat ein. Diesmal bringt sie ihre reiche Wahlerfahrung mit, um sich erneut um den Landratsposten im Landkreis Hsinchu zu bewerben.

Nach hitzigem Vorwahlkampf: Die Integration der Partei ist der nächste entscheidende Schritt

Natürlich blieben auch Kontroversen in diesem Vorwahlkampf nicht aus. Von Hsus Vorwürfen gegen Chens Vergangenheit in einem Arbeitslager mit der Forderung nach einer Überprüfung, bis hin zu Gegenvorwürfen aus Chens Lager, Hsu habe gegen das Wahlgesetz verstoßen, indem sie Umfrageergebnisse veröffentlichte, und sogar die Frage nach einer doppelten Parteimitgliedschaft aufwarfen – beide Seiten lieferten sich ein intensives Schlagabtausch. Nun, da das Vorwahlergebnis feststeht und die Kandidatur von Hsin-Ying Hsu offiziell ist, liegt die nächste große Herausforderung darin, ob es der KMT gelingt, die Partei zu einen.

Chen Jian-Xian zeigte nach der Bekanntgabe des Ergebnisses Größe. Trotz seines deutlichen Siegs bei der Parteimitglieder-Abstimmung beschränkte er sich auf die Worte: "Auf geht's, Kuomintang! Auf geht's, Landkreis Hsinchu!" Damit setzte er einen vorläufigen Schlusspunkt unter den harten innerparteilichen Wettbewerb. Mit Blick auf die Hauptwahl Ende des Jahres wird es nun entscheidend sein, ob die KMT den Landkreis Hsinchu, ein traditionell "blaues" Gebiet, behaupten kann. Dies hängt davon ab, wie es Hsin-Ying Hsu gelingt, die lokalen Kräfte zu einen und die Energie aus dem Vorwahlkampf in eine gemeinsame Anstrengung für die Hauptwahl umzuwandeln.

  • Vorwahlergebnis: Hsin-Ying Hsu setzt sich mit 50,634 % zu 49,366 % knapp gegen Chen Jian-Xian durch.
  • Entscheidende Wende: Trotz Rückstands bei der Parteimitglieder-Abstimmung dreht sie den Wettbewerb dank der 70 % gewichteten Telefonumfragen.
  • Reaktion von Hsu: Sichtlich gerührt, betont sie "Demut und Dankbarkeit" und ruft zur Geschlossenheit auf.
  • Reaktion von Chen: Zeigt sich fair und sendet die Botschaft: "Auf geht's, Kuomintang!"

Bei der Landratswahl Ende des Jahres wird Hsin-Ying Hsu das Blau antreten. Ob sie an ihren damaligen Erfolg als stimmstärkste Kandidatin landesweit anknüpfen und nach mehreren Parteiwechseln erneut das Vertrauen der Wähler gewinnen kann, wird die große Frage im bevorstehenden "Wahlkampf um den Weltklasse-Landkreis Hsinchu" sein.