Takamatsunomiya Kinen 2026 im Fokus! Nicht nur G1 am Wochenende in Chukyo. Der 29. März im Zeichen von Keirin und Weltkulturpreis
Der Frühling steht in den Startlöchern. Am 29. März versammeln sich die Sprinter auf der Bahn von Chukyo. Ja, es ist das Takamatsunomiya Kinen, das den Auftakt der Frühjahrs-G1-Serie markiert. Der erbitterte Kampf über 1200 Meter lässt vom Start bis zum Ziel keine Sekunde Atempause. Auch in diesem Jahr dürfen wir uns auf ein Drama freuen.
Yutaka Take führt June Blairs Angriff an
Im Lager des Pferdes herrscht geschäftiges Treiben. Obwohl June Blair (Stute, 5 Jahre, trainiert von Hideaki Take) im letzten Jahr im Hanshin-Cup nur den 11. Platz belegte und man das Gefühl hatte, dass sie ihr volles Potenzial nicht ausschöpfen konnte, hat sie sich für den Gegenangriff bereit gemacht. Im Sattel sitzt natürlich Yutaka Take. Es ist bereits das achte Mal, dass das Duo gemeinsam antritt.
Nach ihrer Rückkehr vom Weidegang am 7. in das Trainingszentrum Ritto zeigte sie am 11. im Hangtraining eine tadellose Leistung mit 53,4 Sekunden für 4 Furlongs und 13,1 Sekunden für den letzten Furlong. Yutaka Take ist eine Legende, die unzählige G1-Rennen gewonnen hat. Solange dieser Mann die Zügel hält, sind die Chancen intakt. Die offensichtlich auf dieses Rennen ausgerichtete, gute Form macht sie für jeden Wettenden unberechenbar und fast schon beängstigend.
Der Frühjahrs-G1 in Zahlen
Dieses Rennen ist mehr als nur ein Kurzstreckenrennen. Das gesamte Preisgeld beträgt 369,9 Millionen Yen. Allein der Sieg ist mit stolzen 170 Millionen Yen dotiert. Die vierjährigen und älteren Pferde treten mit einem Gewicht von 58 kg an und kämpfen um den Titel des Schnellsten. Blickt man auf das diesjährige Teilnehmerfeld, finden sich sowohl etablierte Pferde mit Vergangenheit als auch aufstrebende Newcomer. Es ist wirklich schwer einzuschätzen.
- Highlights ①: Das harmonierende Duo Take & June Blair – Eine jugendlich sprühende Beinarbeit, die die letzte Niederlage nicht nachwirken lässt.
- Highlights ②: Die 1200m-Grasbahn in Chukyo – Die Länge der Zielgeraden und die Form der Kurven beeinflussen den Rennverlauf maßgeblich.
- Highlights ③: Die 58-kg-Hürde – Wie meistert man die harte Bedingung eines Rennens gegen Hengste?
Nicht nur G1. Heiße Kämpfe unter demselben "Takamatsunomiya"-Namen
Übrigens, wer glaubt, der 29. März stehe nur im Zeichen des Pferderennens, irrt gewaltig. An diesem Tag findet eine weitere Großveranstaltung statt, die den Namen "Takamatsunomiya" trägt. Es ist das Takamatsunomiya Hai Keirin. Ein traditionsreiches Turnier, das jedem Keirin-Fan ein Begriff ist. Auch hier erreicht das Geschehen gerade seinen Höhepunkt. Der Kampf um die Krone des Frühlings-Sprintkönigs findet zeitgleich zum Pferderennen statt. Den Wettschein in der einen Hand, checkt man auf dem Smartphone die Ergebnisse des Keirin-Rennens. Gibt es einen luxuriöseren Sonntag?
Ob Pferderennen oder Keirin – Mensch und Vollblut, Mensch und Fahrrad. Auch wenn die Fortbewegungsmittel unterschiedlich sind, der Ehrgeiz der Athleten, unter dem Namen "Takamatsunomiya" die Spitze zu erreichen, ist derselbe. Die Faszination dieses Tages liegt darin, die jeweilige Spannung entweder auf den Tribünen von Chukyo oder denen der Keirin-Bahn erleben zu können.
Und noch ein Takamatsunomiya: Preisträger mit kulturellem Flair
Und damit nicht genug. Wenn wir schon von "Takamatsunomiya" sprechen, dürfen wir das Praemium Imperiale nicht vergessen. Diese 1988 ins Leben gerufene Auszeichnung verdient ihren Beinamen "Nobelpreis der Kunstwelt" vollkommen. Sie wird in den Kategorien Malerei, Bildhauerei, Architektur, Musik sowie Theater/Film an herausragende Künstler der Welt vergeben. Im letzten Jahr 2025 ging der Architektur-Preis an Eduardo Souto de Moura. Ein Blick auf die bisherigen Preisträger offenbart das Gewicht dieser Auszeichnung: Ieoh Ming Pei, Tadao Ando, Yayoi Kusama und in jüngerer Zeit Shigeru Ban und Ang Lee. Eine wahrlich erlauchte Runde.
Für den 29. März 2026 ist tatsächlich ein Konzert im Zusammenhang mit diesem Weltkulturpreis geplant. In Tokorozawa spielt Sir András Schiff am Klavier. Auch er ist Preisträger der 27. Verleihung (2015). So wird der Klang der Kunst, die den Namen "Takamatsunomiya" trägt, an diesem Tag an verschiedenen Orten Japans erklingen.
Die Spannung des Pferderennens, die Hitze des Keirin und die Tiefe der Kunst. Alles kreuzt sich am selben Tag. Es wäre schade, diesen Tag nur als einen gewöhnlichen G1-Sonntag abzutun. Natürlich sollten wir das Geschehen in Chukyo gespannt verfolgen, aber auch ein Ohr für den Ausgang des Keirin haben und den Abend in den Klängen der Kulturpreisträger ausklingen lassen. Ein so reichhaltiger Sonntag erwartet uns am 29. März 2026.
Also, am Samstagabend die Wetten sorgfältig vorbereiten. Aber wie in jeder Welt gibt es auch hier keine Garantien. Und genau das macht doch den Reiz aus, oder?