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Bucks-Cavaliers: Mobley und Harden lassen es im Fiserv Forum krachen | NBA 2026

Sport ✍️ Marco Valerio 🕒 2026-03-18 09:57 🔥 Aufrufe: 1
Evan Mobley und James Harden im Einsatz gegen die Bucks

Das Fiserv Forum in Milwaukee war gerappelt voll, bereit, seine Bucks trotz der schwerwiegenden Ausfälle nach vorne zu peitschen. Was dann folgte, war ein echtes Basketball-Spektakel, ein Spiel, das bis zur letzten Sekunde um jeden Punkt kämpfte. Am Ende siegten die Cleveland Cavaliers mit 123:116, aber das Ergebnis sagt weit weniger aus als das, was auf dem Parkett zu sehen war. Ein Sieg, der wie eine klare Absichtserklärung Clevelands wirkt, getragen von den Schultern seiner beiden Giganten.

Das perfekte Duo: Power und Klasse

Da Giannis bei den Bucks fehlte und es auf der anderen Seite hier und da etwas Zipperlein gab, hatte man mit einem zerfahrenen Spiel gerechnet. Stattdessen wurde es der Abend der Bewährung für das neue Traumpaar der Cavs. Evan Mobley spielte eine monströse Partie: 27 Punkte und, aufgepasst, 15 Rebounds – sein Saisonhöchstwert. Er putzte die Bretter, als wäre es sein Wohnzimmer, und verteilte drei unglaubliche Blocks, die alle daran erinnerten, warum er der amtierende Verteidiger des Jahres ist. Auf der anderen Seite kramte James Harden sein Old-School-Repertoire aus: 27 Punkte bei nur 10 Feldwürfen, quasi lebte er an der Freiwurflinie (11/13) und verteilte seine Assists mit jener Nonchalance, die nur echte Genies des Parketts besitzen. Eine perfekte Mischung aus Mobleys Physis unter den Körben und Hardens zynischer Cleverness als Spielmacher.

Milwaukee gibt niemals auf: KPJs Charakterbeweis

Die Bucks sahen dem Ganzen aber nicht tatenlos zu. Ohne ihre wertvollsten Stücke fanden sie in Kevin Porter Jr. einen unerwarteten Anführer: 25 Punkte und 10 Assists für ihn, gepaart mit der Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und das Team in schwierigen Momenten zu reißen. Im zweiten Viertel legten die Bucks einen 17:4-Lauf hin, der das heimische Publikum verstummen ließ – mit einer Führung ging es in die Kabine. Bobby Portis, Ousmane Dieng und Ryan Rollins kamen alle auf jeweils 19 Punkte, und am Ende sollten für die Bucks 20 Dreier bei 45 Versuchen zu Buche stehen. Eine mutige Leistung, die Clevelands Probleme bei der Verteidigung der Dreierlinie offenbarte.

Die entscheidenden Momente des Spiels

Wenn man auf diese Begegnung zurückblickt, springen einige Schlüsselelemente ins Auge, die das Zünglein an der Waage letztlich zugunsten Clevelands ausschlagen ließen:

  • Physis unter den Körben: Die Cavaliers dominierten die Zone regelrecht und erzielten 56 Punkte im gegnerischen Farbkreis, verglichen mit nur 34 der Bucks. Mobleys Präsenz war mehr als spürbar.
  • Die Freiwurflinie, ein Rettungsanker: Cleveland versuchte doppelt so viele Freiwürfe wie Milwaukee (34 zu 17) und verwandelte 27 davon. Ein Unterschied, der es erlaubte, das Ende zu kontrollieren und jeden Aufholversuch im Keim zu ersticken.
  • Der Stolz von Milwaukees Bank: Trotz der Niederlage übertrafen die zweiten Reihen der Bucks jene der Cavs mit 57:24. Ein wichtiges Signal für Doc Rivers, dass er für die Zukunft auf eine wertvolle Bank zählen kann.

Und dann, im vierten Viertel, zeigte sich schließlich die größere Tiefe Clevelands. Da Mitchell im Wurf nicht auf dem Zenit war (4/14 vom Feld, aber dennoch 19 Punkte und 8 Rebounds), war es Sam Merrill, der den Unterschied ausmachte – mit 17 Punkten. Sein Dreier 7 Minuten vor Schluss läutete einen entscheidenden 8:0-Lauf ein, bei dem Keon Ellis und Max Strus die finalen Dreier zum Sieg setzten und jede Hoffnung auf eine Wende zunichtemachten. Mit diesem Sieg verbessern sich die Cavaliers auf 42:27 und festigen den vierten Platz im Osten. Für die Bucks (28:40) ist die Saison bitter, aber sie können sich zumindest mit dieser charakterstarken Leistung gegen einen der Titelanwärter trösten.