Chucky Lozano in San Diego: Das Ende einer Ära? Die schonungslose Wahrheit über den Mexikaner in der MLS
Erinnern Sie sich noch an die Vorfreude, als Hirving 'Chucky' Lozano seine Rückkehr in die MLS verkündete, um der Star von San Diego FC zu werden? Ich schon. Aber kaum ein paar Monate der Saison 2026 sind vergangen, und der Traum hat sich in einen regelrechten Albtraum verwandelt. Was wir gerade mit 'Chucky' erleben, ist keine bloße Formkrise, das ist eine scheibchenweise scheidende Scheidung – und zwar eine richtig hässliche.
Ehrlich, es tut weh, ihn so zu sehen. Der Mann, der uns in Neapel begeisterte, der Deutschland 2018 in Russland den Zahn zog, verbringt die Spiele heute auf der Bank oder, schlimmer noch, auf der Tribüne. Und das Krasseste ist: Der Verein bemüht sich noch nicht einmal, die Sache schönzureden. Stimmen aus der Umkleidekabine lassen durchsickern, dass er "einfach nicht ins System passt", dass sein Stil nicht das ist, wonach sie suchen. Wie bitte? 'Chucky' passt nicht rein? Das ist, als würde man sagen, ein Maserati taugt nichts für den Supermarkt-Einkauf. Da stinkt doch was in San Diego.
Die (sehr) deutliche Ansage des Klubs
Man hat es ja bereits ohne große Umschweife aus dem Verein verlauten lassen: 'Chucky' steht nicht in der Planung. Und es liegt nicht etwa an einer Verletzung oder mangelnder Fitness. Es ist eine taktische Entscheidung, oder wer weiß, vielleicht auch etwas Persönliches, aber Fakt ist: Er ist praktisch ausradiert. Für einen Spieler seines Kalibers, mit dem Ego und Talent, das er hat, muss das ein schwerer Schlag sein. Wir, die wir seine Karriere verfolgen, wissen: Hirving Lozano muss sich wichtig fühlen, er muss angespielt werden, und in San Diego isolieren sie ihn, als wäre er ein hinderliches Möbelstück.
Das Allerschlimmste ist der schmerzhafte Vergleich. Während wir Raúl Jiménez in Europa um jeden Ball kämpfen und sich als Referenz behaupten sahen, wird 'Chucky' in einer Liga in die zweite Reihe geschoben, die er – bei allem Respekt – mit links dominieren müsste. Was ist aus dem Flügelspieler geworden, der Spiele entscheiden konnte, dieser Wirbelwind, der Abwehrreihen auseinandernahm? In San Diego haben sie ihn ausgeschaltet, und die mexikanischen Fans, die ihm überallhin folgen, verdienen es nicht, ihren Idol so zu sehen.
Welche Optionen bleiben 'Chucky' noch?
Die Situation ist so unhaltbar, dass niemand mit klarem Verstand noch glaubt, dass er in San Diego weitermacht. In der mexikanischen Fußballszene spricht niemand über etwas anderes, und die Gerüchte auf den Fluren deuten in verschiedene Richtungen. Das sind meiner Meinung nach die wahrscheinlichsten Wege für Hirving 'Chucky' Lozano:
- Rückkehr in die Liga MX: Das wäre die romantischste Lösung und die, die sich viele von uns wünschen. Vereine wie América (wenn die Bombe platzt) oder ein Chivas, das einen Spieler dieses Kalibers braucht, wären immer im Gespräch. Aber Achtung, seine Ablöse ist hoch, das Gehalt auch. Gibt es einen mexikanischen Klub, der bereit ist, die Party zu zahlen?
- Ein anderer MLS-Klub: Möglich wäre ein Tausch oder ein Verkauf innerhalb der Liga. Es gibt Franchises, die dringend einen Franchise-Player brauchen, und 'Chucky' könnte das mit der richtigen Motivation immer noch sein. Aber er müsste akzeptieren, dass sein San-Diego-Abenteuer ein kompletter Reinfall war.
- Auf die WM warten und einen würdigen Karriereausklang finden: In der mexikanischen Nationalmannschaft liefert 'Chucky' immer ab. Wenn er sich zusammennimmt, könnte er 2026 in guter Form sein. Aber dafür muss er spielen. Jede Option, die ihn aktiv hält, ist besser, als auf der Bank zu verkümmern.
- Abenteuer auf einem anderen Kontinent: Das ist nicht das, worüber alle sprechen, aber im Fußball weiß man nie. Brasilien hat immer mit seinem Spielstil geliebäugelt, und ein großer Verein in Argentinien würde ihm die Türen nicht verschließen. Es wäre eine unerwartete Wendung, aber in dieser Seifenoper ist alles möglich.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir tut es in der Seele weh, ihn so zu sehen. Er ist nicht nur ein Spieler, er ist einer von uns. Er ist die Unberechenbarkeit, die Freude, die Lässigkeit in Person. Und ihn so ausgebrannt, ausgegrenzt und mit leerem Blick auf der Bank von San Diego zu sehen, ist wie das Ende eines Films, der episch werden sollte. Ich hoffe, dass wir bald, sehr bald, den echten 'Chucky' auf einem Platz brüllen sehen, wo er hingehört. Denn an Talent mangelt es ihm ganz sicher nicht.
In der Zwischenzeit werden sie in San Diego von ganz oben weiter beteuern, dass er nicht ins Konzept passt. Und wir, die wir ihn glänzen sahen, wissen: Das Problem ist nicht er. Das Problem ist, dass sie nicht wussten, was sie mit einem Diamanten anfangen sollten.