Explosion in Kvillebäcken – so funktioniert der Alltag zwischen Angst und Normalität
Es ist ein seltsames Gefühl, heute in Kvillebäcken aufzuwachen. Der Himmel über Hisingen ist so grau wie immer, die Trams fahren planmässig an der Haltestelle Hjalmar Brantingsplatsen, und trotzdem ist etwas anders. In der Nacht auf Donnerstag hat es ordentlich geknallt. Eine Explosion in einer Reihenhaussiedlung hat ihre Spuren hinterlassen, sowohl an den Fassaden als auch in den Köpfen. Normalerweise macht man sich hier eher Sorgen, ob man es noch vor dem Abendkurs zu Friskis&Svettis schafft oder ob man einen Termin bei der Capio Reha für die zickige Schulter bekommt. Aber heute Nacht ging es um etwas ganz anderes.
Die Polizei hat früh abgesperrt, und die Spurensicherung hat den ganzen Vormittag gearbeitet. Für uns, die hier wohnen oder sich täglich im Viertel aufhalten, fühlt es sich unwirklich an. Man denkt an die Kinder, die in die Schule müssen, an all jene, die zur Arbeit bei Ica gehen oder sich in die Tram ins Zentrum setzen. Gleichzeitig ist es fast bizarr, wie schnell sich der Alltag wieder bemerkbar macht. Nur einen Steinwurf von den Absperrungen entfernt hat die Flexmassage Kvillebäcken an der Gamla Tuvevägen ganz normal geöffnet. Drinnen duftet es noch immer nach beruhigenden Ölen, und im Loungebereich mit den bequemen Sesseln wartet jemand auf seinen Termin für eine klassische Tiefenmassage. Das Leben geht weiter, auch wenn es gerade durchgeschüttelt wird.
Die Sicherheit des Alltags – von der Reha bis zum Zahnarztbesuch
Das Merkwürdige an einem solchen Ereignis ist, wie es alles auf die Spitze treibt. Plötzlich werden diese alltäglichen Dinge, die man für selbstverständlich hält, zu einer Art Orientierungspunkten der Sicherheit. Nehmen wir zum Beispiel die Zahnmedizin Kvillebäcken an der Borstbindaregatan. Ich weiss, dass sie heute bis 19 Uhr offen haben, wie von Montag bis Donnerstag. Normalerweise arbeiten dort 25 Leute, verteilt auf neun Behandlungszimmer. Sie kümmern sich um alles, vom Löcher flicken bis zum Testen neuer digitaler Techniken in Zusammenarbeit mit der Entwicklungsklinik. Für die Patienten, die heute Nachmittag zur Untersuchung angemeldet sind, ist es bestimmt gut, in diese hellen Räume zu kommen und sich auf etwas so Grundlegendes wie eine Zahnsteinentfernung zu konzentrieren. Im Moment erscheint eine Wurzelbehandlung vielleicht weniger schlimm als der Knall letzte Nacht.
Das Gleiche gilt für Rehabilitation und Sport. Die Capio Reha und Friskis&Svettis sind solche Orte, die im Alltag vieler Menschen eine zentrale Rolle spielen. Dahin geht man, um stärker zu werden, eine Verletzung auszukurieren oder einfach nach der Arbeit den Kopf freizubekommen. Das Bedürfnis, für sich selbst zu sorgen, sowohl körperlich als auch mental, wird vielleicht noch deutlicher, wenn die Welt um einen herum unsicher wirkt. Man muss mit dem Körper arbeiten, schwitzen oder einfach mal verwöhnt werden.
Was wir jetzt wissen – und was wir tun
Im Moment ist die Lage ruhig, soweit ich das beurteilen kann. Die Polizei ermittelt, und wir, die wir uns hier aufhalten, müssen darauf vertrauen, dass sie ihren Job macht. Wichtig ist, sich daran zu erinnern, dass Kvillebäcken so viel mehr ist als die Schlagzeilen einer einzelnen Nacht. Dieses Viertel ist voller Menschen, die zur Arbeit gehen, Termine einhalten und sich umeinander kümmern.
Hier sind einige der Orte, die einfach weiterlaufen, egal was passiert:
- Friskis&Svettis: Für alle, die ihre Unruhe weglaufen oder ihre Gedanken für eine Weile wegstemmen wollen.
- Flexmassage Kvillebäcken: Ideal für alle, die nach einer unruhigen Nacht Verspannungen in Schultern und Nacken haben. Sie fragen immer "Wie geht es dir?", wenn man hereinkommt – eine Frage, die heute vielleicht schwerer wiegt.
- Zahnmedizin: Eine Erinnerung daran, dass wir weiter für unsere Gesundheit sorgen, auch wenn es kriselt.
- Capio Reha: Für alle, die in einem Heilungsprozess stecken und weitermachen müssen, egal was passiert.
Es ist leicht, sich auf den Knall selbst zu konzentrieren, auf die Detonation und die Polizeiarbeit. Das ist eine Neuigkeit, das ist Dramatik. Aber für uns, die wir tatsächlich hier sind und für die Kvillebäcken ein Teil des Alltags ist, bleibt etwas anderes haften. Es ist der Kontrast. Zu wissen, dass nur ein paar hundert Meter von einem Tatort entfernt jemand in einem Sessel eine Massage bekommt, dass jemand anderes im Fitnessstudio Gewichte stemmt und ein Dritter im Wartezimmer beim Zahnarzt sitzt und in einer Zeitschrift blättert. Das ist diese gewöhnliche, alltägliche Stärke, die dafür sorgt, dass ein Viertel wie dieses wieder auf die Beine kommt.