Wuppertal: Eine Nacht mit Unfallflucht, gestohlenen Autos und einem Laternenmast
Mensch, Wuppertal! Da denkt man, der Samstagabend verläuft ruhig, und dann kracht es gleich mehrmals. Wir reden hier nicht von kleinen Blechschäden, sondern von einer Nacht, die selbst die Kollegen von der Streife kurz innehalten ließ. Zwischen Unfallflucht, einem gestohlenen Auto und einem Laternenmast, der einfach keine Chance hatte, lagen nur ein paar Stunden.
Mit dem gestohlenen Wagen gegen die Laterne
Fangen wir mal in der Innenstadt an. Die Bergische Universität Wuppertal hat eigentlich ihre Ruhe, wenn die Hörsäle leer sind. Aber in der Nähe, auf dem Weg zur Historischen Stadthalle Wuppertal GmbH – ein Ort, wo sonst Konzertgäste im Frack einlaufen –, spielte sich am frühen Abend ein kurioser Fall ab. Ein 55-Jähriger war offenbar angetrunken, aber das war noch sein kleinstes Problem. Er setzte sich in ein Auto, das ihm überhaupt nicht gehörte. Gestohlen, die ganze Nummer.
Der Mann raste los, doch die Fahrt endete genau so, wie man es erwartet: mit einem lauten Krach gegen einen Laternenmast. Zum Glück gab es keine Verletzten, dafür aber einen Totalschaden am fremden Wagen und eine Anzeige wegen Diebstahls und Unfallflucht. Dass er überhaupt so weit kam, hätte ich nicht gedacht. Aber die Nacht in unserer Stadt hatte noch mehr zu bieten.
Unfallflucht am Sonnborner Ufer
Während der 55-Jährige noch im Gewahrsam saß, ging es am Sonnborner Ufer rund. Da hat es wohl einen Crash gegeben, der wirklich nur knapp am Schlimmsten vorbeigeschrammt ist. Ein Auto krachte dort gegen einen Laternenmast – aber das ist nur die halbe Wahrheit.
Wie man hört, hatte der Fahrer es vorher ziemlich krachen lassen. Unfallflucht nach einem ersten Unfall, und dann, auf der Flucht, der zweite Crash. Lebensgefahr bestand für die Beteiligten glücklicherweise nicht, aber die Wucht des Aufpralls war enorm. Wer sowas macht, hat entweder gar nichts mehr zu verlieren oder einen völlig falschen Film im Kopf. Das Sonnborner Ufer war für die Bergung und die Unfallaufnahme erstmal dicht. Wer da lang musste, hatte echt Pech gehabt.
- Was wir wissen: Ein angetrunkener 55-Jähriger stiehlt ein Auto und landet am Laternenmast (Nähe Uni/Halle).
- Was wir auch wissen: Ein anderer Fahrer liefert sich eine Verfolgungsjagd mit sich selbst, baut einen Unfall und flüchtet, nur um kurz darauf am Sonnborner Ufer zu crashen.
- Wo es lang ging: Rund um das CinemaxX Wuppertal und die Stadthalle gab es Sperrungen, ebenso wie im Bereich des Sonnborner Ufers.
Wenn Wuppertal mal wieder zeigt, wie es tickt
Ich wohn jetzt seit über zwanzig Jahren hier, und solche Nächte gibt es immer mal wieder. Normalerweise ist die Historische Stadthalle Wuppertal GmbH ja der Hotspot für Kultur, aber diesmal war sie leider der Hotspot für eine wilde Verfolgungsfahrt. Man muss sich das mal vorstellen: Da fährt einer nach dem Diebstahl durch die Stadt, vorbei am CinemaxX Wuppertal, wo die Leute eigentlich nur ins Kino wollen, und kracht dann gegen den Mast.
Die Kollegen vom lokalen Sender hatten alle Hände voll zu tun, um die Leute auf dem Laufenden zu halten. Und die Einsatzkräfte? Die hatten am Ende zwei Unfallstellen zu bearbeiten, die zwar nichts miteinander zu tun hatten, aber irgendwie doch die gleiche Message senden: Wer besoffen ist und sich ans Steuer setzt, oder wer denkt, mit Unfallflucht kommt man davon, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Dass es in beiden Fällen keine Toten gab, grenzt echt an ein Wunder.
Bleibt nur zu hoffen, dass die nächste Woche in Wuppertal ruhiger wird. Aber ehrlich? Bei uns ist nie langweilig. Und genau das lieben wir doch irgendwo an dieser Stadt zwischen Schwebebahn und Bergen. Auch wenn ich auf solche Schlagzeilen gerne verzichten würde.