MacBook Air M5 und MacBook Pro M5 Pro/Max: Was sich für den Schweizer Markt wirklich ändert
Leute, vergesst die Gerüchte der letzten Woche. Was Apple gestern enthüllt hat, ist nicht das übliche Routine-Upgrade, an das sie uns gewöhnt haben. Ich spreche natürlich von den neuen MacBook Air mit M5 und den heiligen Monstern MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max. Ich habe die Nacht damit verbracht, die Pressemitteilungen zu lesen, die Datenblätter zu vergleichen und vor allem diese Zahlen in das zu übersetzen, was sie für uns hier in der Schweiz bedeuten, für diejenigen, die den Geldbeutel öffnen und kaufen müssen. Und glaubt mir, es gibt viel zu verdauen.
Der Wendepunkt: Es geht nicht nur um Geschwindigkeit
Beginnen wir mit dem Kern der Sache, dem grossen Thema dieses Releases: der Architektur. Mit den M5 Pro und M5 Max Chips hat Apple einen mutigen Schritt gemacht und nennt ihn "Fusion Architecture". Vereinfacht gesagt, haben sie aufgehört, einen immer grösseren Einzelchip zu entwickeln, und damit begonnen, zwei 3-Nanometer-Dies zu einem einzigen System zu verschmelzen. Es ist ein bisschen wie der Wechsel von einem Monolithen zu zwei Kernreaktoren, die synchron arbeiten. Das Ergebnis? Eine gewaltige Leistungssteigerung, vor allem bei professionellen Workloads, aber mit kontrolliertem Verbrauch. Das ist der wahre Generationssprung, nicht die üblichen +20% bei Benchmarks.
Und hier kommt das Tolle für uns Normalsterbliche. Das neue MacBook Air M5 profitiert auf andere Weise von dieser Philosophie. Es hat zwar nicht die Fusion Architecture, erbt aber die neu entwickelten "Super Core" und "Performance Core". Das bedeutet, dass auch der kleine Bruder, den wir alle kaufen, um unsere Abschlussarbeit zu schreiben, im Zug Netflix zu schauen oder schnell mal ein Foto zu bearbeiten, plötzlich einen extrem leistungsstarken Motor unter der Haube hat. Die eigentliche Neuigkeit, und hier möchte ich, dass ihr genau hinhört, ist der Basisspeicher: endlich 512GB. Ich weiss, klingt nach einer Kleinigkeit, aber jahrelang waren die 256GB in der Basis eine Schande. Jetzt, mit Preisen ab 1'249 Franken für das 13-Zoll-Modell, macht das Angebot auch für Nicht-Enthusiasten Sinn. Ich sage es klar: Wenn ihr von einem Intel kommt, wird euch dieses MacBook Air M5 vorkommen, wie der Umstieg von einem Fiat Panda auf einen Formel-1-Wagen.
MacBook Air M5: Warum es dich interessieren sollte (auch wenn du ein M1 hast)
Ich habe die ersten Kommentare in Schweizer Foren gelesen, es gibt immer jemanden, der fragt: "Lohnt sich ein Upgrade von meinem M1?". Die Antwort ist, wie immer, "es kommt darauf an". Aber mit dem M5 haben sich die Variablen geändert.
- AI-Leistung: Apple setzt stark auf On-Device-KI. Der neue Chip hat eine schnellere Neural Engine und, vor allem, Neural Accelerator direkt in den Kernen der GPU. Was heisst das auf Deutsch? Dass Funktionen wie automatisches Fototagging, Echtzeit-Sprachtranskription oder bestimmte Effekte in Videobearbeitungs-Apps fliegen, ohne dass das Gerät warm wird. Wenn ihr Apps wie Pixelmator oder DaVinci Resolve nutzt, werdet ihr den Unterschied merken.
- Wi-Fi 7 und Bluetooth 6: Hier hat Apple seinen eigenen N1-Chip integriert. Okay, zugegeben, Wi-Fi 7 steckt in der Schweiz noch in den Kinderschuhen, aber heute einen Computer zu kaufen, bedeutet, auf die nächsten 5 Jahre zu blicken. Und wer im Homeoffice oder in überfüllten Coworking-Spaces arbeitet, weiss, dass eine stabile und schnelle Verbindung wichtiger ist als 10 Gigabyte mehr RAM.
- Schnellerer SSD: Erste unabhängige Tests zeigen Lesegeschwindigkeiten, die sich verdoppeln. Das führt zu blitzschnellen App-Starts und vor allem zu sofortigen Boot- und Aufwachzeiten. Ein täglicher Genuss.
Dann ist da noch das Thema Langlebigkeit. Wenn ihr vom Typ "kaufen und 7-8 Jahre behalten" seid, ist das M5 mit 16GB Unified Memory (das ist das Minimum, serienmässig) und 512GB SSD eine Investition. Und wenn ihr zu denen gehört, die den Computer kaufen und dann wirklich verstehen wollen, wie er funktioniert, vielleicht den Akku optimieren oder alle Möglichkeiten von macOS entdecken möchten, empfehle ich euch, einen Blick in einige ausführliche Anleitungen zu werfen. Ich habe irgendwo "MCBOOK AIR M5 USER GUIDE FOR BEGINNERS AND SENIORS" gesehen, das, obwohl der Titel klingt, als wäre er für die Grosseltern geschrieben, tatsächlich voller praktischer Tipps auch für erfahrene Nutzer steckt, wie man das neue Betriebssystem macOS Tahoe optimal nutzt.
Der neue König der Arbeit: MacBook Pro M5 Pro und M5 Max
Wenn das Air der Ferrari für die Bar ist, dann ist das neue MacBook Pro mit M5 Pro der Lastwagen, der die Güter über die Autobahn transportiert. Und mit dem M5 Max sprechen wir direkt von einem Traktor mit der Power eines Düsenjets.
Hier entfaltet die Fusion Architecture ihre volle Leistung. Die CPU kommt auf bis zu 18 Kerne, mit 6 "Super Cores", die für Höchstleistungen zuständig sind. Apple gibt eine Steigerung der Multitasking-Leistung von bis zu 30% gegenüber der M4-Generation an. Aber die Daten, bei denen mir die Ohren klingelten, betreffen die GPU und den Speicher:
- M5 Pro: bis zu 64GB Unified Memory mit 307 GB/s Bandbreite. Genug für komplexe 3D-Projekte oder riesige Datensätze.
- M5 Max: bis zu 128GB Speicher und 614 GB/s Bandbreite.
Übersetzt: Wer lokal mit grossen Sprachmodellen (LLMs) arbeitet, 3D-Rendering betreibt oder 8K-Videos schneidet, hat jetzt die Power einer Workstation, die auf einen Schreibtisch oder in einen Rucksack passt. Und vergessen wir nicht die drei integrierten Thunderbolt 5 Controller, jeder mit seinem eigenen Chip. Das bedeutet, man kann mehrere Bildschirme mit extrem hoher Auflösung und Arrays externer Festplatten anschliessen, ohne dass das Gerät ins Schwitzen kommt. Wenn ihr Fotografen oder Videomacher seid, wisst ihr, dass das ein Segen ist.
Die Preise? Nun, hier geht es aufwärts. Das MacBook Pro 14" mit M5 Pro startet bei 2'599 Franken, während man für ein M5 Max auf schwindelerregende Summen von über 4'000 Franken kommt. Aber für diejenigen, die damit arbeiten und Geld verdienen, ist es ein Produktionswerkzeug, das sich in Monaten amortisiert, nicht in Jahren.
Und der Refurbished-Markt? Eine Pflichtbetrachtung
Jedes Mal, wenn eine neue Generation erscheint, setzt ein Preisverfall bei den Vorgängermodellen ein. Und hier eröffnet sich ein interessantes Kapitel für den Schweizer Markt, der sehr preisbewusst ist. Wenn euch die neuen Preise verrückt erscheinen, schaut, was gerade auf dem Refurbished-Markt passiert.
Modelle wie das MacBook Pro mit Touch Bar von 2019 (also die mit Intel-Prozessor) fallen buchstäblich im Wert. Ich habe Inserate für ein Apple "Refurbished MacBook Pro Touch Bar 13" 2019 Core i5 16GB zu Preisen um die 500-700 Franken gesehen. Ist das ein Schnäppchen? Es kommt darauf an. Es sind immer noch brauchbare Maschinen fürs Surfen und Büro, aber mit einem Intel-Prozessor und einer Butterfly-Tastatur, die, sagen wir mal, nicht das Gelbe vom Ei ist, was die Zuverlässigkeit betrifft. Ausserdem sind Akkulaufzeit und Hitzeentwicklung nicht mit Apple Silicon vergleichbar. Die Online-Bewertungen sind voll von Kommentaren wie "gutes Produkt, aber der Akku ist schnell leer" oder "es kam mit der falschen Tastatur an". Kurz gesagt: Wenn ihr ein sehr knappes Budget habt, könnten sie in Frage kommen, aber ihr solltet wissen, dass ihr ein Oldtimer-Auto kauft: Es hat Charme, aber die Technik ist alt.
Das ideale Setup: Mehr als nur der Computer
Eine letzte Anmerkung für alle, die über den Aufbau einer ernsthaften Station nachdenken. Wenn ihr euch ein MacBook Pro M5 zulegt, unterschätzt nicht die Konnektivität. Um das volle Potenzial von Thunderbolt 5 und der neuen Architektur auszuschöpfen, ist ein guter Hub unerlässlich. Ich habe den Satechi ST-HT4SHM-EU gesehen, einen Thunderbolt 4 Hub, der zwar nicht der allerletzten Generation entspricht, aber ein wahres Schmuckstück an Zuverlässigkeit ist, um Monitore, SSDs und SD-Karten problemlos anzuschliessen. Wenn ihr mit Fotografie arbeitet, ist das die Art von Zubehör, das euer Leben verändert.
Unsere Sicht der Dinge
Apple's Vorgehen ist klar: Sie demokratisieren KI und "Pro"-Leistung. Der M5 im Air bringt eine Leistung, die bis vor zwei Jahren für ein Ultraportable undenkbar war. Die neuen M5 Pro und M5 Max verschieben die Messlatte für das, was auf einem Laptop möglich ist. Für uns Schweizer, die wir aufs Portemonnaie, aber auch auf Qualität achten, ist der Rat dieser: Wenn ihr jetzt kaufen müsst und eine Maschine für die nächsten 5 Jahre braucht, ist das Air M5 der beste "Mainstream"-Kauf. Wenn der Computer hingegen euer primäres Arbeitswerkzeug ist, ist der Sprung zu den neuen Pro-Modellen nicht nur wegen der Leistung gerechtfertigt, sondern auch wegen der Effizienz und der Speicherkapazität. Der Gebraucht- und Refurbished-Markt bereitet sich unterdessen auf eine weitere Welle von Angeboten vor. Augen offen halten und gutes Schaffen.