Aktueller Goldpreis: Warum das Goldfieber zurück ist und wie Sie darauf reagieren können
Es ist wieder so weit: Das Goldfieber greift um sich. Wer den aktuellen Goldpreis im Auge behält, sah bereits am vergangenen Freitag, dass die Futures während der europäischen Sitzung deutlich höher notierten. Was aber wirklich auffällt, ist der Vorsprung, den uns der Kryptomarkt lieferte. Bitcoin und andere digitale Assets schossen in die Höhe, und wie so oft laufen Kryptowährungen manchmal der Stimmung bei Edelmetallen voraus. Meine Erwartung? Am Montag eröffnet der Goldpreis deutlich höher, und wir stehen möglicherweise am Anfang einer neuen Rallye.
Insider: "Gold bereit für die nächste Aufwärtsphase"
Ein Insider, mit dem ich sprach, ist felsenfest davon überzeugt, dass Gold für die nächste Aufwärtsphase bereit ist. Und er steht damit nicht allein. Jeder, der den Markt schon länger verfolgt, sieht, dass die Goldpreise technisch einen wichtigen Widerstand durchbrochen haben. Mein Kontakt wies mich auf die anhaltenden Käufe der Zentralbanken hin, insbesondere in Asien und dem Nahen Osten. "Diese Akteure blicken auf die lange Frist, nicht auf die Tageskurse", sagt er. Und dabei haben wir noch nicht einmal über die Zinserwartungen in den USA und die anhaltenden geopolitischen Spannungen gesprochen.
Goldpreis EUR und die Rolle der Währungen
Für uns in Österreich ist vor allem der Goldpreis in Euro interessant. In den letzten Wochen konnte man sehen, dass der Dollar etwas an Boden verloren hat, aber der Euro-Goldpreis blieb stabil bis leicht höher. Das ist ein Zeichen dafür, dass die zugrunde liegende Nachfrage robust ist. Betrachten wir den Goldpreis in allen Währungen, sehen wir ein konsistentes Bild: In Pfund, Yen, Franken – überall steigt Gold in der lokalen Währung. Genau das möchte man in einem beginnenden Bullenmarkt sehen. Die Diversifikation wirkt, und Anleger suchen Sicherheit außerhalb des traditionellen Geldsystems.
Was bedeutet das für den österreichischen Anleger?
In Österreich können Sie auf verschiedene Weise auf den steigenden Goldpreis reagieren. Natürlich gibt es die bekannten Tracker und ETFs, aber wer greifbar werden möchte, landet schnell bei einer Goldwechselstelle. Ich sehe in den letzten Wochen immer mehr Menschen, die mit altem Schmuck, Erbstücken oder ausländischen Münzen zu einer solchen Stelle gehen. Das Angebot nimmt zu, aber auch die Nachfrage von Privatpersonen, die gerade zukaufen möchten. Mein Rat: Wenn Sie erwägen, physisches Gold zu erwerben, achten Sie genau auf die Spanne zwischen An- und Verkauf. Bei einer Goldwechselstelle können Sie oft direkt handeln, aber vergleichen Sie ruhig die Kurse.
- Anhaltende Zentralbankkäufe – China, die Türkei und Indien kaufen strukturell weiter zu.
- Zinserwartungen – Der Markt rechnet mit einem Ende der Zinserhöhungen in den USA, was den Dollar schwächt.
- Geopolitische Unsicherheit – Von der Ukraine bis zum Nahen Osten, Spannungen treiben Fluchtkapital an.
- Technischer Durchbruch – Der aktuelle Goldpreis hat einen mehrjährigen Widerstand gebrochen, das zieht Momentum-Spieler an.
Ausblick: Bleiben Sie nüchtern, aber seien Sie vorbereitet
Ich bin kein Freund von Hypes, aber die Signale sind zu deutlich, um sie zu ignorieren. Der Goldpreis steht besser da als seit Jahren. Natürlich kann es auch mal seitwärts oder nach unten gehen – nichts steigt in einer geraden Linie. Aber die zugrunde liegende Struktur ist gesund. Mein Tipp: Setzen Sie einen Kursalarm für den aktuellen Goldpreis in Euro, und wenn Sie physisches Gold in Erwägung ziehen, besuchen Sie doch einmal eine seriöse Goldwechselstelle, um die Möglichkeiten zu erkunden. Das Goldfieber ist zurück, aber wer einen kühlen Kopf bewahrt, kann vernünftig damit umgehen.
Nächste Woche erwarte ich mehr Klarheit darüber, wie der Markt auf die neuen Zahlen aus Amerika reagiert. Behalten Sie also die Goldpreise im Auge, und falls Sie Fragen haben, ich lese gerne Ihre Kommentare.