VfB Frauen: Rekordkulisse, Pokalfieber und der nächste Härtetest in der Bundesliga
Manchmal erlebst du im Stadion so einen Moment, der dich einfach sprachlos macht. So ein Moment war das letzte Heimspiel der VfB Frauen. Über 30.000 Zuschauer in der MHPArena – das ist nicht nur für den Verein ein Meilenstein, das ist ein Statement für den gesamten Frauenfußball in der Region. Klar, der 2:0-Sieg gegen Mainz 05 war sportlich solide, aber die Kulisse hat einfach alles übertroffen. Wenn du da drin stehst, spürst du, dass hier etwas wächst. Dass das keine Eintagsfliege ist. Die magische Marke ist geknackt, und das Gefühl bleibt: Der VfB ist in dieser Stadt längst nicht mehr nur eine Herren-Marke.
Das Pokal-Halbfinale: Der Traum vom Finale lebt
Doch von der Euphorie allein kann sich niemand was kaufen. Schon jetzt geht der Schlagzeug-Rhythmus in den Köpfen weiter, denn die kommenden Tage haben es in sich. Der Blick richtet sich erstmal nach Osten, genauer gesagt nach Dresden. Im DVV Pokal steht das 2. Halbfinale an: Dresdner SC - VfB Suhl LOTTO THÜRINGEN. Moment, stopp – wer jetzt kurz verwirrt ist, liegt genau richtig. Wichtig ist: Es geht um die VfB-Frauen. Auch wenn sie im Pokal nochmal unter einem anderen Namen firmieren, ist das Ziel glasklar: Das Endspiel. Dresden ist da eine harte Nuss, aber die Truppe hat in dieser Saison schon gezeigt, dass sie mit Drucksituationen umgehen kann. Ein Sieg dort, und der Pott ist zum Greifen nah.
Bundesliga-Rückkehr: Derbytime in Stuttgart
Und während die Pokal-Vorfreude steigt, schlägt im Hintergrund schon der Alltag der Bundesliga zu. Kaum zurück aus Sachsen, wartet mit dem 19. Spieltag direkt das nächste Highlight. Und diesmal bleibt die Anreise kurz: Es geht im Stuttgarter Raum gegen Allianz MTV Stuttgart. Das ist Derby, das ist Prestige, das sind drei Punkte, die im Kampf um die oberen Tabellenregionen einfach goldwert sind.
- Das Pokal-Halbfinale: Dresdner SC vs. VfB Suhl. Für die VfB-Frauen geht es um das Ticket ins Endspiel. Alles oder nichts.
- Das Bundesliga-Derby: Allianz MTV Stuttgart vs. VfB Frauen. Lokaler Kampf um wichtige Punkte am 19. Spieltag.
- Der besondere Fokus: Wie geht die Mannschaft mit der Belastung von zwei Top-Spielen innerhalb weniger Tage um?
Was mir persönlich ein bisschen Sorge macht, ist die Personallage. Ausgerechnet jetzt, wo der Laden brummt und die Fans in Scharen strömen, müssen wir auf unsere Spielführerin verzichten. Das ist bitter, keine Frage. Gerade in so einem engen Programm ist ihre Präsenz auf dem Platz und ihre Routine in der Kabine nicht zu ersetzen. Andere müssen jetzt in die Bresche springen, Verantwortung übernehmen. Das kann eine Mannschaft aber auch zusammenschweißen.
Heiko Gerber und sein Team haben gezeigt, dass sie solche Extremsituationen managen können. Die Art und Weise, wie die Mannschaft gegen Mainz aufgetreten ist – konzentriert, aber nicht verbissen – war schon ein gutes Zeichen. Jetzt kommt es darauf an, die Energie aus dem Stadion mitzunehmen, sie in Sachsen in Leidenschaft umzumünzen und dann im Derby vor heimischer Kulisse einfach nochmal einen Zahn zuzulegen. Es wird eine wahnsinnig intensive Woche. Aber wenn du mich fragst: Genau dafür lieben wir diesen Sport.