Eine Frau von Substanz: Aufwändige Historien-Serie mit starker irischer Besetzung
Es hat etwas wunderbar Unverfrorenes, ein richtig altmodischer Historien-Schmöker zu sein – und die opulente Verfilmung von Barbara Taylor Bradfords Roman Eine Frau von Substanz liefert genau das im Überfluss. Für uns hier in Irland ist der eigentliche Anziehungspunkt das vertraute Talent, das die Bildschirme zum Leuchten bringt. Diese neue Adaption für den kleinen Bildschirm ist fulminant gestartet und steckt voller irischem Charme, bei dem man sich sofort zu Hause fühlt.
Emmett Scanlan stiehlt allen die Show
An vorderster Front steht der stets fesselnde Emmett Scanlan, der, wie jeder Fan irischer Dramen weiß, ein Händchen dafür hat, jede Szene zu beherrschen. Er ist hier in Bestform und verleiht dieser historischen Geschichte eine raue, magnetische Präsenz. Ob er nun einen angespannten Blick austauscht oder eine spitze Bemerkung macht – Scanlan reißt die Dramatik absolut an sich. Die irische Besetzung hört aber nicht bei ihm auf – halten Sie Ausschau nach vertrauten Gesichtern, die überall auftauchen und dem ganzen Glanz und Glamour eine Portion heimische Wärme verleihen.
Ein gelungenes guilty pleasure
Dies ist kein steifes Sonntagabend-Historienkostümstück. Es trägt seine Klischees mit Stolz zur Schau – denken Sie an Leidenschaft, Ehrgeiz und Kostüme, die so extravagant sind, dass sie einen eigenen Abspann verdient hätten. Es ist eine Hommage an einfachere Zeiten, die sich selbst nicht zu ernst nimmt, und das ist, ehrlich gesagt, sein Charme. Eine Frau von Substanz ist genau das Fernsehen, in das man nach einem langen Tag versinkt, am besten mit einer Tasse Tee und einem Keks.
Hier sind einige Gründe, warum das irische Publikum bereits gefesselt ist:
- Emmett Scanlans magnetische Darstellung – er ist praktisch in jeder sehenswerten Szene und beherrscht sie vollkommen.
- Die überraschende Tiefe an irischem Talent – Nebenrollen sind gespickt mit Schauspielern, die man aus heimischen Produktionen kennt.
- Die reine Flucht aus dem Alltag – wer braucht nicht gerade jetzt ein wenig glamouröse, hochdramatische Ablenkung?
Jenseits der Leinwand: Zwei neue Bücher über starke Frauen
Wenn Eine Frau von Substanz Sie in Stimmung für weitere Geschichten über furchtlose, komplizierte Frauen gebracht hat, haben Sie Glück. Zwei kürzlich erschienene Veröffentlichungen verdienen einen Platz auf Ihrem Nachttisch. Zunächst ist da Crypto Island: A Memoir of Midlife Relocation to Puerto Rico (zu Deutsch etwa: Krypto-Insel: Eine Autobiografie über den Neuanfang in der Lebensmitte in Puerto Rico), ein faszinierender wahrer Bericht einer Frau, die auf sich selbst setzt und ihr Leben für einen Neustart in der Karibik radikal ändert. Dann gibt es Gliff: A Novel (Gliff: Ein Roman), eine scharfsinnige, zeitgenössische Erkundung von Identität und Zugehörigkeit, die die Frage stellt, was es wirklich bedeutet, seinen Platz in der Welt zu finden. Beide Bücher spiegeln auf ihre eigene Weise den Geist von Bradfords beständiger Heldin wider – Frauen, die gegen alle Widerstände ihren eigenen Weg gehen.
Ob Sie nun wegen des Dramas einschalten, wegen des irischen Talents oder nur, um einige fabelhafte Kostüme zu bestaunen – Eine Frau von Substanz ist Ihr Ticket für diese Woche. Und wenn Sie Lust auf weitere Geschichten über Frauen mit Mut und Anmut haben, werden Sie mit diesen neuen Büchern auch nicht enttäuscht. Prost (Sláinte) darauf.