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Adrien Théaux beendet Karriere: Der Doyen des Ski-Weltcups verabschiedet sich

Sport ✍️ Peter Maier 🕒 2026-03-10 08:33 🔥 Visningar: 1

Es sind Momente wie diese, die einem als Sportfan die Sprache verschlagen: Adrien Théaux, der dienstälteste Skirennläufer im Weltcup-Zirkus, hat angekündigt, dass er nach dieser Saison seine Skis endgültig in die Ecke stellen wird. Wer ihn je die legendäre Lauberhorn-Abfahrt oder die eisigen Pisten in Gröden hat hinunterdonnern sehen, der weiß: Da geht nicht nur ein Athlet, da geht eine lebende Legende.

Adrien Théaux im Ziel der Wengen-Abfahrt

Ein Franzose, der die Geschwindigkeit liebte

Wenn man über Adrien Théaux spricht, kommt man um eine Zahl nicht herum: 13. Dreizehn Mal stand der Franzose in seiner Karriere auf dem Podest eines Weltcup-Rennens. Drei dieser Male ganz oben – ein Triumph, den sich nicht viele erfüllen können. Besonders in Erinnerung bleiben seine Exploits in den Speed-Disziplinen, wo er mit einer Mischung aus Eleganz und purem Risiko glänzte. Ich sag nur: Adrien Théaux @ 2022 Val Gardena/Gröden Alpine Ski World Cup – damals fuhr er auf der berüchtigten Saslong gegen die Besten der Welt und zeigte, warum er auch mit Ende dreißig noch immer ein Kontrahent war, den keiner unterschätzen durfte.

Sein Name wird oft mit oder ohne Akzent geschrieben – Adrien Théaux oder Théaux –, aber egal wie man ihn tippt, der Klang ist in der Ski-Szene ein Begriff. Der Mann aus den französischen Pyrenäen war der ruhende Pol im französischen Speed-Team, einer, der immer da war, wenn es darauf ankam. Und einer, der sich nie verbog.

Rivalitäten und ein Name, der verbindet

Natürlich gab es auch große Duelle. Wer denkt da nicht an die packenden Zweikämpfe mit dem Italiener Mattia Casse? Besonders in den Trainings und Rennen in Bormio oder eben Gröden lieferten sich die beiden packende Duelle um Hundertstelsekunden. Und dann ist da noch die familiäre Note: Viele Fans fragen sich, ob der Name Timothee Théaux kein Zufall ist. Ja, Timothee ist der jüngere Bruder, ebenfalls im Ski-Zirkus unterwegs, wenn auch mehr in technischen Disziplinen. Die Brüder Théaux – zwei Vollblut-Skifahrer, die den französischen Skisport über Jahre geprägt haben. Adrien war jedoch derjenige, der die ganz großen Blitze zündete.

Die nackten Zahlen einer außergewöhnlichen Karriere

Bevor er endgültig die Skis an den Nagel hängt, lassen wir die Fakten noch einmal sprechen – die sind nämlich beeindruckend genug:

  • 3 Weltcup-Siege – darunter Abfahrten und Super-G, die nur die Besten gewinnen.
  • 13 Podestplätze in der Weltspitze, ein Beweis für jahrelange Konstanz.
  • Über 200 Weltcup-Starts – eine Zahl, die nur wenige erreichen.
  • Mehrfacher französischer Meister und Teilnehmer an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften.

Servus, Adrien! Was bleibt, ist der Respekt

Für uns Österreicher, die wir im Ski-Fieber aufwachsen, war Adrien Théaux immer so etwas wie der "ewige Franzose". Einer, der nie aufgab, der auch mit 40 noch angriff, während die Jungen um ihn herum schon längst auf dem Zahnfleisch gingen. Jetzt, wo er seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, heißt es: Danke für die Momente! Danke für die waghalsigen Fahrten, die Lächeln im Zielraum und die fairen Duelle mit unseren Athleten. Die Ski-Welt wird ohne ihn ein bisschen leiser – aber die Erinnerungen an Adrien Théaux bleiben.