Claude Françoises verfluchte Pariser Wohnung steht wieder zum Verkauf: Die unglaubliche Geschichte von Cloclos letzter Zuflucht

Es gibt Orte, die scheinen eine zu schwere Last zu tragen, als dass man in ihnen wohnen könnte. Dieser hier, versteckt im 16. Arrondissement von Paris, gehört dazu. Die Wohnung, in der Claude François, der legendäre Cloclo, seine letzten Stunden verbrachte, ist soeben wieder auf dem Immobilienmarkt aufgetaucht. Erst vor fünf Monaten verkauft, sucht dieses geschichtsträchtige – und geheimnisumwobene – Objekt bereits einen neuen Eigentümer. Eine Nachricht, die im Mikrokosmos der Fans des Idols der 70er Jahre wie eine Bombe einschlug.
Die vier Wände, die Cloclos Ende sahen
Für Nostalgiker ist dies keine einfache Wohnung. Es ist das Heiligtum, in dem der Sänger von Alexandrie Alexandra am 11. März 1978 verstarb, als er beim Wechseln einer Glühbirne einen Stromschlag erlitt. Seitdem, das werden Ihnen die Anwohner bestätigen, bewahrt dieses Domizil am Boulevard Exelmans eine seltsame Aura. Aber nicht nur der Tod des Künstlers nährt die Legende. Im Viertel erzählt man sich, dass dort nach ihm drei Menschen unter dubiosen Umständen ums Leben kamen. Geschichten, die sich die Alteingesessenen leise zuflüstern, wie um den Fluch zu bannen.
Ein Immobilienfluch?
Was die Gemüter bewegt, ist die Häufung der Schicksalsschläge. Seit dem Tod von Cloclo wechselte die Wohnung mehrfach den Besitzer, und jedes Mal schien das Schicksal mitzuspielen. Die jüngste Episode: der Blitzverkauf im letzten Herbst. Der Käufer, ein Geschäftsmann und Fan französischer Chansons, ist letztendlich nie eingezogen. Die Immobilienmakler der Gegend, die die Adresse oft lieber verschweigen, sprechen von einem Objekt, das "schwer zu platzieren" sei. Nicht wegen des Preises, sondern wegen dieses hartnäckigen Gerüchts eines verfluchten Hauses.
Claude Françoises Sohn als Hüter des Andenkens
In dieser Geschichte taucht der Name Claude François Jr. immer wieder auf. Der älteste Sohn des Stars, heute Musiker und Produzent, ist im Schatten dieses Dramas aufgewachsen. Auch wenn er offiziell nie versucht hat, die väterliche Wohnung zurückzukaufen, spürt man seine Verbundenheit mit dieser Vergangenheit. Vielleicht bewahrt er sich lieber das Bild des lebenden Vaters in Erinnerung als dieses in der Tragödie erstarrte Ambiente. Er bleibt der diskrete Hüter eines Erbes, das Tausende von Fans weiterhin verehren.
Und was ist mit den anderen Jean-Claudes?
Unmöglich, diesen Nachnamen zu erwähnen, ohne zu schmunzeln: Claude, ein Vorname, der Glück zu bringen scheint… oder auch nicht. Man denkt natürlich an Jean-Claude Van Damme, die Muskeln aus Brüssel, der ebenfalls Höhen und Tiefen erlebt hat. Oder an Jean-Claude Carrière, Buñuels Lieblingsdrehbuchautor, der sicherlich gerne ein Drehbuch über dieses verfluchte Anwesen geschrieben hätte. Eines ist sicher: Sollten diese beiden jemals den Weg zu dieser Immobilie kreuzen, wäre die Mischung explosiv. Aber vorerst halten sie sich klugerweise von der Hauptstadt fern.
Patrice Leconte, der Regisseur, der alles verfilmen könnte
Wer wäre besser geeignet als Patrice Leconte, um diese Geschichte fürs Kino zu adaptieren? Der Regisseur der Bronzés hat oft mit dem Seltsamen und Tragischen geliebäugelt (Die Frau auf der Brücke). Mit einem solchen Stoff würde er einen psychologischen Thriller drehen, in dem die Stadt Paris ihre eigene Rolle spielt. Man stellt sich schon vor, wie die Kamera an den Haussmann'schen Gebäuden entlanggleitet, bevor sie auf dieser unscheinbaren Fassade verharrt, hinter der sich so viele Geheimnisse verbergen. Ein Film, den Cloclos Fans wie eine Pilgerreise besuchen würden.
Wer wagt es?
Während das Immobilieninserat wieder auftaucht, ist die Frage in aller Munde: Welcher ahnungslose – oder mutige – Käufer wird es wagen, sich in diesem Erinnerungsnest niederzulassen? Die abergläubischen Pariser lachen nur verlegen: "Man müsste die Räume vielleicht segnen lassen, bevor man eintritt". Andere, Pragmatischere, sehen eine goldene Gelegenheit für ein Museum oder eine Stiftung, die Claude François gewidmet ist. In der Zwischenzeit wartet die Wohnung auf ihren neuen Eigentümer. Und wenn sie sprechen könnte, hätte sie sicher Geschichten zu erzählen, die selbst Jean-Claude Van Damme eine Gänsehaut bereiten würden.
Wissenswertes über dieses besondere Objekt:
- Lage: 16. Arrondissement, in der Nähe des Stade Roland-Garros.
- Fläche: ca. 120 m², mit Blick auf den Hof und Garten.
- Historie: Letzte Wohnstätte von Claude François, verstorben 1978.
- Gerüchte: Drei verdächtige Todesfälle nach dem des Sängers.
- Verfügbarkeit: Seit März 2026 wieder auf dem Markt.
Eines ist sicher: Diese Wohnung wird weiterhin von sich reden machen, ob ihr neuer Eigentümer nun ein Star oder ein Unbekannter ist. Und wir bleiben dran, wie Freunde, die an einer Pariser Terrasse sitzen und bereit sind, die nächste Episode dieser außergewöhnlichen Immobiliensaga zu verfolgen.