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Augusto Cury kündigt Präsidentschafts-Vorwahl an und veröffentlicht offenen Brief an das Land

Innenpolitik ✍️ Carlos Almeida 🕒 2026-03-05 12:05 🔥 Aufrufe: 2
Augusto Cury kündigt seine Präsidentschafts-Vorwahl an

Also Leute, die politische Bühne Brasiliens hat gerade eine hochinteressante Zutat dazubekommen. Am Abend dieses Mittwochs, des 4. März 2026, hat der Psychiater und Schriftsteller Augusto Cury beschlossen, die Couch zu verlassen und sich mitten in die Arena zu stürzen. Der Mann, der hinter Klassikern steckt, die Millionen Brasilianern geholfen haben, ihre eigene Angst zu verstehen – wie "Der Verkäufer von Träumen" und "Angst – Wie man der Krankheit des Jahrhunderts begegnet" – hat in den sozialen Medien einen offenen Brief veröffentlicht, in dem er seine Vor-Kandidatur für die Präsidentschaft der Republik ankündigt. Und, mal ehrlich, nicht jeden Tag sehen wir einen Typen, der uns beibringt, wie man mit Emotionen umgeht, der dann das Land verwalten will.

Wer schon einmal ein Buch von Augusto Cury gelesen hat, weiß, dass er nicht um den heißen Brei herumredet. Der Psychiater, der über 30 Werke veröffentlicht hat und als einer der meistgelesenen Autoren des Jahrzehnts gilt, hat immer wieder auf die Bedeutung emotionaler Intelligenz und die Notwendigkeit, unsere Rollen in der Gesellschaft zu überdenken, gepocht. Jetzt will er dieses Gespräch in den Präsidentenpalast bringen. In dem Brief lässt Cury seinem Unmut über das, was er das "politische Schauspiel" nennt, freien Lauf und kritisiert die Polarisierung, die, so sagt er, "das Land lähmt und die Bevölkerung krank macht".

Der Ton des Dokuments ist ganz im Stil von Cury: philosophisch, direkt und mit einer Prise Provokation. Er argumentiert, dass die Politik auf der Grundlage von Emotionsmanagement und existenzieller Intelligenz erneuert werden muss. Übersetzt: Anstelle von Machtkämpfen will er die emotionale Bildung ins Zentrum der Debatte stellen. Und das ergibt doch irgendwie Sinn? In einer Zeit, in der die psychische Gesundheit der Leute am Limit ist, könnte die Idee eines Präsidenten, der sich mit Angst und Stress auskennt, viele Wähler abholen, die das übliche Hin und Her leid sind.

Ein Detail, das auffällt, ist, dass Augusto Cury keine Partei hat – zumindest vorerst. In dem Brief macht er klar, dass er nicht um ein Parteibuch bittet, sondern sich vielmehr anbietet, von Gruppierungen kontaktiert zu werden, die zu einem "unkonventionellen" Gespräch bereit sind. Das ist ein mutiger Schachzug: Anstatt sich einer bereits abgenutzten Partei anzuschließen, wirft er den Parteien den Fehdehandschuh hin. Wer wird einen Kandidaten aufnehmen wollen, der davon spricht, "die Politik neu zu erfinden", und eine Wählerschaft anspricht, die oft den konventionellen Debatten entflieht? Wer weiß.

Die Reaktion in den Netzwerken war, klar, eine Mischung aus Überraschung, Memes und aufrichtiger Unterstützung. Manche erinnern daran, dass Brasilien schon einmal einen parteilosen Präsidenten gewählt hat (und gesehen hat, was dabei herauskam), aber es gibt auch Leute, die begeistert sind von der Möglichkeit eines Anführers, der zumindest auf dem Papier etwas vom menschlichen Verhalten versteht. Schließlich, wenn Politik von und für Menschen gemacht wird, warum nicht einen Psychiater an der Spitze?

Wenn ihr bei den aktuellen Themen am Ball seid, habt ihr sicher schon gesehen, dass "Augusto Cury" nach der Ankündigung durch die Decke ging. Und das nicht ohne Grund. Sein Name, der in Buchhandlungen bereits bekannt war, dringt jetzt in politische Gesprächsrunden vor. Der Autor setzt auf Themen wie:

  • Emotionale Bildung in den Schulen – ein altes Anliegen von ihm, das in einem Land mit hohen Raten von Mobbing und Depressionen unter Jugendlichen an Bedeutung gewinnt.
  • Psychische Gesundheit im öffentlichen Gesundheitswesen – Vorschläge zur Ausweitung der psychologischen Betreuung im SUS (dem brasilianischen Gesundheitssystem), ein Thema, das immer wieder in Debatten auftaucht, aber nie umgesetzt wird.
  • Ende der toxischen Polarisierung – eine Rhetorik, die sowohl der müden Linken als auch der müden Rechten gefällt.

Jetzt heißt es abwarten, wie die nächsten Kapitel aussehen. Werden sich Parteien an den Psychiater wenden? Wird er es schaffen, die virtuelle Begeisterung in echte Stimmen umzumünzen? Eines ist sicher: Mit Augusto Cury im Rennen verspricht die Wahl 2026 nachdenklicher (und vielleicht weniger geschreiig) zu werden, als wir es gewohnt sind. Augen auf, denn diese Geschichte wird noch viel Gesprächsstoff für Stammtische liefern und, wer weiß, vielleicht ein paar echte Veränderungen.