Ryan Flamingo singt antisemitisches Lied während der PSV-Ehrung: Wut unter Fans
Eindhoven stand Kopf, aber nicht wegen des Jahrmarkts. Die Ehrung von PSV auf dem Rathausplatz artete in einen Skandal aus, als sich Ryan Flamingo mit einem geradezu widerlichen Lied gehen liess. Der Verteidiger, der diese Saison zum Publikumsliebling avancierte, sang auf dem Podium einen Text, der nur so von antisemitischen Parolen strotzt.
Laut mehreren Videos, die in sozialen Medien kursieren, skandierte Ryan Flamingo ein Lied, das sich auf den Holocaust und Gewalt gegen Juden bezieht. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Eredivisie-Spieler in diese Falle tappt, aber die Dreistigkeit dieses Augenblicks – mitten in einer festlichen Parade – übertrifft wirklich alles.
Was genau sang Flamingo?
Obwohl die Tonqualität nicht überall klar ist, sind die Texte für viele glasklar: Es handelt sich um eine Variante des berüchtigten „Hamas, Hamas, Juden ans Gas“. Ehemalige Profis und Fangruppen empörten sich sofort. Ryan Flamingo hat sich selbst noch nicht geäussert, aber sein Verein PSV liess über einen Sprecher mitteilen, man werde „die Bilder prüfen“. Jeder, der schon einmal ein Stadion von innen gesehen hat, weiss jedoch, dass diese Art von Sprache weit über die Grenze des Erlaubten geht.
- Die PSV-Fanvereinigung fordert eine öffentliche Entschuldigung und eine Sperre für Flamingo.
- Eine bekannte Antirassismus-Organisation erstattet Anzeige und verweist auf den illegalen Charakter des Liedes.
- Ein Analyst des grössten Fussballsenders nannte es „unverzeihlich und dumm“.
- Fans eines traditionellen Rivalen reagieren gemischt: Empörung, aber auch Schadenfreude über den Patzer.
Hill und der Schatten über der Ehrung
Der Name Hill taucht in der Diskussion als möglicher Anstifter auf – laut Eingeweihten rief jemand aus dieser Ecke den Text, worauf Flamingo einstimmte. Ob das wahr ist, tut eigentlich nichts zur Sache. Als Profifussballer mit Vorbildfunktion trägst du die Verantwortung, ein solches Feuer sofort auszutreten, nicht Benzin darauf zu giessen. Die Ehrung, die im Zeichen der Meisterschaft und der Euphorie um den Trainer stand, ist nun für immer vergiftet.
Meiner Meinung nach ist das Mass voll. Wir haben in den Niederlanden seit Jahren Probleme mit Antisemitismus in und um die Stadien. Von der „Jagd auf Juden“ bei Auswärtsspielen bis zu den Hassparolen bei anderen Klubs – aber dass sich ein Spieler vom Kaliber eines Ryan Flamingo das erlaubt, ist ein neuer Tiefpunkt. Der Verband muss hier hart durchgreifen: eine Sperre von mindestens zehn Spielen und ein verpflichtender Aufklärungskurs. Noch besser: einfach fristlos entlassen.
PSV wird später heute mit einer offiziellen Stellungnahme kommen. Bis dahin bleibt die Frage: Wie klug ist es, seine ganze Meisterfeier von einem einzigen idiotischen Lied kapern zu lassen? Ryan Flamingo, du hast reichlich Zeit, dich beim Jüdischen Informationszentrum zu melden und Reue zu zeigen. Wenn du das nicht tust, bist du danach nicht mehr willkommen im Philips Stadion. Punkt.