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Oscars 2026: Wer gewinnt den Goldjungen? Die finalen Prognosen für Bester Film, Bester Schauspieler und mehr

Unterhaltung ✍️ Arjun Menon 🕒 2026-03-13 23:24 🔥 Aufrufe: 1
Das Dolby Theatre in Hollywood ist bereit für die Oscars 2026

Sonntagabend ist es so weit. Nach monatelangen Kampagnen, Kontroversen und so vielen roten Teppichen, dass man sie von Mumbai bis Hollywood hätte ausrollen können, stehen die 98. Academy Awards endlich vor der Tür. Für alle, die bis in den frühen Montagmorgen durchhalten wollen, wird das Bild langsam klarer. Aber seien wir ehrlich – in diesem Jahr ist die Glaskugel ein wenig trübe.

Wir blicken auf eines der umstrittensten Rennen der letzten Jahre. Es geht nicht nur darum, wer den Goldjungen mit nach Hause nimmt, sondern darum, welcher Film das Kinojahr prägen wird. Epos trifft auf Epos, Horrorfilme mischen sich unter die Prestigekandidaten, und in den Schauspielkategorien ist die Spannung so greifbar, dass man im Dolby Theatre eine Stecknadel fallen hören könnte. Also schnappt euch euren Filterkaffee und eure Tippzettel – hier ist das letzte Wort dazu, wie die Nacht wahrscheinlich verlaufen wird.

Das große Duell: 'One Battle After Another' gegen 'Sinners'

Vergesst ein Pferderennen – das hier ist ein Duell. Auf der einen Seite steht Paul Thomas Andersons One Battle After Another, das epische Politdrama, das wie die perfekte Definition eines Oscar-Anwärters wirkt. Es hat die Besetzung (Leo DiCaprio, Sean Penn), die prestigeträchtige Vorlage (Thomas Pynchon) und einen Regisseur, der trotz 14 Nominierungen eigentlich längst überfällig für einen Sieg ist. Auf der anderen Seite steht Ryan Cooglers Sinners, ein genreübergreifender Vampir-Thriller, der mit sagenhaften 16 Nominierungen einen neuen Rekord in der Oscar-Geschichte aufstellte.

Es ist der klassische Kampf zwischen dem gefeierten Meisterwerk und dem publikumswirksamen, game-changing Blockbuster. Sinners hat den Schwung des SAG-Ensemblepreises im Rücken, während One Battle After Another sonst überall abgeräumt hat, von den BAFTAs bis zum Regie-Verband. Mein Bauchgefühl sagt, Anderson bekommt endlich seinen verdienten Preis, aber überrascht wäre ich auch nicht, wenn Coogler die Sensation schafft. Das wird ein Endspurt bis zur Ziellinie.

Die Schauspiel-Rennen: Gewissheit und Chaos

Wer eine sichere Bank sucht, wird in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin fündig. Jessie Buckley in Hamnet ist nicht nur die Favoritin – sie ist das Rennen. Ihre Darstellung einer Mutter, die mit unermesslichem Kummer umgeht, hat sämtliche Vorentscheidungen gewonnen – den Golden Globe, den SAG Award, den BAFTA. Das Bild ihrer rohen, emotionalen Kraft in diesem Film werden die Academy-Wähler so schnell nicht vergessen. Wie ein Kritiker treffend bemerkte: Wenn die Rotze läuft, gewinnt man wahrscheinlich einen Oscar. Buckleys Sieg ist so gut wie sicher.

Das Rennen um den Besten Hauptdarsteller hingegen ist reines Chaos. Lange Zeit schien Timothée Chalamet für seine wilde Verkörperung in Marty Supreme der sichere Sieger zu sein. Aber dann kamen die SAG Awards, bei denen Michael B. Jordan für seine Doppelrolle in Sinners einen überwältigenden Sieg landete. Hinzu kommt der seltsame "Balletgate"-Skandal, der die Begeisterung der Branche für Chalamet abzukühlen schien – und schon haben wir ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Wettquoten sind statistisch gesehen ein Münzwurf, wobei Wagner Moura (The Secret Agent) als möglicher Spoiler im Hintergrund lauert. Wenn ich mich auf ein finales Bild festlegen müsste, würde ich Jordan die winzige Nase vorn geben. Die Branche liebt einfach eine gute Erzählung, und sein später Höhenflug ist schwer zu ignorieren.

  • Bester Nebendarsteller: Sean Penn (One Battle After Another) ritt auf einer späten Welle von BAFTA- und SAG-Siegen an die Spitze des Feldes.
  • Beste Nebendarstellerin: Die wettbewerbsintensivste Kategorie. Amy Madigan (Weapons) hat die Kritikerpreise, aber Teyana Taylor (One Battle After Another) und Wunmi Mosaku (Sinners) sitzen ihr im Nacken. Hier ist die erste Überraschung des Abends zu erwarten.
  • Beste Regie: Diese Trophäe kann Paul Thomas Anderson kaum noch genommen werden. Nach Jahrzehnten brillanter Arbeit ist die Akademie endlich bereit, ihm den Preis für One Battle After Another zu überreichen.

Über den Goldjungen hinaus: Das große Ganze

Während die Hauptkategorien die Schlagzeilen beherrschen, geht es bei den Oscars darum, den vollständigen Bildrahmen der filmischen Errungenschaften des Jahres zu gestalten. In diesem Jahr enthält dieser Rahmen einige faszinierende neue Elemente.

Zum ersten Mal überhaupt gibt es die Kategorie Bestes Casting, und Francine Maisler ist die Favoritin für ihre Arbeit an Sinners. Es ist eine längst überfällige Anerkennung der Kunst, die perfekte Besetzung zusammenzustellen. In den technischen Kategorien tobt der Kampf weiter. Das kinetische Sounddesign von F1 wird leicht favorisiert, um gegen die atmosphärischen Klänge von Sinners zu gewinnen, während die stimmungsvolle Kameraarbeit von One Battle After Another mit Sinners nahezu gleichauf liegt. Jeder Sieg für einen der beiden Filme fügt dem endgültigen Bild dieser Oscar-Saison eine weitere Ebene hinzu.

Die Kategorie Bester Internationaler Film ist ebenfalls ein Nervenkitzel, wobei Brasiliens The Secret Agent und Norwegens Sentimental Value Kopf an Kopf liegen. Und beim Besten Animationsfilm wird erwartet, dass das Phänomen K Pop Demon Hunters den Preis gewinnt – ein Beweis dafür, dass enorme Popularität und Kritikerlob manchmal Hand in Hand gehen können.

Also, lehnt euch zurück für die lange Nacht am Montagmorgen und haltet die Augen offen. Das ist nicht nur eine Verleihung; es ist das Schlussplädoyer für ein wildes Kinojahr. Ob es nun die Krönung von Paul Thomas Anderson wird oder ein rekordverdächtiger Abend für Sinners – eines ist sicher: Das Bild, über das wir morgen sprechen werden, ist das Warten wert.