Maria Stavang hört bei "Humoretaten" auf: "Ich bin durch"
Es ist nicht immer leicht, lustig zu sein. Besonders dann nicht, wenn man seinen Abschied verkündet. Die beim Publikum beliebte Komikerin Maria Stavang bestätigt nun, was viele bereits vermutet haben: Sie steigt bei der Humorserie "Humoretaten" aus.
Nach drei intensiven Jahren und drei vollen Staffeln ist für sie nun Schluss. "Ich bin durch", sagt sie selbst und macht keinen Hehl daraus, dass es eine emotionale Entscheidung ist. Mit einer Mischung aus Erleichterung und Wehmut blickt sie auf ihre Zeit in der satirischen Ecke zurück.
Eine Blase, die geplatzt ist
Für Maria war "Humoretaten" mehr als nur ein Job. Es war eine Blase voller Kreativität, langer Nächte und enger Zusammenarbeit. Sie beschreibt es als eine intensive und fantastische Zeit, aber irgendwann spürt man, dass die Blase platzen muss. Man muss wieder durchatmen. Sie hat das Gefühl, diesem Projekt alles gegeben zu haben, was sie hatte, und jetzt ist es an der Zeit, etwas Neues zu kultivieren.
Was bleibt eigentlich?
Wenn man ein so beliebtes Konzept verlässt, fragt man sich natürlich, was bleibt. Für Maria Stavang geht es nicht darum, das sinkende Schiff zu verlassen, sondern darum, wieder zu sich selbst zu finden. Einige der stärksten Erinnerungen an diese Zeit sind nicht unbedingt die, die im Fernsehen gezeigt wurden, sondern vielmehr die Momente hinter den Kulissen:
- Die Kameradschaft: Mit einem kleinen, engagierten Team etwas von Grund auf neu aufzubauen.
- Die Premierenfeiern: Diese wunderbare Mischung aus Nervosität und Stolz, wenn das, was man geschaffen hat, endlich der Öffentlichkeit präsentiert wird.
- Die Resonanz: Wenn Leute sie auf der Straße anhalten und Rollen zitieren, die sie erschaffen hat. Da wurde ihr klar, dass sie tatsächlich einen Nerv getroffen hatten.
Es sind genau diese Dinge, die sie mitnimmt, nicht die Manuskripte oder die Figuren.
Arman geht ebenfalls weiter
Sie verlässt die Lachfabrik nicht allein. Ihr Kollege und Partner Arman Serizehi geht ebenfalls von Bord. Dass zwei tragende Säulen gleichzeitig verschwinden, wirft natürlich Fragen über die Zukunft der Sendung auf. War das geplant? War es eine gemeinsame Entscheidung? Wie dem auch sei, als Publikum bleibt das Gefühl, dass eine Ära zu Ende geht. Es wird seltsam sein, sich "Humoretaten" ohne Maria Stavang vorzustellen, aber sie deutet an, dass andere, spannende Projekte in der Pipeline sind.
Für sie geht es jetzt darum, in sich hineinzuhorchen. Was begeistert sie eigentlich wirklich? Auf der Bühne stehen? Ein Buch schreiben? Vielleicht erstmal ausschlafen. Eines ist jedenfalls sicher: Wir haben das letzte von Maria Stavang noch nicht gesehen. Menschen mit ihrem komödiantischen Timing und ihrer Präsenz verschwinden nicht einfach im Nichts. Sie tanken nur für den nächsten Akt neue Energie.