Startseite > Unterhaltung > Artikel

Cillian Murphy: Von Tommy Shelby zu Oppenheimer – die hypnotische Seele, die Hollywood erobert, ohne ihre irische Essenz zu verlieren

Unterhaltung ✍️ Carlos Méndez 🕒 2026-03-20 12:44 🔥 Aufrufe: 2

Es gibt Schauspieler, die kommen und gehen, und dann gibt es Cillian Murphy. Der Ire ist seit Jahren dieses offene Geheimnis, das wir Cineasten in unseren Herzen bewahrt haben – bis Oppenheimer ihn mit der Wucht einer Atombombe endgültig zum globalen Superstar katapultierte. Aber wer ist der Mann wirklich hinter diesen ungewöhnlichen Augen? Wenn du denkst, du weißt alles, weil du ihn als Tommy Shelby gesehen hast, dann lass mich dir den Rest erzählen. Denn jetzt, während die Welt seine Darbietung in Christopher Nolans Film noch verdaut, ist Murphy präsenter denn je – auch wenn er sich an den unerwartetsten Orten versteckt.

Cillian Murphy portrait

Das Vermächtnis von Tommy Shelby und dieses ewige Duell mit Tom Hardy

Für viele ist Cillian Murphy die Verkörperung von Peaky Blinders. Und das völlig zu Recht. Über sechs Staffeln hinweg hat er uns mit dem Blick von Tommy Shelby hypnotisiert, diesem Anführer der Blinders, der die Last des Krieges und den Ehrgeiz auf seinen Schultern trug. Aber was die Serie so süchtig macht, immer wieder aufs Neue zu sehen, ist nicht nur Murphys magnetische Präsenz, sondern auch die explosive Chemie mit seinem liebsten Widersacher: Alfie Solomons, die Figur, die Tom Hardy zu einem Mythos erhoben hat. Diese Dialoge zwischen den beiden, bei denen nicht einmal geschrien werden muss, um die Spannung zu spüren, sind einfach reines Kino. Jetzt, mit dem versprochenen Film The Immortal Man am Horizont, halten uns die Gerüchte, ob wir dieses Wiedersehen auf der großen Leinwand erleben werden, in Atem. Denn seien wir ehrlich: Tommy und Alfie gemeinsam in einer Szene zu sehen, ist wie zwei Schachgroßmeister zuzusehen, die mit Dynamit spielen.

Die Stimme, die uns entführt: Von Enda Walsh nach Nevada

Aber was viele vielleicht nicht wissen: Die Vielseitigkeit von Cillian Murphy geht weit über die Leinwand hinaus. Wenn du zu denen gehörst, die auf die Credits achten, ist dir sein Name vielleicht in den elegantesten Projekten der letzten Zeit aufgefallen. Seine Zusammenarbeit mit dem Dramatiker Enda Walsh zum Beispiel ist eine feste Größe. Die beiden arbeiten seit Jahren zusammen, treiben das irische Theater mit Stücken, die einem die Seele zerreißen, an seine Grenzen. Das ist seine wahre Schule: das Theater.

Apropos Atmosphäre: Kürzlich bin ich auf eine Arbeit von ihm gestoßen, die mich sprachlos gemacht hat. Es handelt sich um Nevada – Erzählt von Cillian Murphy. Diese tiefe Stimme, mit diesem Akzent, der so kalt wie die Wüste oder so warm wie ein Kaminfeuer in Dublin sein kann, hüllt dich ein, während sie die Geschichte dieses amerikanischen Bundesstaates erzählt. Das ist eine Erfahrung, die ich blind empfehlen kann. Es ist, als würde Murphy einem die dunkelsten Geheimnisse des Wilden Westens ins Ohr flüstern und verleiht ihm eine Tiefe, die selbst die beste Naturdokumentation ohne ihn nicht erreichen könnte.

Das Oppenheimer-Phänomen und ein Buch, das du haben musst

Natürlich können wir den Elefanten im Raum nicht ignorieren. Oppenheimer hat die Spielregeln verändert. Murphy den Vater der Atombombe spielen zu sehen, bedeutete, einen Schauspieler auf dem Gipfel seiner Schaffenskraft zu erleben, geführt von diesem Genie namens Christopher Nolan. Aber wer glaubt, dass das Erlebnis im Kinosessel endet, der irrt. Für alle, die alles verstehen wollen, gibt es einen Schatz: Unleashing Oppenheimer: Inside Christopher Nolan's Explosive Atomic-Age Thriller. Dieses Buch ist die Bibel für Fans. Es taucht tief ein in Nolans Handwerk, diese explosive Erzählung zu konstruieren, wie Murphy sich darauf vorbereitete, das menschliche Paradoxon des Wissenschaftlers zu verkörpern, und all die technischen Details, die einen dreistündigen Film zu einer Reise machten, die sich anfühlt wie ein einziger Atemzug.

  • Der Blick: Cillian hat die Gabe, mit Stille mehr zu sagen als die meisten mit zehnminütigen Monologen. In Oppenheimer spürte man bei jeder Nahaufnahme, wie das Universum in ihm kollabierte.
  • Der diskrete Ire: Anders als andere hasst Murphy soziale Medien. Während alle ihre Projekte auf Instagram bewerben, zieht er es vor, zu verschwinden, was jeden seiner Auftritte zu einem Ereignis macht.
  • Das Alter Ego: Viele verwechseln ihn mit Killian Scott, einem anderen großartigen irischen Schauspieler. Aber während Scott der König der Polizeiserien ist, ist Murphy der König der psychologischen Komplexität. Zwei Killians, zwei Stile, ein Land voller Talente.

Was kommt als Nächstes für Cillian?

Während die Welt sehnsüchtig auf den Peaky Blinders-Film wartet, bleibt Cillian Murphy seinem Weg treu: Er wählt Projekte, die ihn interessieren, nicht solche, die ihn noch berühmter machen. Von seinen Anfängen im Independent-Film mit Danny Boyle bis hin zum unangefochtenen Hauptdarsteller von Nolan, hat er sich diese Beständigkeit bewahrt, die wir in Hollywood so sehr vermissen. Jetzt, während ich seine Erzählung in Nevada höre, kann ich nur denken, dass wir hier einen Schauspieler in der Vollendung seiner Kunst erleben. Und das Beste daran: Seine beste Darbietung kommt wahrscheinlich erst noch. Also, wenn du seinen Namen in der Besetzung von etwas siehst, dann zöger nicht. Tu dir selbst einen Gefallen, setz dich und lass Cillian Murphy dir die Geschichte erzählen. Er weiß, wie das geht.