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Andrew Mangiapane auf dem Waiver: Das Risiko der Oilers und was das für die Transferfrist bedeutet

Sport ✍️ Alex Peterson 🕒 2026-03-01 21:05 🔥 Aufrufe: 8
Andrew Mangiapane im Einsatz für die Edmonton Oilers

Die Überraschung auf der Waiver-Liste

Wenn du die Edmonton Oilers aufmerksam verfolgst, weisst du, dass General Manager Stan Bowman keinen Schritt ohne Grund macht. Als die Nachricht bekannt wurde, dass Andrew Mangiapane auf den Waiver gesetzt wurde, ging ein Raunen durch die Hockey-Community. Das ist kein simpler administrativer Schritt; das ist ein Signal. Wenn ein Spieler von Mangiapane’s Kaliber – ein robuster Zwei-Wege-Stürmer mit einem Gespür für wichtige Tore – auf die Waiver-Liste kommt, steckt immer mehr dahinter. Das Timing, nur wenige Tage vor der Transferfrist, deutet für mich darauf hin, dass das Management Platz im Kader schaffen will – für etwas Grösseres.

Warum Mangiapane? Der enge Spielraum der Oilers unter dem Salary Cap

Die einfachste Erklärung ist das Gehaltsobergrenze (Salary Cap). Die Oilers bewegen sich, wie so oft, am absoluten Limit. Mit Schlüsselspielern wie Connor McDavid und Leon Draisaitl, die einen massiven Teil des Budgets binden, zählt wirklich jeder Franken. Andrew Mangiapanes Cap Hit ist zwar nicht astronomisch, wird aber schnell zum Luxus, wenn man versucht, jemanden von der Langzeitverletztenliste (LTIR) zu aktivieren oder Platz für einen Neuzugang vor der Deadline zu schaffen. Indem sie Mangiapane auf den Waiver setzen, testen die Oilers quasi die Stimmung auf dem Markt. Wird er nicht beansprucht, können sie ihn ins Farmteam schicken und so Cap Space freisetzen – auch wenn ich bezweifle, dass er dort lange bleiben würde. Wird er beansprucht, ist das eine Gehaltserleichterung, aber sie verlieren einen brauchbaren Spieler. Es ist ein kalkuliertes Risiko, das nach hinten losgehen könnte, falls ihn ein Rivale für sich beansprucht.

Die Perspektive des Spielers: Ein Karriere-Scheideweg

Für Mangiapane selbst ist das ein Moment der Ungewissheit. Der 28-jährige Flügelstürmer hat bewiesen, dass er ein verlässlicher Spieler für die dritte oder vierte Reihe sein kann und in Calgary solide Zahlen geliefert, bevor er nach Edmonton wechselte. Doch in dieser Saison ist seine Produktion leicht rückläufig, und das Trainerteam hat die Reihen durchgemischt, um die richtige Chemie zu finden. Auf den Waiver gesetzt zu werden, ist kein Todesurteil – viele Spieler haben das als Weckruf genutzt. Aber es wirft Fragen auf: Sieht die Organisation ihn immer noch als Teil ihrer Playoff-Pläne? Oder wird er still und leise gehandelt? Ich kenne dieses Muster, und meistens endet es mit einem Tapetenwechsel.

Was als Nächstes passiert: Das Anspruchsverfahren und Auswirkungen auf Transfers

In den nächsten 24 Stunden wird jeder GM der Liga abwägen, ob er Anspruch auf ihn erheben soll. Teams wie die Arizona Coyotes oder Chicago Blackhawks, die viel Cap Space und Bedarf an erfahrener Tiefe haben, könnten ein Risiko eingehen. Aber es besteht auch die Möglichkeit, dass dies der Vorbote eines grösseren Trades ist. Die Oilers wurden vor der Deadline mit einigen Namen in Verbindung gebracht, und der Abgang von Andrew Mangiapane – ob nun über den Waiver oder einen anschliessenden Deal – könnte der Dominostein sein, der einen grösseren Schachzug auslöst. Ich habe genug Deadlines erlebt, um zu wissen, dass ein Spieler auf dem Waiver oft zu einer Verhandlungsmasse in Nebengesprächen wird. Wenn ein Team beim Anspruch leer ausgeht, könnte es mit einem Angebot zurückkommen.

Der grössere Zusammenhang: Edmontons Deadline-Plan

Lass uns ehrlich sein: Die Oilers setzen alles auf eine Karte für einen weiteren Stanley-Cup-Sieg. Ihr Zeitfenster mit diesem Kern ist weit offen, aber es wird nicht ewig bestehen. Jeder Schritt bis zur Deadline dient dazu, den Kader für eine tiefe Playoff-Runde zu optimieren. Sollte Andrew Mangiapane am Ende woanders landen, dann nicht, weil er ein schlechter Spieler wäre, sondern weil das Management einen dringenderen Bedarf identifiziert hat – vielleicht einen zuverlässigen Verteidiger oder mehr Physis in der vierten Reihe. Und in der heutigen NHL muss man Qualität abgeben, um Qualität zu bekommen. Mangiapane’s Vertrag, seine Vielseitigkeit und seine Playoff-Erfahrung machen ihn zu einem wertvollen Aktivposten, auch wenn er momentan nicht in den ersten zwei Sturmreihen spielt.

Schlussgedanken: Ein kalkuliertes Risiko

Einen Spieler wie Mangiapane auf den Waiver zu setzen, ist ein kalkuliertes Risiko. Es setzt das Team der Gefahr aus, einen Aktivposten ohne Gegenleistung zu verlieren, schafft aber auch Flexibilität. Für Mangiapane ist es ein Test seiner Widerstandsfähigkeit. Für die Oilers ist es ein notwendiges Übel in einer vom Salary Cap getriebenen Liga. Je näher die Deadline rückt, behalte diese Situation im Auge – sie ist noch lange nicht vorbei. Ob er beansprucht wird, weitertransferiert wird oder bleibt – die nächsten Tage werden nicht nur seine Saison definieren, sondern möglicherweise die gesamten Playoff-Aussichten Edmontons.

  • Andrew Mangiapanes Waiver-Status schafft Cap Space für Edmonton, birgt aber das Risiko, einen nützlichen Stürmer zu verlieren.
  • Potenzielle Interessenten sind vor allem Teams im Umbau mit Cap-Flexibilität, wie San Jose oder Columbus.
  • Die Transferfrist könnte einen Trade von Mangiapane als Teil eines grösseren Pakets sehen, falls er den Waiver unbeschadet übersteht.