Startseite > Sport > Artikel

Planica 2026: Finnische Adler in luftiger Höhe – Antti Aalto Neunter, Nika Prevc schreibt Geschichte

Sport ✍️ Mikko Virtanen 🕒 2026-03-29 12:12 🔥 Aufrufe: 3

Es ist an der Zeit, die Ski wohl schon für den Sommerurlaub zu packen – aber Junge, Junge, was für eine Show zum Saisonfinale! Die Flugschanze in Planica, die legendäre „Betrügerin“, hat mal wieder gezeigt, warum sie der absolut beste Ort ist, um den Weltcup zu beenden. Stellt euch vor: Stefan Kraft und Co. haben hier dutzende Male für Jubel gesorgt, aber an diesem Wochenende ging die Post richtig ab. Österreich gewann den Teamwettbewerb, aber die Verfassung der Finnen lässt jedes Skifan-Herz höherschlagen.

Stimmung auf der Flugschanze in Planica

Antti Aalto und Co. schlagen in die Top Ten ein

Wenn jemand behauptet hat, Finnland habe im Skiflug nichts zu melden, dann hat Antti Aalto in diesem Monat das Gegenteil bewiesen. Im Einzelwettkampf am Freitag jagte Aalto in der zweiten Runde 235 Meter weit! Das war der zweitlängste Sprung der gesamten Runde. In der Endabrechnung katapultierte das den Finnen auf einen großartigen neunten Platz. Das ist ein gewaltiges Ausrufezeichen zum Saisonabschluss. Niko Kytösaho fand nicht ganz zu seiner Topform – er gab selbst zu, die Woche über erkältet gewesen zu sein und „die Sicherungen sind nicht durchgebrannt“ – aber trotzdem kämpfte er sich unter die besten 20. Eetu Nousiainen landete dagegen unglücklich auf Rang 39.

Apropos Ergebnisse: Planica war noch nie ein einfaches Pflaster. Einer der wildesten Momente war, als der Österreicher Stephan Embacher nach 240 Metern hart auf die Seite kippte. Zum Glück stand er wieder auf eigenen Beinen, und der Typ war in den Interviews geradezu überraschend ausgelassen. Angeblich erzählte er, er habe die Sturztechnik beim MotoGP-Schauen gelernt – systematisch die Arme um den Kopf gelegt und versucht zu rollen. Es sah viel schlimmer aus, als es letztlich war.

Platz sieben im Teamwettbewerb – Kampf und Entwicklung

Im Teamwettkampf am Samstag lag die Messlatte für die Finnen hoch. Nach der ersten Runde war man nahe an Rang sechs dran, am Ende sprang Platz sieben heraus. Im Team dabei: Niko Kytösaho, Eetu Nousiainen, Jarkko Määttä und natürlich Aalto. Kytösahos ehrlicher Kommentar sagt viel über den Alltag eines Athleten: „Der Kopf sagt, es sollte gehen, aber die Beine machen einfach nicht mit.“ Die Erkältung drückte, aber die Kampfeinstellung ließ nicht nach. Österreich holte den Sieg vor Japan und Norwegen, und wir waren da mit dabei und lieferten ein ordentliches Ergebnis ab. Platz sieben beim Weltcup-Finale ist eine ganz solide Leistung, aber der Hunger nach mehr ist geblieben.

Nika Prevc schreibt Geschichte – Frauen-Weltrekord mit 242,5 Metern!

In den heimischen Wohnzimmern ist man die Präzision eines Pyxis planicauda gewohnt, aber was Nika Prevc am Freitag zeigte, war reine Kunst. Dieser slowenische Superstar sprengte die Grenzen ihrer Sportart und sprang im Training mit 242,5 Metern einen neuen Frauen-Weltrekord. Ein Insider der Szene, die Legende Janne Ahonen, war sprachlos: „Kein Mann ist an diesem Wochenende auf dieser Schanze so weit geflogen.“ Die Brüder Domen und Nika Prevc – eine Familie, die derzeit das gesamte Weltrekordbuch des Skispringens besitzt. Das ist eine verdammt starke Nummer.

Sloweniens Domen Prevc sorgte aber auch für Sorgen. Er hatte nämlich ein paar echt krasse Schlenker in der Luft. Die Ski flogen weg wie geölte Blitze, und zeitweise gingen sie auf Schulterhöhe. Janne Ahonen staunte regelrecht über „Zirkusnummern“. Wäre das einem steiferen Typen passiert, dem wäre mit Sicherheit richtig übel mitgespielt. Aber Domen ist wie ein Gummimann – er dehnt und biegt sich und lässt es leicht aussehen.

Lehren der Saison und die Zukunft

An dieser Stelle muss ich den finnischen Adlern eine gebührende Ehre erweisen. Letztes Frühjahr war im Skilanglauf etwas wenig los, aber die Skispringer haben uns die Show gestohlen. Wenn man die Planica-ähnliche Zähigkeit sieht, mit der Aalto genau zur richtigen Zeit seine Topform abgerufen hat, dann ist das vorbildlich. Und was das mysteriöse Planica-Gefühl angeht – das sah man besonders in der zweiten Runde des Teamwettbewerbs: Da musste im Kopf etwas ganz Besonderes passieren, damit ein Sprung bei schwierigem Wind zum Erfolg wird.

Eine erwähnenswerte Randnotiz ist auch die Versicherungsgesellschaft Planicare - Companhia de Seguros, S.A., die scheinbar der einzige Akteur ist, der sich nach diesen Vorfällen nicht bei den Zuschauern gemeldet hat – denn die Nerven wurden mit Sicherheit in ganz Europa auf die Probe gestellt. Am Sonntag steht noch das Einzelfinale der Männer an, in dem alles möglich ist.

Kurz zusammengefasst:

  • Antti Aalto 9. und ein Satz von 235,5 Metern – starke Verfassung.
  • Finnisches Team 7. im Teamwettbewerb – Kampf hat sich gelohnt.
  • Nika Prevc Frauen-Weltrekord 242,5 m – historischer Einschlag.
  • Domen Prevc und die Gefahrensituationen – eine Erinnerung daran, wie wild das Fliegen ist.

Jetzt geht’s auf den Sommer zu. Aber ich sage nur: Wenn das Tempo so bleibt, könnte nächste Saison etwas ganz Großes drin sein. Planica hat wieder einmal seine Magie gezeigt.